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Neue Wege bei der Rekrutierung

     
 
 

27.3.08

 

Das Internet hat die Möglichkeiten der Mitarbeiterrekrutierung deutlich erweitert. Wobei die Nutzung des Mediums derzeit meist auf die Ausschreibung von Stellenangeboten in unternehmenseigene Websites oder in Jobbörsen beschränkt ist und somit überwiegend als Ergänzung zu den traditionellen Wegen der Bewerberansprache gesehen wird.

Ein Blick auf die Entwicklungen und Trends in den USA, lässt erahnen, dass sich hier schon bald einiges verändern wird. Die New York Times berichtet von mehreren Unternehmen – darunter HP, Microsoft, Bain & Company – die in virtuellen Welten wie Second Life auf Mitarbeitersuche gehen. Auch in Deutschland bedienen sich Recruiter zunehmend unkonventioneller Methoden bei der Kandidatenauswahl. Große Firmen wie das Verlagshaus Gruner & Jahr oder der Konsumgüter-Riese Unilever haben sich virtuelle Bewerbungsportale oder virtuelle Assessment-Center für die erste Bewerberauslese zugelegt.

Trend: virtuelle Bewerbungsgespräch

Doch auch in und um Heilbronn-Franken schreitet der Fortschritt voran. Als erstes Unternehmen in der Region nutzt die BERA PERSONALberatung im Rahmen ihrer Rekrutierungsaktivitäten virtuelle Bewerbungsgespräche, um geeignete Kandidaten online auszuwählen. „Auf Grund des extremen Fachkräftemangels in Baden-Württemberg sind wir gezwungen nicht nur bundesweit sondern auch weltweit auf Bewerbersuche zu gehen“ sagt Joachim Treiber, Bereichsleiter der BERA PERSONALberatung. Nach einer intensiven Testphase die im August letzten Jahres begonnen hat, führt der regionale Dienstleister nun seit 1. März 2008 einen Teil seiner Bewerbungsgespräche zunächst über das Internet.

Immer schön in die Webcam lächeln

Interessante Kandidaten bekommen einen Zugangscode, mit dem sie sich zu einem fest vereinbarten Termin auf einer virtuellen Plattform mit dem Personalberater der BERA unterhalten können. Mittels Webcam und Headset bekommt der Recruiter die gleichen Informationen, als würde er ein Präsenzbewerbungsgespräch führen. Erst wenn der Kandidat das erste Online-Gespräch erfolgreich absolviert hat, bekommt er die Chance zu einem realen Bewerbungsgespräch.

Zeit- und kostenintensive Fehlentscheidungen werden minimiert

Die virtuelle Selektion im Internet ermöglicht, mit vertretbarem Aufwand eine Vorauswahl zu treffen. Besonders dann, wenn der Bewerber sehr weit weg oder sogar im Ausland wohnt. Joachim Treiber erzählt: „Ich habe gerade einen Prozessingenieur online interviewt, der aktuell bei einem Automobilzulieferer in Argentinien beschäftigt ist und gerne zu einem Unternehmen dieser Branche in Deutschland wechseln möchte. Andere Bewerber kommen aus China oder auch aus anderen Teilen der Bundesrepublik.

Vorstellungsgespräche können unkompliziert, effizient und sicher online abgehalten werden. Der Kandidat muss nicht gleich in den Flieger steigen und so fallen weniger Reisekosten an.

Mittels des aufgezeichneten Vorstellungsgesprächs kann der Bewerber den interessierten Unternehmen vorgestellt werden, denn von jedem Online-Interview wird ein aussagekräftiges Video erstellt.

Fazit

Die Personalexperten der BERA PERSONALberatung sind sich jedoch sicher, dass virtuelle Interviews nur ein Schritt in einem längeren Bewerbungsprozess sein können und die bisherigen Möglichkeiten wie E-Mail und Telefoninterviews ergänzen. Eines kann man auf diesem Weg immerhin gleich klären: wie Technik- und Internet-affin der Bewerber ist.

Weitere Informationen unter

Investors' Link / Unternehmen in der Region Heilbronn-Franken