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Beyerdynamic auf Rekordkurs
     
 
 

7.2.08

 

Aus dem kriselnden Unternehmen ist innerhalb von fünf Jahren ein Wachstumswunder geworden: Der Heilbronner Audiospezialist Beyerdynamic hat im vergangenen Jahr den Umsatz um 13 Prozent auf 34,5 Millionen Euro gesteigert. Der Vorsteuer-Gewinn wuchs um 57 Prozent auf 2,27 Millionen Euro. Nach mehreren Verlustjahren schreibt das Unternehmen seit 2003 wieder schwarze Zahlen – mit steigender Tendenz.

Für Geschäftsführer Wolfgang Luckhardt Anlass genug, zufrieden auf seine Arbeit zurückzublicken – schließlich ist er seit Anfang 2003 in der führenden Position, die damals von den Gesellschaftern erstmals mit einem Nicht-Familienmitglied besetzt wurde. „Wir haben sämtliche Schulden abgebaut und alle Investitionen selbst finanziert“, sagte er. Mehr als zehn Millionen Euro seien seither ins Stammwerk an der Theresienstraße, das Logistikzentrum in Böckingen und die neue Produktion in Horkheim investiert worden sowie in Schulungen und die Entwicklung neuer Produkte.

Sechs Geschäftsbereiche umfasst das Unternehmen inzwischen: Traditionell die vier Segmente Konferenzsysteme (etwa für Rats- und Sitzungssäle), Musik (für Konzerte und Studioaufnahmen), Broadcast (für Fernseh- und Hörfunksender) und Consumer (Kopfhörer für die heimische Stereoanlage). Hinzugekommen ist vor zwei Jahren der Bereich Aviation, der Produkte für Piloten anbietet, sowie seit kurzem der Bereich Spezialanfertigungen, vor allem für verwandte Hersteller.

Eine Reihe neuer Produkte und Anwendungen haben die mittlerweile 320 Mitarbeiter auf den Markt gebracht, berichtete Luckhardt: Kopfhörer, die ein Raum-Klang-Erlebnis böten, oder Produkte für Computerspieler. Weitere Neuheiten seien in Vorbereitung.

Das massive Wachstum lässt Beyerdynamic inzwischen an räumliche Grenzen stoßen. Zwar befindet sich ein Teil der Produktion seit Herbst in einer angemieteten Halle in Horkheim, doch damit könnten nur zwei Jahre überbrückt werden, sofern das Wachstum so anhalte. „Wir suchen einen neuen Standort in der Region“, sagte der Geschäftsführer. Eine Verlagerung des Unternehmens in andere Länder komme jedoch nicht in Frage.

Quelle Heilbronner Stimme vom 7. Februar 2008 von Heiko Fritze www.stimme.de

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