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Geheimtipp und Genießerland
     
 
 

26.1.08

 

Im Topf schmort ein leckeres Boeuf de Hohenlohe in Burgundersauce. Derweil bringen der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Peter Hauk, Staatssekretär Richard Drautz, Landrat Helmut M. Jahn und Christoph Mezger vom Alten Amtshaus in Ailringen, der Sternekoch Olaf Pruckner vertritt, dem Publikum die Besonderheiten Hohenlohes nahe. Das Schaukochen ist Auftakt einer Werbeaktion, mit dem sich das Land Baden-Württemberg auf der Grünen Woche in Berlin mit der Region Hohenlohe als das Genießerland im Süden Deutschlands präsentiert.

Vernetzung Obwohl es nicht zu touristischen Topregionen wie Bodensee oder Schwarzwald gehört, fiel die Wahl auf Hohenlohe, weil es in den letzten Jahren durch die gute Kombination von schöner Landschaft, Kulinaristik, Kultur und dem Ausbau vieler Wander- und Radwanderwege punktete. Laut Minister Hauk ist es Hohenlohe beispielhaft gelungen, die Vernetzung des Tourismus mit Gastronomie, Landwirtschaft, sowie Wein und Lebensmittelwirtschaft erfolgreich umzusetzen. Als Staatssekretär setzt Richard Drautz auf eine enge Zusammenarbeit des Wirtschafts- mit dem Landwirtschaftsministerium. „Ohne die Landwirtschaft ist der Tourismus nicht verkaufbar“, sagte Drautz.

Landrat Helmut M. Jahn freute sich, dass der Minister Hohenlohe als Beispiel für das Genießerland Baden Württemberg auserkoren hat. „Wahrscheinlich gibt es nirgends so viele gute, gesunde Lebensmittel wie bei uns“, sagte er und verwies unter anderem auf Boeuf de Hohenlohe, Schafskäse aus Langenburg oder Hohenloher Weine.

Zudem verknüpfe Hohenlohe Genuss mit ansprechenden Kulturangeboten wie dem Hohenloher Kultursommer. Die Konzeption eines sanften Tourismus mit der Kombination von Kultur und Genuss ist laut Jahn sehr erfolgreich. So seien die Gästezahlen in den letzten zehn Jahren um durchschnittlich sieben Prozent gestiegen.

Der Start in Berlin ist also geglückt, während der Messestand in Stuttgart schon wieder abgebaut ist. „Nach heutigem Stand war es für uns die beste CMT“, sagt Andreas Dürr, Geschäftsführer der Touristikgemeinschaft Hohenlohe.

Geheimtipp „Die Organisation, die Tiefe der Gespräche, der Absatz an Prospekten: Es lief einfach fantastisch.“ Wandern, genießen, Kultur erleben: Dieser Dreiklang sei beim Publikum prima angekommen. „Für die kommende Saison lässt das einiges erwarten.“

Im Jahr 2006 hatten im Hohenlohekreis erstmals über 300 000 Gäste übernachtet. „Ich gehe davon aus, dass es 2007 noch einmal zehn Prozent mehr waren“, sagt Dürr, „und auch für 2008 rechne ich mit einem Plus.“ Die Ferienregion Hohenlohe wird also immer bekannter. Sie wird ein Geheimtipp bleiben, „aber finden soll man uns schon“.

Deshalb wirbt die TG auch 2008 auf vielen Messen. Zum Beispiel vom 31. Januar bis 3. Februar auf der Fespo in Zürich. „Immer mehr Schweizer zieht es nach Baden-Württemberg. Vor allem wegen des Weins.“ Von diesem Kuchen möchten die Hohenloher auch ein Stück abbekommen. Die Kontakte wurden über das Erholungsgebiet Breitenauer See geknüpft: „Die Schweizer sind dort die wichtigste Auslandsgruppe“, und ein paar Kilometer weiter beginnt schon Hohenlohe. Als Weinregion wirbt die TG in Hamburg, München und Berlin bei den Baden-Württemberg-Classics. „Diese Messe wird immer wichtiger. Wir werden künftig verstärkt solche Nischen-Veranstaltungen besuchen.“

Wohin die Reise mit der Ferienregion geht? Dürr zitiert eine Pressemitteilung des Landwirtschaftsministeriums. Die drei wichtigsten Reisegebiete in Baden-Württemberg seien demnach Schwarzwald, Bodensee – und Hohenlohe. Doch der TG-Chef weiß: „Im touristischen Orchester des Landes werden wir nie die erste Geige spielen können.“ Aber: „Es kommt auch auf das gespielte Stück an. Und bei manchen können auch andere Instrumente eine tragende Rolle spielen.“ Kommentar „Klein, aber fein“.

Quelle Heilbronner Stimme vom 21. Januar 2008 Von Bernulf Schlauch und Ralf Reichert www.stimme.de

 
         
         
 

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