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Jahr der Superlative für BA in Bad Mergentheim
     
 
 

5.3.08

 

Die BA-Außenstelle Bad Mergentheim verzeichnete 2007 ein Rekord-Wachstum von 50 Prozent bei den Studienanfängern.

Wie gelang Ihnen diese enorme Steigerung?

Professorin Nicole Graf: Momentan investiert hauptsächlich der Mittelstand in Nachwuchs. Von dort kommen viele unserer Studenten. Allerdings ist es uns auch gelungen, große Unternehmen außerhalb Baden-Württembergs für die BA Bad Mergentheim zu begeistern, so die Metro Gruppe, Aldi Süd und Bosch Sicherheitssysteme. Die meisten baden-württembergischen Konzerne, die an den großen BA-Standorten in der Nachwuchsqualifizierung aktiv sind, bringen weniger Wachstum. Deshalb haben auch die Berufsakademien dort nicht so stark zugelegt. Etwa Stuttgart nur sieben Prozent.

RegioBusiness: Wie weit reichen Ihre Kapazitäten noch?
 
Graf: Der momentan mögliche Steigerungsbereich ist relativ klein, im Hinblick auf Personalressourcen und Räumlichkeiten. Wir platzen aus allen Nähten. 2009 beziehen wir auf unserem Campus, dem Deutschordensschloss, weitere Räume, um zumindest wieder genügend Platz für unsere aktuellen Kapazitäten zu haben. Wir stehen aber einer enormen Nachfrage der Wirtschaft gegenüber. Wollen wir diese decken, müssen wir die Studierendenzahlen weiter steigern. Bad Mergentheim könnte auf bis zu 800 Studierende anwachsen.
 
RegioBusiness: Die Partnerunternehmen sind mit der Berufsakademie Mosbach hoch zufrieden. Das zeigte 2007 eine bundesweite Studie der Universität Flensburg. Die BA wurde auf Platz Eins gewählt. Was ist ihr Erfolgsrezept?
 
Graf: Letztlich hängt es mit der Qualität der Mitarbeiter zusammen. Sie repräsentieren die BA und sind dafür verantwortlich, eine hohe Qualität in Lehre und Betreuung zu liefern. Wir pflegen außerdem einen sehr engen Dialog mit den Unternehmen.
 
RegioBusiness: Auch in Punkto Internationalisierung ist die BA Spitze. Sie versendet und empfängt landesweit die meisten Austauschstudenten. Welche Vorteile bringen Auslandserfahrungen?
 
Graf: Deutschland ist Exportweltmeister. In der Region geht die Hälfte aller Produkte und Dienstleistungen ins Ausland. Dafür brauchen die Unternehmen Mitarbeiter, die sich auf internationalem Parkett bewegen können.
 
RegioBusiness: Die Berufsakademien in Baden-Württemberg sollen laut Ministerpräsident Günther Oettinger in eine "Duale Hochschule" weiterentwickelt und mit anderen Hochschuleinrichtungen gleichgestellt werden. Welche Auswirkungen hat das?
 
Graf: Manche Bundesländer haben die Wertigkeit der BA-Abschlüsse in der Vergangenheit infrage gestellt. Mit der "Dualen Hochschule" haben wir die formale Anerkennung des akademischen Grades. Auch unsere Gremienstrukturen werden sich verändern. Die "Duale Hochschule" soll laut Oettinger zum 1. Januar 2009 eingeführt werden.
 
RegioBusiness: Sie hatten sich als Rektorin der Fachhochschule Heilbronn beworben. Der Aufsichtsrat wählte Sie, der Senat versagte Ihnen die Bestätigung. Warum wollten Sie Bad Mergentheim den Rücken kehren?
 
Graf: Ich hätte es nicht nur mit einem, sondern mit zwei weinenden Augen getan. Es gab aber einen konkreten persönlichen Hintergrund: Mein Mann lebt in Heilbronn. Außerdem gab es zahlreiche Befürworter aus der Wirtschaft unserer Region, die sich mein Engagement für die Hochschule Heilbronn gewünscht hätten.
 
RegioBusiness: Wie war Ihre Reaktion, als Sie von der "Abfuhr" erfuhren?
 
Graf: Zweigeteilt. Eine Ablehnung stellt natürlich im ersten Moment eine Niederlage dar. Ich bin als Führungskraft gewohnt, Ziele zu erreichen. Aber ich glaube, dass die Hochschule Heilbronn sich damit eine Chance vertan hat. Andererseits bin ich natürlich glücklich, in Bad Mergentheim bleiben zu dürfen. Da ich hier viel gesät habe, möchte ich gerne auch die Früchte ernten.
 
Die Fragen stellte Sabine Franz Quelle Regio Business vom 8. Februar 2008 http://www.suedwest-aktiv.de

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Die Region bietet Gaumen-Freuden für jeden Geschmack: Dass Heilbronn-Franken top ist, zeigt sich auch in den Gourmetführern. Ob Michelin, Varta, Gault Millau, Aral oder Feinschmecker - die Gastronomie der Region ist mit zahlreichen Kochlöffeln, Kochmützen und Sternen ausgezeichnet.