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In der Region Heilbronn-Franken wurden vergangenes Jahr Waren im Gesamtwert von rund 13,8 Milliarden Euro exportiert, was einem Zuwachs von 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Die deutschen Warenexporte haben im vergangenen Jahr um 8,5 Prozent zugelegt und mit 969 Milliarden Euro knapp die Billionen-Grenze verpasst. Damit sicherte sich Deutschland zum fünften Mal in Folge den Titel des Exportweltmeisters. Auch die Exportquote der Region Heilbronn-Franken erreichte 2007 einen Höchststand von 48,8 Prozent (Vorjahr: 47,0). Dies hat das Statistische Landesamt Baden-Württemberg erklärt, welches die Zahlen und Quoten für die Landkreise und Regionen im Südwesten errechnet hat.
Betrachtet man die Exporte auf der Ebene der Landkreise, so führt Heilbronn mit 56,1 Prozent unangefochten vor Hohenlohe (42,4 Prozent), Schwäbisch Hall (41,5 Prozent), Main-Tauber (40,9 Prozent) und dem Stadtkreis Heilbronn (38,4 Prozent).
Für IHK-Hauptgeschäftsführer Heinrich Metzger sind die Zahlen ein eindeutiger Beweis für die internationale Konkurrenzfähigkeit der regionalen Wirtschaft.
Den Boom in der Exportwirtschaft bekommt die IHK Heilbronn-Franken aber auch sehr direkt zu spüren. Sie stellt Ursprungszeugnisse, Carnets und sonstige Außenwirtschaftsbescheinigungen aus, die für den Transport von Waren über die Grenze erforderlich sind. Mit rund 24000 Dokumenten ist auch hier ein neuer Jahresrekord verzeichnet worden. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ein Zuwachs von rund elf Prozent. "Damit haben sich die Fallzahlen binnen einer Dekade mehr als verdoppelt", stellt Carsten Bacher, IHK-Teamleiter Außenwirtschaft, fest. Vor ein paar Jahren noch prognostizierte man vor dem Hintergrund der anstehenden EU-Erweiterung und weltweiter Bemühungen um Handelserleichterungen einen kontinuierlichen Rückgang im IHK-Bescheinigungsdienst. "Die aktuellen Zahlen strafen nun alle Auguren Lügen", so Bacher. Ursache für die Entwicklung sind aufstrebende Handelspartner wie Russland oder die Staaten des Mittleren Ostens, die für den Warenimport entsprechende Dokumente zwingend vorschrieben. Ferner drängen immer mehr Unternehmen in den Export, da in Deutschland kaum noch Wachstum zu erzielen sei, so die IHK.
Vor diesem Hintergrund ist IHK-Hauptgeschäftsführer Heinrich Metzger zuversichtlich: "Dieses Jahr knacken wir die 50-Prozent-Marke!"
Quelle Hohenloher Tagblatt vom 18. April 2008 www.suedwest-aktiv.de

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