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Wachstumsmarkt Zeitarbeit

     
 
 

25.3.08

 

Der Personaldienstleister Bera ist zu groß für die Innovationsfabrik geworden. Die Firma mit inzwischen 980 Beschäftigten hat sich deswegen in der Innenstadt ein neues Domizil gesucht – in der Lohtorstraße stehen der Heilbronner Niederlassung der im September 2002 gegründeten Firma jetzt 360 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. In der IFH war das Unternehmen mit 200 Quadratmetern einer der größten Mieter gewesen.

Die von Bernd Rath geführte Dekra Arbeit Partner Bera Personaldienstleistungen GmbH ist nach eigenen Angaben Marktführer in der Region Heilbronn-Franken – vor allen überregionalen Anbietern. Im vergangenen Jahr habe das Unternehmen seine Marktposition weiter verbessert, sagt Rath. Die Firma habe ihren Umsatz um mehr als 25 Prozent auf 18,8 Millionen Euro gesteigert. Im laufenden Geschäftsjahr will Rath den Umsatz auf 25 Millionen Euro steigern.

Nicht allein über das Geschäft mit Leiharbeitern sei der Umsatzsprung zustande gekommen: Das Unternehmen ist auch im Bereich der Personalberatung und -Vermittlung aktiv. „Umfangreiche Rekrutierungsmaßnahmen und ein innovatives Bewerbermanagement machen es möglich, trotz des partiellen Bewerbermangels der Nachfrage gerecht zu werden.“ In der Region ist das Unternehmen außer in Heilbronn auch in Schwäbisch Hall, Crailsheim und Tauberbischofsheim vertreten, darüber hinaus gibt es Niederlassungen in Aalen, Winnenden und Eisenach.

Das Unternehmen konzentriert sich anders als viele Wettbewerber auf die Vermittlung von qualifizierten Mitarbeitern. „Die Rekrutierung wird immer anspruchsvoller“, sagt Bernd Rath. „Es wird immer teurer, neue Leute zu holen.“ Vom freien Markt sei in der Region kaum noch jemand zu bekommen. „Die kommen entweder von außerhalb oder waren vorher bei Wettbewerbern beschäftigt.“

Wenn Rath mit Optimismus in die Zukunft blickt, dann ist das auch mit einem Großauftrag begründet, den er an Land gezogen hat: In den kommenden Monaten versorgt Bera das Neckarsulmer Audi-Werk mit bis zu 300 temporären Arbeitskräften, die durch den Anlauf des A4 am Standort benötigt werden. Damit werde die Mitarbeiterzahl weit über 1000 ansteigen, sagt Rath. Großen Wert legt der Geschäftsführer dabei auf die Feststellung, dass seine Mitarbeiter bei Audi analog zum Metalltarifvertrag bezahlt werden, wenn sie bei Audi am Band stehen. „Wir freuen uns, dass wir mit Audi einen Partner gefunden haben, der unser Bestreben unterstützt, sich für ein faires Lohnniveau zwischen Stammpersonal und flexiblen Arbeitskräften zu engagieren“, sagt Rath. Allerdings muss er zunächst einen Betriebsrat gründen – der ist nämlich Voraussetzung dafür, dass der Autobauer die Bera-Mitarbeiter an Bord nimmt.

Neben Audi werden von der Heilbronner Bera-Niederlassung aus unter anderem die Firmen Getrag, Baier & Schneider und Wincanton mit Leiharbeitern versorgt. Aktuell seien im Bereich des Standorts Heilbronn etwa 250 Bera-Leute im Einsatz, sagt der Geschäftsführer. In der Niederlassung selbst sind 15 Leute beschäftigt. Vom Hauptsitz in Schwäbisch Hall aus versorgt die Bera Kunden wie Kärcher, R. Stahl, Recaro, EBM-Papst oder Würth mit Zeitarbeitskräften.

Quelle Heilbronner Stimme vom 18. März 2008 von Manfred Stockburger www.stimme.de

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