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Erhöhte Schlagzahl für Container-Terminal
     
 
 

9.7.08

 

7,7 Millionen Euro vom Bund tragen dazu bei, dass Heilbronner Gemeinderat und die HVG jetzt richtig Dampf machen.

Über Jahre hinweg blieb der viel beschworene Heilbronner Container-Terminal in den Mühlen der Bundesbehörden hängen. Er drohte ein Opfer der straßenlastigen Verkehrspolitik oder der Finanznot zu werden.

Ginge es nach der Kommunalpolitik und nach dem Projektmotor, der Heilbronner Versorgungs-GmbH (HVG), wäre die Verladestelle längst Wirklichkeit. Dies wurde bei der jüngsten Gemeinderatssitzung deutlich, in der die Räte in einem Zug den notwendigen Flächennutzungsplan und den neuen Bebauungsplan für den Nordzipfel des Areals Wohlgelegen auf den Weg brachten. Hintergrund für die erhöhte Schlagzahl ist die im April eingegangene Zusage des Bundes, der das Zwölf-Millionen-Projekt mit 7,7 Millionen Euro (netto) mitträgt.

HVG-Direktor Ataman Turanli hatte in weiser Voraussicht bereits im September 2007 ein Büro mit der Planung beauftragt. Falls alles glatt läuft, könnte mit dem Bau Mitte 2009 begonnen werden, die Fertigstellung des ersten Abschnitts – er umfasst 22 600 Quadratmeter – ist für Anfang 2010 vorgesehen. Eine Erweiterung auf die doppelte Kapazität ist möglich.

Mit einem Jahresumschlag von gut vier Millionen Tonnen steht Heilbronn auf Rang sieben der Binnenhafen-Bundesliga. Durch den Terminal werde seine Bedeutung gestärkt, betonten Eugen Gall (CDU) und Herbert Tabler. Der SPD-Mann mahnte auch, den im Vorfeld der Bundesgartenschau geplanten Ausbau der Geh- und Radwege „optimal zu gestalten“.

Bisher gibt es am Neckar drei Terminals mit Verlademöglichkeiten für Wasser-, Straßen- und Bahnverkehr: in Mannheim, Stuttgart und Plochingen. In Kornwestheim kann man nur von der Straße auf die Bahn verladen. Mit Bedauern nahmen die Räte zur Kenntnis, dass der Umschlag zwischen Bahn und Schiff laut Baubürgermeister Wilfried Hajek „aus Konkurrenzgründen kaum praktiziert“ werde. Entkräften konnte Hajek die Sorge, dass die Lagerflächen über Gebühr für Gefahrgüter genutzt werden. Alles werde sich im gesetzlichen Rahmen bewegen.

Derweil wächst der Container-Verkehr auf Wasserstraßen seit Jahren zweistellig. Laut HVG liegt das Container-Aufkommen in der Region Heilbronn bald bei jährlich 50 000. Etliche Firmen hätten zugesagt, den Umschlagplatz zu nutzen. So sprach Karl-Heinz Losch (FDP) von einem „stimmigen Konzept“, während Alexander Schonath (Rep) eine „Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit“ konstatierte. Wolf Theilacker (Grüne) betonte, dass es im Hafenareal viele untergenutzte Flächen gebe, über die der Standort weiter gestärkt werden könnte.

Quelle Heilbronner Stimme vom 8. Juli 2008 von Kilian Krauth  www.stimme.de

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