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Würth bleibt zuversichtlich
     
 
 

15.7.08

 

Alle Welt sieht dunkle Wolken am Konjunkturhimmel aufziehen – der Künzelsauer Würth-Konzern möchte beim Wachstum im zweiten Halbjahr im Vergleich zu den ersten sechs Monaten dagegen zulegen. Von Januar bis Juni hatten die Hohenloher ihren Umsatz um 6,6 Prozent auf 4,56 Milliarden Euro gesteigert. Zum Jahresende soll der Konzernumsatz bei 9,2 Milliarden Euro liegen, was einem kumulierten Plus von 8,4 Prozent entspräche.

Von einer schwächeren Vorjahresbasis aus gerechnet bedeutet das für das traditionell immer stärkere zweite Halbjahr wieder ein zweistelliges Wachstum – vorausgesetzt, die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtern sich nicht weiter, wie Konzernchef Robert Friedmann betont.

Starkes Inland

Jedenfalls annähernd ist das dem Unternehmen im bisherigen Jahresverlauf nur im Inland geglückt: Die deutschen Unternehmen der Würth-Gruppe vermelden zum Halbjahr ein Plus von 9,9 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro. Das Künzelsauer Stammhaus Adolf Würth KG habe entscheidend zum „hervorragenden Ergebnis“ der deutschen Gruppe beigetragen.

Mit ein Grund für das für Würth-Verhältnisse zaghafte Auslandswachstum im ersten Halbjahr waren Kurseffekte: In Landeswährung gerechnet lag das Umsatzplus im Konzern nämlich auch im ersten Halbjahr bei 8,4 Prozent. Neben der Dollarschwäche sei der Auslandskonzern einerseits durch die „eingetrübte konjunkturelle Lage“ in den USA, aber auch durch die „massiv angestiegenen Rohstoffpreise“ gebremst worden.

Stabiler Gewinn

Das Betriebsergebnis der Gruppe lag mit 316 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 321 Millionen Euro. Mit dem jüngst abgeschlossenen Steuerverfahren und den Zahlungen, die das Unternehmen in diesem Zusammenhang leisten musste, lässt sich dieser Rückgang nicht erklären. „Das Steuerverfahren hat keine Auswirkungen auf die Bilanz, weil es schon in den vergangenen Jahren verarbeitet wurde“, betont Friedmann. Auch auf den Umsatz habe die teils sehr negative Berichterstattung offenbar keinen Einfluss gehabt. „Im Juni erreichten wir einen neuen Umsatzrekord.“

Zu den Aktivposten in den ersten sechs Monaten zählte die Würth-Elektronik-Gruppe, die mit einem Umsatz von 220 Millionen Euro gut zweistellig gewachsen ist. Überdurchschnittlich sei auch das Geschäft des Stuttgarter Werkzeughändlers Hahn & Kolb gelaufen, ebenso die Industriesparte, die ein Umsatzplus von 18 Prozent verzeichnete. Alle drei Bereiche sind für Friedmann wichtige Frühindikatoren in Sachen Konjunktur.

Breit aufgestellt

Wenn der Konzernchef zuversichtlich ins zweite Halbjahr blickt, dann liegt das auch an der breiten Aufstellung der Gruppe: „Wir können jene Bereiche oder Länder, die aktuell weniger stark wachsen, mit der positiven Entwicklung in anderen Märkten ausgleichen.“ Die Zahl der Mitarbeiter ist zum 30. Juni um 7,6 Prozent auf 65 158 gestiegen.

Quelle Heilbronner Stimme vom 15. Juli 2008 von Manfred Stockburger www.stimme.de

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www.wuerth.com  

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