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Vom Ein-Mann-Betrieb zum Global Player
     
 
 

3.3.08

 

Grün und Violett sind selbst bei Branchenriesen der pharmazeutischen und kosmetischen Industrie gleichbedeutend für Spitzentechnologie aus Crailsheim.

Ein Name, der als Symbol dafür steht, was ein Familienunternehmen zu leisten im Stande ist. Was vor rund 28 Jahren mit einer kleinen Produktionshalle begann, gehört heute zum "who is who" der Verpackungsmaschinenhersteller. Grün und Violett sind selbst bei Branchenriesen der pharmazeutischen und kosmetischen Industrie gleichbedeutend für Spitzentechnologie aus Crailsheim.
 
Man könnte auf bahnbrechende Innovationen wie die Rotationspumpenkolben verweisen, um den Aufstieg vom Ein-Mann-Betrieb zum mittelständischen "global player" mit mehr als 700 Beschäftigten und mehr als 100 Millionen Euro Umsatz zu erklären, könnte technologische Konzepte erläutern, auf die Qualität der Verarbeitung verweisen oder auf die umfassenden Serviceangebote. Könnte.

Zweifelsfrei: Perfekte Leistung ist Voraussetzung für den absoluten Erfolg. Doch erklärt sie vieles und nichts. Schon gar nicht, wie es gelingt, den wirtschaftlichen Erfolg stets aufs Neue zu toppen. "Man braucht natürlich auch Glück", sagt Firmengründer Horst Groninger in der ihm eigenen Bescheidenheit, weil er darum weiß, dass einer allein es nicht schaffen, kann, wenn ihm die Sterne nicht günstig stehen.
 
Doch Glück allein reicht nicht. Schon gar nicht in der Verpackungsmaschinenbranche. Die Zeiten, in denen die Szene von kleinen Betrieben mit findigen Tüftlern an der Spitze bestimmt wurde, sind passé. Nicht umsonst trägt der Landkreis Schwäbisch Hall den Beinamen "packaging valley". Es gibt kaum einen anderen Fleck auf dem Globus, wo sich die Wettbewerber derart drängen. Und alle sind Spitze.
 
Bei aller, häufig harter Konkurrenz hat sich Horst Groninger "immer den Respekt vor der Leistung der anderen bewahrt". Diese Anerkennung für sich als Motivationsschub zu nutzen, ist für den passionierten Golfer eines der kleinen Geheimnisse, aus denen sich die beeindruckende Firmenvita zusammensetzt.
 
Schon die Auszubildenden werden eingestimmt: "Ich will, dass sie gerne zu uns kommen, dass sie sich ein Stück weit zu Hause fühlen"; denn für ihn, der sich zunehmend zurücknimmt, ist der Nachwuchs die Zukunft. Dieses "Wir-Gefühl" zu erhalten, ist eine der großen Herausforderungen, der sich die "zweite Generation" stellen muss. Die Söhne Jens und Volker Groninger führen heute das Tagesgeschäft in der Erkenntnis, dass sich die Eckpfeiler verschoben haben. "Das Geschäft ist härter, schneller und kühler geworden", kleidet Jens Groninger den Wandel in Worte.
 
Die älteren Mitarbeiter irritiert das bisweilen, haben sie noch die Zeiten erlebt, als sich vieles auf Zuruf regeln ließ. Heute ist das undenkbar. Allein der geplante Neubau der Büro-Zentrale und einer weiteren Fertigungshalle kostet mit zehn Millionen Euro mehr als ein Jahresumsatz der früheren Jahre. Andere Dimensionen erfordern andere Strukturen.
 
Bei so viel Veränderung trifft es sich gut, dass die beiden Brüder im Grundsätzlichen übereinstimmen: "Wir verkaufen vor allem das Vertrauen in uns", sagt Volker Groninger: "Vertrauen darauf, dass man sich auf uns verlassen kann, auf unsere Zusagen, unsere Qualität, unsere Termintreue." Im Hause Groninger denkt man in längeren Perspektiven, entwickelt Zehn-Jahres-Pläne mit Visionen. Verlässlichkeit eben. So wie sich alle darauf verlassen können, dass Eva Groninger ein wachsames Auge darauf hat, dass Form und Farben des Auftritts den hohen Ansprüchen der Kunden genügen: "Dieses Bild steht für uns persönlich und die Menschen, die für uns arbeiten".

Quelle vom 8. Februar 2008 aus Regio Business von Heribert Lohr www.suedwest-aktiv.de

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