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Schnäppchendorf vergrößert

     
 
 

16.6.08

 

Wertheim Village, das Dorf der Schnäppchen hat seine Verkaufsfläche um ein Drittel erweitert. 40 Euro gibt jeder Besucher im Wertheim Village durchschnittlich aus. Die Schnäppchenjäger stammen aus ganz Deutschland.

Grund zur Freude haben Fans des Outlet-Shoppings: Wertheim Village wurde jüngst um 3700 Quadratmeter auf rund 1,4 Hektar Verkaufsfläche erweitert. Das bedeutet: Noch mehr Marken sind mit eigenen Shops vertreten, manch eingesessener Anbieter hat erweitert, andere eröffnen in Kürze. Ganz aktuell: Apriori ist seit 5. Juni an Bord.
 
Durch den Anbau sind 27 Gebäudeeinheiten zu den bisherigen 115 hinzugekommen. Eine neue Tiefgarage vergrößert das Parkangebot um 400 Plätze. Insgesamt haben sich in dem Factory Outlet Center bis zum heutigen Tag etwa 100 Shops etabliert. Der größte gehört Sportartikel-Anbieter Nike. Er nutzt gleich drei Gebäudeeinheiten.

Die Erfolgsgeschichte begann im Jahr 2003, mit der Eröffnung durch die Betreiberfirma Value Retail. "Kritische Stimmen sprachen damals von einem Pleiteprojekt", erinnert sich Wertheims Wirtschaftsförderer Jürgen Strahlheim. Sie wurden eines Besseren belehrt. Die Besucherzahl hat sich im Vorjahr auf 1,5 Millionen gesteigert. Für 2008 hofft John Quinn, Direktor von Value Retail Deutschland, sogar auf 2,4 Millionen. Jeder Kunde gebe durchschnittlich 40,66 Euro im Wertheim Village aus. Die Schnäppchenjäger stammen, laut Value Retail, aus ganz Deutschland, zehn Prozent sogar aus dem Ausland. Zirka drei Viertel haben jedoch eine Anfahrtszeit von unter zwei Stunden. "Viele Urlauber und Geschäftsreisende unterbrechen ihre Fahrt auf der A3, um im Wertheim Village zu shoppen", weiß Wirtschaftsförderer Strahlheim. Stadt und Fremdenverkehrsgesellschaft würden von dem Factory Outlet Center profitieren. "Die Übernachtungszahlen und durchschnittliche Aufenthaltsdauer sind deutlich gestiegen, das liegt zwar nicht allein am Wertheim Village, aber zum Teil."
 
Angeboten werden überwiegend Outlet-Textilien, also Kleidung zweiter Wahl, Rückläufe, Musterkollektionen, Restposten oder Testprodukte. 660 Personen sind im Village beschäftigt. Tendenz: steigend.

Quelle RegioBusiness vom 6. Juni 2008 von Sabine Franz www.suedwest-aktiv.de

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