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Bechtle erweitert die Konzernzentrale
     
 
 

1.2.08

 

Die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach des Neckarsulmer Logistikzentrums ist eine der größten in Süddeutschland. Die größere Nachricht bei der offiziellen Einweihung des Sonnenkraftwerks ist aber, dass der IT-Dienstleister seine Konzernzentrale erweitert. Schon im März werden die Bagger anrollen, bis zum Jahresende soll der rund zehn Millionen Euro teure Anbau fertig sein.

Um 30 Meter wird das dreistöckige Verwaltungsgebäude nach hinten verlängert – 4500 zusätzliche Quadratmeter Bürofläche entstehen dadurch. Genügend Platz, so Vorstandschef Ralf Klenk, für 300 zusätzliche Mitarbeiter. Auch die Logistikfläche ist zu klein geworden: Das Lager wird um 2000 Quadratmeter Fläche vergrößert.

2004, als Bechtle den „Heimathafen“ einweihte, passte das Gebäude „wie ein Maßanzug“, sagt Ralf Klenk. Jetzt platzt er aus allen Nähten. Schließlich ist die Mitarbeiterzahl am Standort von damals 450 auf heute über 700 gewachsen. Der Anbau gibt Raum für ein weiteres Bechtle-Wachstum. Schließlich soll der Umsatz im Jahr 2010 zwei Milliarden Euro betragen, im vergangenen seien die 1,3 Milliarden „gut überschritten worden“, erklärt der Vorstandschef. Und 2020, so steht es in der neu formulierten Firmenvision, wollen die Neckarsulmer mit einem Umsatz von fünf Milliarden Marktführer in Europa sein.

„2010 oder 2011 werden wir dann erneut über eine Erweiterung nachdenken müssen“, sagt Klenk, der das Unternehmen vor 25 Jahren im Heilbronner City-Süd-Center gegründet hat – auf einer Fläche von 75 Quadratmetern. Wenn der Anbau in einem guten Jahr fertiggestellt sein wird, dann stehen dem Unternehmen allein am Hauptsitz 32 450 Quadratmeter zur Verfügung. Europaweit beschäftigt die Bechtle AG an über 60 Standorten inzwischen mehr als 4000 Mitarbeiter.

Auch nach der Installation der Photovoltaikanlage – geliefert von der ebenfalls in Neckarsulm ansässigen Firma Solarstrom Schwaben – wird die Stromproduktion kein Kerngeschäftsfeld der Bechtle AG. Die 1653 Hochleistungsmodule auf dem Dach des Logistikzentrums liefern aber immerhin genügend Strom für 115 Haushalte – anders ausgedrückt decken sie ein Zehntel des Energiebedarfs der Bechtle-Zentrale. Etwa zwei Millionen Euro hat das Unternehmen in erneuerbare Energien investiert. „Wir haben eine gründliche Kosten-Nutzen-Rechnung gemacht“, betont Vorstandschef Klenk. Dabei sei das Unternehmen zur Überzeugung gekommen, „dass sich Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit sinnvoll verknüpfen lassen“. 225 Tonnen CO2 werde die Anlage im Jahr einsparen, so Klenk. Die Wolken über dem von Bechtle aus gut sichtbaren Heilbronner Kohlekraftwerk bilden den deutlich sichtbaren Kontrast.

Dass die Solarstadt Neckarsulm mit der Bechtle-Anlage ihren Spitzenplatz in der Solarbundesliga sichern kann, freut natürlich auch Baubürgermeister Klaus Grabbe. „Bechtle ist eine Visitenkarte für die Stadt“, erwidert er Ralf Klenks Komplimente im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit der Kommune.

Quelle Heilbronner Stimme vom 1. Februar 2008 von Manfred Stockburger www.stimme.de

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