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Der Automationsspezialist wächst weiter in Asien und will jetzt Weltmarktführer werden.
„Das ist wie beim Schachspiel: Wir ziehen unsere Läufer raus“, sagt Geschäftsführer Jochen Lütkemeyer selbstbewusst. Die Internationalisierung des Geschäfts ist zurzeit die große Herausforderung für die Läpple-Tochter Fibro.
„In Europa sind wir Marktführer“, erklärt Lütkemeyer. Jetzt müssen wir intelligent vorangehen, dass wir auch Weltmarktführer werden.“ Lütkemeyer zitiert ein paar Zahlen, um seine Aussage zu verdeutlichen: 90 Prozent der gut 900 Fibro-Beschäftigten arbeiten in Deutschland, größter Auslandsposten ist die Niederlassung in den USA mit 42 Beschäftigten. In Asien haben die Unterländer gerade mal vier Leute auf der Gehaltsliste – jedenfalls direkt.
Zu wenig Konstrukteure
Der Fachkräftemangel ließ Lütkemeyer nämlich eine außergewöhnliche Konstruktion finden: Er hat zwei Inder eingestellt, die in Weinsberg arbeiten – quasi als Speerspitze. „In ihrer Heimat haben die jeweils 150 Leute an der Hand, die einfache Produkte konstruieren.“ Der Grund für dieses ungewöhnliche Vorgehen: Kapazitätsprobleme. „Wir haben im ersten Halbjahr 30 Leute eingestellt, aber noch immer 20 offene Stellen für Konstrukteure und Techniker.
Mit der Gründung einer eigenen Gesellschaft in Indien in diesem Frühjahr schafft sich die Läpple-Tochter einen Brückenkopf für Asien. Von dort aus sollen auch die Wachstumsmärkte in China, Korea und Japan bedient werden.
Ausgebucht
Die angestrebte Internationalisierung des Geschäfts soll die Triebfeder sein für das in den nächsten fünf Jahren geplante Wachstum. Um fast ein Drittel soll das Geschäftsvolumen bis 2012 auf 212 Millionen Euro ausgedehnt werden. Bis ins Jahr 2010 hinein sind die Aufträge jedenfalls im Automatisierungsbereich schon gebucht. „Da haben wir kaum noch Platz für neue Anfragen“, sagt der Geschäftsführer. Und wie sieht das Ergebnis aus? „Wir werden von unserer Mutter geliebt“, umschreibt Geschäftsführer Jürgen Gurt das Zahlenwerk. Die Probleme von Läpple sind für Fibro weit weg. Vertriebsmann Lütkemeyer wählt einen Vergleich aus dem Sport, um die Rolle zu beschreiben: „Wir gehören zum selben Verein. Aber wir sind die Handballer und die sind die Fußballabteilung.“
Die FIBRO-Gruppe auf einen Blick:
1958 wurde die Fischer-Brodbeck GmbH (FIBRO) in Weinsberg gegründet und ist seit 1974 Teil der Läpple-Gruppe. Im Werk Haßmersheim werden seit 1974 außerdem Module für den Bereich der Automation gefertigt. Läpple, bereits 1919 und ebenfalls in Weinsberg entstanden, beschäftigt heute 4000 Mitarbeiter, davon sind allein bei der FIBRO-Gruppe über 900. Sie engagieren sich weltweit in den Geschäftsbereichen Normalien, Rundtische und Automation.
- deutschlandweit über 900 Beschäftigte
- eigene Niederlassungen in Frankreich, der Schweiz, den USA, Kanada, Indien und in Singapur
- über 100 Vertretungen und 'Servicestützpunkte weltweit
- zertifiziert nach DIN ISO 9001:2000
- Qualitätsmanagement nach VDA 6.4, Teil 4
Quelle Heilbronner Stimme vom 16. Juli 2008 von Manfred Stockburger www.stimme.de
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