Die Optima Group hat den Umsatz im vergangenen Jahr um 15 Prozent auf 170 Millionen Euro gesteigert. Für den Kreis Schwäbisch Hall bedeutet dies 50 zusätzliche Arbeitsplätze, darunter 10 Lehrstellen. Die Aussichten für 2008 werden erneut positiv eingeschätzt.
Die Abfüll- und Verpackungstechnik für die pharmazeutische Branche ist besonders stark gewachsen. Optima führt dies auf verstärkte Rationalisierungsmaßnahmen der Pharmaunternehmen zurück, welche neueste Abfüll- und Verpackungstechniken einsetzen. Die Investition der Optima Group in den Gefriertrocknungsspezialisten Klee habe sich ausgezahlt, da hierdurch in den Bereich der Marktführer im Komplettanbieterbereich vorgestoßen werden konnte. Das größte Wachstumspotenzial in der Pharmabranche wird im Bereich der Biotech-Arzneimittel erwartet - neue Lösungen aus Schwäbisch Hall für das Abfüllen von flüssigen Medikamenten versprechen daher im laufenden Jahr große Zuwachsraten.
Die Liebe der Verbraucher zu frisch gebrühtem Kaffee ist auch bei Optima zu spüren: Bei der Herstellung von Verpackungsanlagen für Kaffee-Portionspackungen sind die Haller führend. Und der Trend ist ungebrochen. Die zweite Generation von Softcan-Herstellungsmaschinen - Anlagen zur Herstellung und Befüllung von Foliendosen - wird im Frühjahr 2008 ausgeliefert. Die Auftragsbücher versprechen hier weiterhin ein solides Wachstum, so das Unternehmen.
Bei Verpackungsmaschinen für Toilettenpapier, Küchenrollen, Binden und Feuchttüchern (Fachbereich"Nonwowens") nennt sich Optima als führenden Spezialisten. Eine neue Maschinengeneration soll die Flexibilität erhöhen und den Preis für das bisherige Spitzenmodell (Optima Rainbow) senken.
Als einzelne Nation war die USA das bedeutendste Absatzgebiet. Sieht man die EU als Einheit an, sind hier 50 Prozent des Umsatzes erzielt worden. Wobei die umsatzstärksten Länder innerhalb der EU die osteuropäischen Staaten sind, die ein ähnliches Wachstum an den Tag gelegt haben wie Asien und Südamerika.
Die Verpackungsspezialisten blicken positiv in die Zukunft. Selbst steigende Rohstoffpreise werden nicht als Gefahr gesehen, da davon jeder Mitbewerber gleichermaßen betroffen sei. Ähnliches gilt für den Dollarkurs als Risikofaktor: Da die Mitbewerber der Optima Group ihren Sitz fast ausnahmslos in Europa haben, wird währungsbedingt kein Preisgefälle erwartet.
Festgezurrt werden viele Entscheidungen der Auftraggeber erst bei der Weltleitmesse Interpack Ende April. "Mit den Innovationen in den Bereichen Pharma, Consumer und Nonwovens verfügt die Optima Group über eine sehr gute Ausgangsposition, um weitere Marktanteile hinzu gewinnen zu können, die in den folgenden Geschäftsjahren wirksam werden", hieß es gestern von Seiten der Firmenspitze.
Quelle Südwest Presse/Hohenloher Tagblatt von Rainer Grill vom 5. Februar 2008 www.hallertagblatt.de
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