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Viel Platz war nicht mehr auf dem eigenen Gelände im Ortsteil Auenstein. Da passte es gut, dass der benachbarte Busausstatter Frenzel sich ebenfalls nach einem größeren Gelände umsah und in Obersulm fündig wurde. Im September wird der Leichtmetall-Bearbeiter Fastner die beiden Hallen übernehmen – und hat somit für einige Jahre wieder ausreichend Platz.
„Wir haben vergangenes Jahr erst einmal unser Wachstum verkraften müssen“, berichtet Geschäftsführer und Firmengründer Karl-Heinz Fastner. 2006 hatte das erst 1992 gestartete Unternehmen auf einen Schlag 80 Mitarbeiter eingestellt. Im vergangenen Jahr kamen nochmals 50 hinzu. Inzwischen beschäftigt Fastner knapp 250 Mitarbeiter.
Sie haben allerdings auch reichlich zu tun, berichtet der Geschäftsführer: „Wir sind derzeit voll ausgelastet.“ Das Unternehmen bearbeitet vor allem Aluminium- und Magnesiumteile. Die Hauptabnehmer stammen aus der Automotive-Industrie – zwei Drittel des Umsatzes werden mit ihr gemacht. „Wir teilen sie aber auf“, erläutert Karl-Heinz Fastner: Da gibt es zum einen die Teile für Rohkarrossen, also vor allem Profile. Zweitens sind da Motorteile, und schließlich gibt es noch die Kunden aus der Lastwagenbranche. „So sind wir nicht von einer Sparte zu sehr abhängig.“ Die weiteren Kunden des Unternehmens kommen aus der Roboter- und Medizinindustrie, dem Maschinenbau und der Mess- und Regeltechnik.
Der Umsatz wuchs 2007 nochmals stärker als erwartet. Anfang des Jahres waren 18 Millionen angepeilt, vier Monate später wurden die Erwartungen auf 20 Millionen hochgeschraubt – erreicht wurden schließlich 21,5 Millionen nach 15 Millionen im Jahr zuvor. „Die Projektanläufe, in die wir 2006 viel investiert haben, wirkten sich da erst richtig aus“, erklärt Fastner die Zunahme.
Mehr Personal
Und es soll in diesem Jahr so weitergehen: Das Umsatzziel wurde auf 23 Millionen Euro erhöht. Bis Mitte nächsten Jahres soll der Personalstand weiter anwachsen auf bis zu 300 Beschäftigte.
Die beiden neuen Werkshallen sind bereits vollkommen verplant. Neue Maschinen sind bestellt, und Fastner will die Gelegenheit auch dazu nutzen, die Arbeitsabläufe erneut zu verbessern. Insgesamt 3400 Quadratmeter Produktionsfläche kommen immerhin hinzu. Sie sind auch bitter nötig: „Wir sind zurzeit überall an der Grenze des Machbaren angelangt.“
Verkehrsgünstige Lage
Nach wie vor ist eine Investition im Ausland für das Familienunternehmen kein Thema, sagt der Geschäftsführer. Zum einen, weil die Firma sich vor allem mit Hochqualitäts-Teilen befasst, die eher eine Nähe zum Hersteller erfordern als kostengünstige Produktionsstandorte. Zum anderen, weil Ilsfeld verkehrsgünstig inmitten der wichtigsten Kunden liege. Und schließlich sei darüber hinaus von Vorteil, dass die Firma auf diese Weise sehr flexibel sei. Für die nächsten Jahre rechnet Fastner eher noch mit einer Zunahme des Geschäfts.
Quelle Heilbronner Stimme vom 29. April 2008 von Heike Fritze www.stimme.de
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