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Glücksfall für die Stadt Boxberg
     
 
 

9.7.08

 

Vor 10 Jahren wurde das Bosch-Prüfzentrum in Boxberg eingeweiht. Seither werden hier die neuen Technologien für die Fahrzeugsicherheit getestet.

Es war am 15. Juni 1998, als in Anwesenheit von Ministerpräsident Erwin Teufel das Boxberger Prüfzentrum eingeweiht und in Betrieb genommen wurde. Ein bedeutender Tag für Bosch und seinen Geschäftsbereich Chassis Systems Control aber auch für die Region und den Standort Boxberg. Welche Bedeutung das Prüfzentrum im zurückliegenden Jahrzehnt erreicht hat und welche Zukunftschancen sich für den Standort Boxberg bieten wurde bei der Feierstunde anlässlich de Feier zum zehnjährigen Bestehen am Freitag auf dem Boxberger Prüfgelände deutlich.

Dr. Rudi Ott, Leiter der Abteilung Test Center Management und Geschäftsführer der Prüfzentrum Boxberg GmbH, konnte zu dieser Feier zahlreiche Gäste begrüßen. Besonderen Dank sagte er den Behörden für die stets gute Zusammenarbeit.

Als die vier bedeutenden Gründe für diesen Erfolg nannte er die günstige geographische Lage, die hohe Qualität der Konzeption, Profitcenter als Betreibermodell und beispielhaft motivierte Mitarbeiter. Alle Mitarbeiter die 1998 beim Bosch Prüfzentrum Boxberg begonnen haben sind auch heute noch dabei.

"Zehn Jahre Prüfzentrum Boxberg - wie schnell vergeht die Zeit," mit diesen einleitenden Worten überbrachte Bürgermeister Christian Krämer die Grüße und Glückwünsche der Stadt Boxberg, des Gemeinderates, des Ortschaftsrates Windischbuch, von seinem Amtsvorgänger Bürgermeister Horst Hollenbach sowie der gesamten Boxberger Bevölkerung zu diesem Jubiläum. Er machte deutlich welche große Bedeutung die Entscheidung von Bosch in Boxberg ein Prüfzentrum zu bauen für die wirtschaftliche Entwicklung und Schaffung von Arbeitsplätzen in der Stadt Boxberg hatte. In Folge des Scheiterns des Daimler-Benz Projektes in den 80er Jahren gab es nur sehr zögerlich Firmenansiedlungen im Gewerbegebiet Windischbuch.

Dies hat sich in den zurückliegenden zehn Jahren deutlich gewandelt, denn zwischenzeitlich sind im Gewerbegebiet nahezu 700 Arbeitsplätze entstanden. Eine stolze Entwicklung zu der mit Sicherheit auch der Name Bosch und sein weltweit bekanntes Prüfzentrum in Boxberg beigetragen haben.

Beispielhaft, so Bürgermeister Kremer, sei die stets offene und zuverlässige Informations- und Zusammenarbeit in allen Phasen der Planungs- und Realisierungszeit gewesen. Für die Zukunft wünschte er eine Fortführung der Erfolgsstory Boxberg, weiterhin gute Zusammenarbeit sowie die Schaffung weiterer Arbeitsplätze am Standort Boxberg. Zur Erinnerung an diesen Tag überreichte er an Geschäftsführer Dr. Rudi Ott einen Merian-Stich von Boxberg.

Nach einem Video über die Entstehungsgeschichte, die Notwendigkeit und Nutzungsmöglichkeiten des Boxberger Prüfzentrums war es Frank-Ulrich Breitsprecher, bis 1993 Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Robert Bosch GmbH und ein Mann der ersten Stunde beim Vorhaben Prüfzentrum, der als Moderator in einer Talkrunde die Hintergründe über die Entstehungsgeschichte beleuchtete. Seine kompetenten Gesprächspartner waren Dr. Norbert Rittmannsberger, bis zu seinem Ruhestand Entwicklungsleiter des Geschäftsbereiches K 1 (Bremsen, ABS), Thomas Spiegel, Leiter der Abteilung Immobilien- und Flächenmanagement, Jürgen Zechmann Fachreferent für Teststreckenmanagement sowie Bürgermeister Christian Kremer.

"Was kommt nach ESP? Chancen für den Standort Boxberg" unter dieses Thema stellte Herbert Henning, Mitglied des Bereichsvorstands Geschäftsbereich Chassis Systems Control seinen Festvortrag. Globale Trends wie gesetzliche Vorgaben, Technologie, Produktionsstandort Deutschland Bevölkerungsentwicklung und Verbraucherverhalten mit hohen Anforderungen an die Sicherheit werden die weiteren Entwicklungen beeinflussen. Welch positives Signal ESP in Sachen Fahrsicherheit bietet zeigt sich an der Unfallstatistik. So konnte die Zahl der Todesfälle seit 1970 um 70 Prozent reduziert werden obwohl der Fahrzeugbestand um mehr als 300 Prozent zugenommen hat. Eine generelle Ausstattung mit ESP (in der EU 2012-2014 geplant) würde diese Zahlen sicher weiter deutlich senken.

Ziele für künftige Entwicklungen sieht er im Bereich der Motorradsicherheit, bei Fahrzeugführungssystemen, unfallfreies Fahren sowie der aktiven und passiven Fahrzeugsicherheit. Ein Komplettangebot in Sachen Sicherheit von Bosch-Chassis Systems Control ist hier das Ziel. Dies alles erfordert in der Zukunft weitere Testmöglichkeiten auch am Standort Boxberg.

Eine besondere Überraschung hatte Herbert Hemming für Bürgermeister Christian Kremer parat. Als Dankeschön für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung überreichte er ihm einen Scheck über 5000 Euro zur Erweiterung des Medienangebotes in der Boxberger Mediothek.

Was wäre eine Jubiläumsfeier auf dem Prüfgelände ohne selbst zu erleben und auch zu erproben welche Testmöglichkeiten sich bieten. Frank Brodbeck und Danny Pfeil, beide erfahrene Testpiloten, erläuterten hierzu die verschiedenen Prüf- und Testmöglichkeiten auf dem Prüfgelände Boxberg.

Etwas Magenkribbeln hatte man schon als man dann als Copilot mit ihnen in einem Ferrari 360 Modena mit Spitzentempo 250 über das Hochgeschwindigkeitsoval brauste.

Die Gelegenheit sich als Testfahrer zu erproben und dabei etwas von der Rennatmosphäre schnuppern bot sich bei der Car-Rally auf der Fahrdynamikfläche.

Welche hohen Sicherheiten ABS und ESP bei unterschiedlichen Fahrbahnzuständen bieten konnte man mit den bereitstehenden Testfahrzeugen ebenfalls ausprobieren.

Quelle Fränkische Nachrichten von Heinz Weber vom 7. Juli 2008 www.fnweb.de

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Bosch Prüfzentrum Boxberg

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