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Bosch investiert in die Erweiterung des Entwicklungszentrums in Abstatt im Landkreis Heilbronn 64 Millionen Euro und schafft 800 neue Arbeitsplätze.
Viele Hände drücken auf den roten Knopf. Erst schießen rot-weiße Papierschlangen in den Himmel, dann recken sich rote Säulen mit winkenden Händen und den Buchstaben B, E, und G in die Höhe. BEG steht für Bosch Engineering GmbH. Symbolträchtig begeht die Weltfirma am Samstag den Spatenstich für den Bau am Standort Abstatt. „Wir werden über 800 neue Arbeitsplätze schaffen“, sagt BEG-Geschäftsführer Bernhard Bihr.
Bosch investiert in die Erweiterung des Entwicklungszentrums 64 Millionen Euro. Der Bau wird 180 Meter lang: ein Stockwerk für die Werkstatt, drei für Büros. „Anfang 2010 wollen wir in schöne neue Büros einziehen“, ruft Bihr den Mitarbeitern vom Podest beim Bauauftakt zu.
Ohne Prominenz
Keine politische Prominenz, keine Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft. „Wir haben den Spatenstich bewusst in das Mitarbeiterfest eingebunden“, erklärt Bihr. BEG-Leute, ihre Familien und ihre Kinder feiern locker unter dem Motto Karibik. Marketing-Mitarbeiter Uli Zima ruft sie aus der Wanne, die am Kranausleger baumelt, zum Baufeld. Martin Frohnmaier, Projektleiter Motorsport bei der BEG, schwenkt in luftiger Höhe die Motorsportflagge. 80 Mitarbeiter aus dieser Sparte werden Anfang 2010 von Markgröningen nach Abstatt umziehen. Frohnmaier freut sich: „Abstatt ist echt der schönste Bosch-Standort.“
Dimensionen
Weiße Kalklinien auf dem Boden und rote Säulen als Eckpunkte verdeutlichen die Dimensionen vom Bau 302. Einige Kinder von Mitarbeitern, Bernhard Bihr und Bürgermeister Rüdiger Braun geben unter dem Beifall der Mitarbeiter den offiziellen Baustart mit dem Knopfdruck. Auf der gegenüberliegenden Seite liegt das provisorische Containerdorf mit Büros für 350 Leute.
Derzeit arbeiten rund 2700 Mitarbeiter im Abstatter Forschungs- und Entwicklungszentrum, betont Martin Windhab, Chef der Bosch-Standortverwaltung. Vor allem die BEG boomt. Der frühere Geschäftsführer Claus Ruppmann begann 1999 mit 13 Mitarbeitern. Jetzt sind es laut Bihr 1080 im Inland, 130 im Ausland. „Der Markt wächst“, freut sich Bihr.
Die Firmentochter bietet externe Ingenieurleistungen an und passt Bosch-Systeme für Spezialprojekte an – wie die Umkippsicherung für das Spyder-Dreirad oder die sporttypische Motorsteuerung für den Audi R 8. Für Abstatts Bürgermeister Rüdiger Braun geht die Erfolgsgeschichte weiter: „Ich freue mich über die Entwicklung. Sie wird der gesamten Region gut tun.“
Quelle Heilbronner Stimme vom 21. Juli 2008 von Joachim Kinzinger www.stimme.de
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