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19.4.08
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Nach siebenmonatiger Bauzeit hat die Wittenstein AG eine Lern- und Ausbildungswerkstätte eröffnet.
Insgesamt 1,9 Millionen Euro hat die Wittenstein AG in Igersheim-Harthausen in eine Talent-Arena investiert.*Rund 150 Auszubildende können sich in dem Zukunftsprojekt auf 2450 Quadratmetern optimal entwickeln. RegioBusiness: In der neuen Wittenstein Talent-Arena sollen sich die Wittenstein-Auszubildenden der Abteilungen Mechanik, Mechatronik und Technisches Zeichnen optimal entwickeln. Was verbessert sich für Ihren Nachwuchs?
Manfred Wittenstein: Mit dem Neubau steht unserem Nachwuchs für den gewerblich-technischen Bereich erstmals ein angemessener Ort zur Verfügung, um seine Potentiale zu entfalten, um optimal gefördert, aber auch gefordert zu werden. Während wir bisher an verschiedenen Standorten in den Montage- und Produktionshallen unsere "Lerninseln" verteilt hatten, bietet die Wittenstein Talent-Arena ein gemeinsames attraktives Dach für die unterschiedlichen Berufsausbildungen - und das für Praxis und Theorie. Denn es gibt hier neben den Werkstätten auch mehrere Unterrichts- und Schulungsräume. Die Wittenstein Talent-Arena bietet eine kreative Lernatmosphäre für Azubis und Studenten. Davon können sich unsere Besucher am "Tag der Ausbildung 2008", am Samstag, 19. April, selbst überzeugen. RegioBusiness: Die Wittenstein AG liegt mit einer Ausbildungsquote von 13 Prozent weit über dem Durchschnitt. Warum legen Sie soviel Augenmerk auf die Ausbildung junger Leute? Sie könnten doch auch fertig ausgebildete Fachkräfte anwerben?
Wittenstein: Als stark wachsendes Unternehmen im so genannten "Ländlichen Raum" war die Wittenstein AG schon immer darauf angewiesen, den eigenen Nachwuchs weitgehend selbst auszubilden. Wir konnten und können uns nicht darauf verlassen, Mitarbeiter allein über die üblichen Wege der Personalgewinnung zu finden. Langfristig viel effizienter war und ist beispielsweise der Weg, neue Berufsfelder wie den Mechatroniker oder den Vertriebsingenieur anzustoßen. Damit gewinnen wir genau die Experten, die wir brauchen. Im Übrigen lohnt sich Aus- und Weiterbildung als Investition in die Zukunft des Unternehmens gerade heute, in einer Zeit, in der landesweit über akuten Fachkräftemangel geklagt wird.
RegioBusiness: Wie hoch ist Ihre Übernahmequote der Auszubildenden?
Wittenstein: Nahezu bei 100 Prozent - alle Auszubildenden, die sich bewährt haben und es wollen, erhalten im Anschluss einen Arbeitsplatz bei der Wittenstein AG.
RegioBusiness: "Wie in einer guten Ehe", so hat Igersheims ehemaliger Bürgermeister Manfred Schaffert das Vertrauensverhältnis zwischen der Wittenstein AG und der Gemeinde Igersheim beschrieben. Wie profitiert Ihr Unternehmen von dieser Zusammenarbeit?
Wittenstein: Unternehmerisches Denken und Handeln in einer Rathausstube vorzufinden - das ist beileibe keine Selbstverständlichkeit, sondern ein echter Glücksfall. Manfred Schaffert hat sich während seiner Amtszeit immer gleichermaßen um die Stärkung der harten, als auch der weichen Standortfaktoren gekümmert. Um unternehmerisch am heimatlichen Standort erfolgreich sein zu können, bedarf es eines Entwicklers in Gestalt eines kommunalen Unternehmers. Raum zum Wachsen zu erhalten und das schnell und unbürokratisch - das garantiert uns Igersheim.
RegioBusiness: Die Gemeinde Igersheim hat kurzfristig einen 1,9 Millionen Euro teuren Gewerbepark gebaut: Sie sind alleiniger Mieter dieses Neubaus und nutzen ihn als Wittenstein Talent-Arena. Und Sie planen bereits weiter: nämlich die neue Wittenstein-Produktionsarena. Wann soll sie fertig gestellt sein und was passiert darin?
Wittenstein: Wir wachsen nicht nur weltweit weiter - in Form neuer Niederlassungen und Standorte wie beispielsweise gerade im rumänischen Sibiu/Hermannstadt, sondern auch am Firmenhauptsitz in Igersheim-Harthausen. Geplant ist, ab 2010 mit dem Neubau der Produktionsarena zu beginnen - wir brauchen Platz. Nomen est omen: Nicht zufällig haben wir - wie schon bei der Benennung der Wittenstein Talent-Arena - den Namen "Arena" aus der Welt des Wettkampfes und des Sports entliehen: Erfolgreich Produzieren gelingt nur den Besten. . . Insofern ist der Name Anspruch und Ansporn zugleich.
Quelle RegioBusiness www.suedwest-aktiv.de vom 11. April 2008
Die Fragen stellte Sabine Franz
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