Auf weiterhin niedrigem Niveau sinkt die Arbeitslosenquote erneut. In allen Kreisen ist die Nachfrage nach Arbeitskräften und Anzahl der offenen Stellen unvermindert hoch.
Nach Angaben der Agentur für Arbeit ist die Arbeitslosenquote im März in der gesamten Region gesunken. In den Kreisen Hohenlohe und Schwäbisch Hall lag sie mit jeweils 3,2 Prozent am niedrigsten. Im Main-Tauber-Kreis lag die Zahl der Arbeitslosen bei 4,3 Prozent. Im Stadt- und Landkreis Heilbronn gab es mit 4,6 Prozent die meisten Arbeitslosen. Die vergleichsweise niedrige Arbeitslosenzahl der Region sei vor allem auf die gute Konjunkturlage und den milden Winter zurückzuführen, hieß es. Die Zahl der Stellenangebote liegt nach wie vor auf hohem Niveau.
Agentur für Arbeit Heilbronn –
Stadt- und Landkreis Heilbronn
Auch im März weniger Arbeitslose
Quote jetzt bei 4,6 Prozent
Halbzeit auf dem Ausbildungsstellenmarkt
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt entwickelte sich auch im März in eine positive Richtung. „Der milde Winter und die Zahl der von den Unternehmen zur Besetzung gemeldeten Stellen unterstützen unsere Bemühungen um eine schnelle Integration aller Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt.“, meint Martin Diepgen, Vorsitzender Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Heilbronn. „Ich freue mich, dass es uns gelingt, immer mehr Unternehmen von der Qualität unserer Dienstleistung zu überzeugen.“
Ende des Monats waren bei der Heilbronner Agentur für Arbeit 10.941 Arbeitslose gemeldet, 586 weniger als im Februar. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Prozentpunkte. Sie liegt jetzt bei 4,6 Prozent. Im März meldeten sich 2.472 Männer und Frauen neu oder erneut arbeitslos, gleichzeitig konnten aber auch 3.054 ihre Arbeitslosigkeit beenden.
Auf dem Ausbildungsmarkt ist nun „Halbzeit“. Bei der Berufsberatung der Heilbronner Agentur für Arbeit meldeten sich seit Oktober 2007, dem Beginn des Ausbildungsjahres, 2.260 Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Im gleichen Zeitraum wurden von den Betrieben und Verwaltungen 2.716 Ausbildungsstellen gemeldet.
Das Verhältnis zwischen unversorgten Bewerbern und unbesetzten Ausbildungsstellen ist ausgeglichen. Es sind 167 Ausbildungsstellen mehr als Bewerber bei der Agentur für Arbeit gemeldet. „Trotzdem appelliere ich an die Betriebe, noch möglichst viele Ausbildungsstellen für die jungen Menschen zur Verfügung zu stellen und ihnen so eine Chance auf eine qualifizierte Ausbildung zu bieten.“, sagt Diepgen. „Gleichzeitig ist ein Auszubildender eine aktive Vorsorge für jedes Unternehmen. Nur so kann dem Fachkräftemangel begegnet und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gesichert werden.“
Agentur für Arbeit Tauberbischofsheim –
Main-Tauber-Kreis
Positive Entwicklung hält an
Im März ist die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Tauberbischofsheim erneut zurückgegangen. Um 0,2 Prozentpunkte sank die Arbeitslosenquote insgesamt auf nun 4,3 Prozent. Die anhaltend gute Entwicklung erkennt man im Vergleich zum März letzten Jahres: Im Vergleichsmonat 2007 lag die Quote noch bei 5,5 %. 6368 Menschen waren im März im gesamten Agenturbezirk arbeitslos gemeldet. Im Main-Tauber-Kreis waren 2961 Menschen ohne Arbeit, das bedeutet einen Rückgang zum Vormonat um 148 oder 0,2 Prozentpunkte auf 4,2 %. Im Neckar-Odenwald-Kreis gab es 3407 Arbeitslose. Auch in diesem Kreis ging die Quote um 0,2 Prozentpunkte auf jetzt 4,5 % zurück. Somit sind in diesem Kreis 158 Menschen weniger arbeitslos gemeldet sind als noch im Vormonat.
