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Luftholen vor dem nächsten Schub

     
 
 

8.12.07

 

Die Fußball-WM ist vorbei, das Sommermärchen ist längst Geschichte. Dennoch ist der Bad Rappenauer Zelthersteller und -vermieter Losberger auch mit dem Jahr 2007 hochzufrieden. „Wir haben unsere Umsätze auch ohne Großereignis halten können“, berichtet Geschäftsführer Friedrich Losberger am Rande der alljährlichen Hausmesse. Vergangenes Jahr wurden 125 Millionen Euro erreicht, und dies sei auch in diesem Jahr zu erwarten.

Dabei stehen erst 2008 wieder Großereignisse auf dem Programm: Die Olympischen Spiele in Peking sowie die Fußball-Europameisterschaft in der Schweiz und Österreich. In Fernost geht der Geschäftsführer nicht nur wegen des sportlichen Höhepunkts von starkem Wachstum aus. Seit 1999 ist Losberger in China aktiv und produziert auch vor Ort. „Wir haben dort in diesem Jahr 40 Prozent Wachstum bei den vermietbaren Hallenflächen“, erzählt Losberger. Und im kommenden Jahr dürften nochmals so viele Flächen hinzukommen. Nach 2008 werde der Vertrieb im Milliarden-Einwohner-Land verstärkt, ehe 2010 mit der Expo in Shanghai und den Asien-Spielen weitere Großveranstaltungen für Aufträge sorgen könnten.

Einbußen gab es allerdings in den Dollar-Ländern. Bedingt durch deren Währungsschwäche habe besonders das Geschäft in den USA gelitten, sagt Losberger. „Wir haben dort aber keine Marktanteile verloren.“ Es seien viele Direktverkäufe getätigt worden, vor allem kleinere Zelte und Pavillons für Hotelanlagen oder Golf-Resorts.

Unter dem Strich erwartet der Geschäftsführer für das neue Jahr ein Umsatzwachstum von 15 Prozent. Neben Fernost soll dabei die neue Firmengruppe RDS für einen Schub sorgen. In ihr sind die drei vor wenigen Jahren übernommenen Hersteller für aufblasbare Zelte vereint: TMB und Bachmann aus Frankreich sowie Gradinger. „In wenigen Jahren ist hier eine Umsatzverdopplung machbar“, ist Losberger überzeugt.

Vor wenigen Wochen wurde die Gradinger-Verwaltung nach Fürfeld verlegt, in einem Neubau ist auch die neu geschaffene Hallen-Sparte Losberger Raumkonzept untergekommen. Dadurch arbeiten nun 260 Beschäftigte am Stammsitz, insgesamt zählt die Losberger-Gruppe bereits mehr als 600 Mitarbeiter.

Unterdessen sorgt ein Reizthema im Inland für ein wenig Zusatzgeschäft: Seit es in einigen Bundesländern ein Rauchverbot in Gaststätten gibt, verzeichnet Losberger verstärkte Nachfrage nach Pavillons und kleinen Zelten. Viele Gastronomen wollten damit ihren Gästen im Winter eine Möglichkeit zum Rauchen bieten. Allerdings sieht Friedrich Losberger darin kein besonders boomendes Geschäft: „Man sollte die Angelegenheit nicht überbewerten.“

Quelle Heilbronner Stimme vom 4. Dezember 2007 von Heiko Fritze www.stimme.de

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