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Konjunktur trotz Euro und Ölpreis robust

     
 
 

6.5.08

 

Die Wirtschaft in der Region läuft weiter auf Hochtouren. Das ist das Ergebnis der jüngsten Konjunkturumfrage der IHK Heilbronn-Franken. Nach wie vor bezeichnen demnach quer durch alle Branchen nur 7,6 Prozent der Unternehmen ihre Lage als schlecht. Deutlich zurückhaltender schätzen die Betriebe ihre Zukunftsaussichten ein: Nur noch jeder vierte Betrieb rechnet mit einer weiteren Verbesserung der Lage. Vor Jahresfrist hatte dieser Wert noch bei über 40 Prozent gelegen. Nichtsdestotrotz geben 28 Prozent der Firmen an, dass sie in den kommenden Monaten ihr Personal weiter aufstocken werden.

Entsprechend zufrieden ist IHK-Hauptgeschäftsführer Heinrich Metzger: „Trotz Finanzkrise, Ölpreis und Eurokurs ist die Konjunktur in der Region robust“, sagte er. Seine Zuversicht auch für die nächsten Monate ist ungebrochen: „Wir haben allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken.“

Gleichwohl spricht er von einem „differenzierten Bild“, das sich bei einem genaueren Blick ins Zahlenwerk bietet. So ist die Lageeinschätzung der regionalen Industrie in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorquartal deutlich verhaltener geworden. Der Saldo zwischen Positiven und negativen Einschätzungen, der den IHK-Kurven zugrunde liegt, steht mit 41,4 um 12,5 Punkte unter dem Dezemberwert. „Wir sind aber immer noch auf einem sehr hohen Niveau.“ Auffallend ist dabei insbesondere, dass die Zahl der Auftragseingänge aus dem Ausland stark zurückgegangen ist – wo doch der Export in den vergangenen Jahren der Motor für die wirtschaftliche Entwicklung in der Region gewesen ist.

Immer noch deutlich im positiven Bereich, aber eben langsamer werde auch der Abbau der Arbeitslosigkeit in der Region vonstatten gehen. „Der Rückgang wird nicht mehr so stark sein“, glaubt Metzger – was er allerdings auch mit der Tatsache erklärt, dass die Firmen zunehmend Schwierigkeiten haben, qualifiziertes Personal zu finden.

Der durchwachsenen Situation in der Industrie steht aber unter anderem ein „sehr gutes Konsumklima“ entgegen, was sich in der Bewertung der Einzelhändler auswirkt, deren Lagebeurteilung von neutral auf plus 14,6 nach oben geschnellt ist. Metzger: „Da wirken sich die Lohnerhöhungen und die insgesamt gestiegene Beschäftigung aus.“ Die Bauwirtschaft erreichte im ersten Quartal sogar ein Allzeithoch, die Lage bei den Dienstleistern hat sich ebenfalls aufgehellt. Ihre Zukunftsaussichten schätzen die Dienstleister allerdings deutlich verhaltener ein als noch vor einem Vierteljahr.

Quelle Heilbronner Stimme vom 2. Mai 2008 von Manfred Stockburger www.stimme.de

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