„Von dieser Entwicklung konnten aber bisher nicht alle Personengruppen gleichermaßen profitieren“, fügt Stefan Beil, Leiter der Agentur für Arbeit in Tauberbischofsheim an. „ So liegt der Anteil der Frauen, die arbeitslos gemeldet sind, bei über 51 Prozent und der der Langzeitarbeitslosen (länger als ein Jahr ohne Beschäftigung) bei über 33 Prozent. Die Ausgangslage auf dem Arbeitsmarkt war schon lange nicht mehr so gut und so richten wir unserer Bemühungen weiter darauf, dass auch diese Personengruppen den anhaltend
konjunkturellen Rückenwind für sich nutzen können.“
Auf dem Stellenmarkt herrschte auch im März 2008 Bewegung: 844 neue Stellenangebote wurden von den Arbeitgebern neu gemeldet, das waren 164 oder 24,1% mehr als noch vor einem Jahr.
784 Stellenaufträge konnten abgeschlossen werden, 37% mehr als im Vorjahr. Der Stellenbestand hat sich im März um 59 auf 1662 erhöht. 212 Stellen mehr als noch im März 2007. Davon entfallen auf den Main-Tauber-Kreis 992 Stellen und auf den Neckar--Odenwald-Kreis 670.
Der Agenturleiter Stefan Beil:“ Die weiterhin anhaltende Einstellungsbereitschaft der Unternehmen muss genutzt werden. Die Agentur unterstützt dabei mit Ihrem umfangreichen Dienstleistungsangebot, intensiver Betreuung und der zielgerichteten Förderung der arbeitslosen Frauen und Männer“.
Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall –
Hohenlohekreis und Landkreis Schwäbisch Hall
Weiterer Rückgang der Arbeitslosigkeit
Arbeitslosenquote bei 3,2
Stellenangebot auf hohem Niveau
Im März ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Haller Arbeitsagentur (Landkreis Schwäbisch Hall und Hohenlohekreis) im Vergleich zum Februar weiter zurück gegangen. Im langfristigen Vergleich ist der Rückgang noch deutlicher – im März 2007 waren 2048 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Zum Stichtag im März 2008 waren 5040 Arbeitslose registriert.
Die Arbeitslosenquote, also der Anteil der Arbeitslosen an allen zivilen Erwerbspersonen, liegt bei 3,2 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 4,5 Prozent. Landesweit liegt Schwäbisch Hall hinter Ravensburg (3) auf Platz 2 und deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 4,3.
Ein Blick auf die Zu- und Abgangsdaten zeigt die große Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. 1491 Menschen haben sich neu arbeitslos gemeldet und 1856 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.
Die Arbeitskräftenachfrage ist unvermindert hoch. 4018 Stellenangebote sind zum Stichtag im März im Bestand und allein in diesem Monat haben Arbeitgeber 1120 Stellenangebote aufgegeben.
Bei der Berufsberatung der Haller Arbeitsagentur meldeten sich seit Oktober 2007, dem Beginn des statistischen Ausbildungsjahres, 2321 Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Im gleichen Zeitraum kamen von den Betrieben und Verwaltungen 2606 Angebote für Ausbildungsstellen. Elmar Zeller, Leiter der Haller Arbeitsagentur appelliert an die Betriebe: „ Nutzen Sie den Weg der betrieblichen Ausbildung, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken.“ Auf dem Ausbildungsmarkt ist jetzt jedoch erst „Halbzeit“ und eine umfassende Beurteilung wird erst im Juni möglich sein.
Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall
Im Landkreis Schwäbisch Hall wurden im März 3148 Arbeitslose gezählt. Das sind 1584 weniger als vor einem Jahr. 1037 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 1261 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Die Arbeitslosenquote liegt somit bei 3,2 Prozent.
Arbeitgeber haben 768 Stellen im März gemeldet. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 3074.
Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis
Im Landkreis Hohenlohe wurden im März 1892 Arbeitslose gezählt. Das sind 464 Menschen weniger als vor einem Jahr. 454 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 595 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Die Arbeitslosenquote liegt somit bei 3,2 Prozent, vor einem Jahr hatte sie noch 4 Prozent betragen.
Arbeitgeber haben 352 Stellenangebote im März aufgegeben. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 944.
Die Hartz IV Eckwerte
Seit Einführung des SGB II im Januar 2005 werden nicht mehr alle Arbeitslose von den Arbeitsagenturen betreut. Die Arbeitsagenturen und Landkreise haben so genannte ARGEn gegründet. Die ARGEn betreuen Arbeitslose, die Arbeitslosengeld II beziehen.
Arbeitslosengeld II ist die Geldleistung, die die Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe seit Januar 2005 ersetzt.
Bei der ARGE SoziAl im Landkreis Schwäbisch Hall waren zum Stichtag 1617 Arbeits-lose registriert. Die Arbeitsagentur betreute im Haller Landkreis 1531 Arbeitslose.
Von den 1892 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 896 von der ARGE im Hohenlohekreis betreut. Bei der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur im Hohenlohekreis waren zum Stichtag im März 996 Arbeitslose registriert.
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