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Bundesgartenschau kann kommen

     
 
 

20.12.07

 

Die Bundesgartenschau (Buga) findet 2019 definitiv in Heilbronn statt. Gestern unterzeichneten Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach und die Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau GmbH (DBG), Sebastian Emunds und Friedrich Meiberth, den sogenannten Durchführungsvertrag, der die Rechte und Pflichten beider Partner festlegt. Dabei wird unter anderem geregelt, welche Leistungen die DBG der Stadt anbietet und welche Summe Heilbronn für die Nutzung des Markenrechts „Bundesgartenschau“ bezahlen muss. Dem Vernehmen nach soll es sich um einen Betrag von um die vier Millionen Euro plus Wetterzuschlag handeln.

Eröffnet werden soll die Bundesgartenschau stand heute am Freitag, 26. April 2019, 11 Uhr. Bis in den Oktober hinein will sich Heilbronn dann an rund 170 Tagen als aufgeschlossene, fröhliche und impulsgebende Großstadt präsentieren. DBG-Geschäftsführer Friedrich Meiberth rechnet in diesem Zeitraum mit mehr als 1,5 Millionen Besuchern. Eine Zahl, die für Heinz Herker, Präsident des Zentralverbands Gartenbau, jedoch eine eher nachrangige Bedeutung hat: „Wir sollten nicht so sehr auf die Besucherzahlen schielen, sondern auf das, was in dieser Stadt an substanziellen Werten für Generationen hinweg geschaffen wird.“

Von einer „richtigen Entscheidung für Heilbronn“ sprach am Rande der Vertragsunterzeichnung DBG-Vorsitzender Heinz-Jürgen Redeker. Und was bei Buga-Verhandlungen wohl eher selten der Fall ist, würdigte Friedrich Meiberth: „Die Gespräche fanden in einer sehr guten Atmosphäre statt. Das war außergewöhnlich.“

Als nächster Schritt soll im kommenden Jahr die gemeinsame, mehrheitlich von der Stadt getragene „Buga GmbH Heilbronn 2019“ gegründet werden. Sie übernimmt sämtliche Geschäfte, die im Zusammenhang mit dem Großprojekt stehen. Parallel dazu wird Anfang 2008 für das Kerngelände „Neckarvorstadt“ (Fruchtschuppen-Areal) ein städtebaulicher Ideenwettbewerb ausgelobt. In diesem Gerüst sollen beispielsweise Fragen nach der Größe der entstehenden Parkanlage, der Wohn- und Gewerbebereiche, einer Großveranstaltungshalle oder der Verlegung des Frankenstadions beantwortet werden. Ab 2010 könnten dann die Stadtentwicklungsmaßnahmen auf der „Insel im Fluss“ anlaufen.

Vom Bund sind für die Buga 2019 keine Zuschüsse zu erwarten. Der dann amtierende Bundespräsident wird jedoch die Schirmherrschaft übernehmen und zur Eröffnung nach Heilbronn kommen. Vom Land erwartet OB Himmelsbach einen reinen Buga-Zuschuss von drei bis vier Millionen Euro („…das entspricht dem momentanen Förderbetrag von Landesgartenschauen“), rechnet aber mit höheren Zuschüssen für Infrastrukturmaßnahmen: „Die Landesregierung hat schon aus Imagegründen ein starkes Interesse an einer attraktiven Bundesgartenschau.“

Dass die Zeit bis 2019 reicht, um Heilbronn fit für die Bundesgartenschau zu machen, davon ist OB Himmelsbach überzeugt: „Wir fangen ja nicht bei null an.“ Aber er warnte auch: „Die nächsten beiden Jahre dürfen wir nicht Däumchen drehen.“

Quelle Heilbronner Stimme vom 20. Dezember 2007 von Joachim Friedl www.stimme.de

 
         
         
 
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