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Fachhändler halten den Marktanteil

     
 
 

27.12.07

 

Den mit 16 Prozent höchsten Umsatzzuwachs erwirtschaftete der Intersport-Verbund in diesem Jahr mit der Ausrüstung für Wanderer.

Das Geschäftsjahr 2006/07 hat der Heilbronner Einkaufsverbund Intersport mit einem leichten Umsatzminus abgeschlossen: Per Ende September ist der Konzernumsatz zu Einkaufspreisen um 3,6 Prozent auf 1,048 Milliarden Euro zurückgegangen. Für den scheidenden Finanzvorstand Hartmut Fröhlich ist das „zwar nicht erfreulich, aber erklärbar“. Der ausgefallene Winter hat dem Verbund und seinen 1427 angeschlossenen Fachgeschäften in Deutschland ein kräftiges Umsatzminus beschert: Im Dezember 2006 waren die Verkäufe um elf Prozent eingebrochen, im Januar 2007 gar um 22 Prozent.

Geordnetes Haus

Trotz der Einbußen geht Fröhlich davon aus, dass der Intersport-Verbund seinen im Vorjahr deutlich gesteigerten Marktanteil hat halten können: „Der Wettbewerb war ebenfalls vom Wetter tangiert.“ Seinem Nachfolger Kim Roether übergebe er zum Jahreswechsel ein geordnetes Haus. Es werde auch in Zukunft viel zu tun geben, „aber nirgendwo brennt die Hütte.“

Wenn Vertriebsvorstand Klaus Jost zuversichtlich ist, dass die Intersport-Händler bezogen auf das Kalenderjahr den Rekordumsatz von 2006 halten können, dann liegt das ebenfalls am Wetter. Auf den „katastrophalen Winter“ folgte ein „starker Sommer“. Und schließlich sorgt jetzt die Vorlage aus dem schlechten Vorjahresdezember dafür, dass ein kräftiges Plus im Weihnachtsgeschäft leichter zu erreichen ist: „Die Kälte wirkt.“ In den Filialen der Einzelhandels-Tochter Voswinkel sei das Umsatzplus in den vergangenen Tagen sogar zweistellig.

Obwohl sich die Bilanzstruktur der Mitgliedsbetriebe im abgelaufenen Jahr „fast schon sensationell“ verbessert habe, wie Fröhlich ausführt, reißt die Mehrwertsteuererhöhung nach Einschätzung von Klaus Jost den Unternehmern vor Ort ein Loch in die Kasse, weil sie noch vollständig an die Endkunden weitergegeben werden konnte.

Internationalisierung

Das Spielfeld von Intersport ist längst nicht mehr nur Deutschland: Pünktlich zur Olympiade wollen die Heilbronner in Peking den ersten Intersport-Markt eröffnen. Der geeignete Partner ist bereits gefunden, der Vertrag ist schon geschlossen. Weitere Geschäfte sollen folgen. Außerem wird eine Intersport Asia-Pacific gegründet, deren Sitz ebenfalls in China sein soll. So wollen die Heilbronner in dem „riesigen Wachstumsmarkt“ aktiv werden. Indien, so Klaus Jost, sei im Gegensatz zu China aber noch nicht reif für einen Markteintritt.

Quelle Heilbronner Stimme vom 21. Dezember 2007 von Manfred Stockburger www.stimme.de

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