|
Fast 3800 Haushalte haben das Planungs- und Baurechtsamt jetzt unterstützt, um einen neuen Mietspiegel für die Stadt Heilbronn zu erstellen.
Der Mietspiegel dient Mietern und Vermietern, die sich über die ortsübliche Kaltmiete in Heilbronn und den Stadtteilen informieren wollen, als Orientierungshilfe. Außerdem erfüllt er die gesetzlichen Anforderungen an einen so genannten qualifizierten Mietspiegel, der auch bei Gericht anerkannt wird. Dazu war auch der gestrige Beschluss des Gemeinderats erforderlich.
Der Mietspiegel unterscheidet die vier Baualtersklassen vor 1960, 1960 bis 1977, 1978 bis 1994 und ab 1995 sowie die fünf Wohnungsgrößen bis 45 Quadratmeter, 46 bis 60 Quadratmeter, 61 bis 75 Quadratmeter, 76 bis 90 Quadratmeter und über 90 Quadratmeter. So liegt die durchschnittliche Kaltmiete für eine 61 bis 75 Quadratmeter große Wohnung, die zwischen 1978 und 1994 gebaut wurde, zurzeit bei 6,25 Euro. Für eine Wohnung über 90 Quadratmeter aus dem Baujahr 1995 oder jünger werden im Schnitt etwa 6,59 Euro Miete bezahlt.
Wie der neue Mietspiegel zeigt, haben sich die Mieten seit dem Jahr 2003 in Heilbronn um durchschnittlich 1,1 Prozent pro Jahr verteuert, wobei die Mieten für Altbauwohnungen stärker gestiegen sind als für neuere Wohnungen. Hintergrund ist, dass viele Altbauwohnungen vor allem in energetischer Hinsicht modernisiert wurden und die Investitionskosten teilweise auf die Mieten umgelegt wurden.
Grundlage für die Erstellung des Mietspiegels war eine schriftliche Umfrage unter 8000 Mieterhaushalten, aus der sich verwertbare Angaben für etwa 1200 Wohnungen ergaben. Der letzte Mietspiegel war bereits zweimal auf der Datengrundlage aus dem Jahr 1995 fortgeschrieben worden und mittlerweile nicht mehr repräsentativ.
Der neue Mietspiegel wird mit umfangreichen Erläuterungen ergänzt und mit diesen zu einer Broschüre zusammengefasst, die voraussichtlich ab Ende August gegen eine Schutzgebühr von 6,50 Euro beim Planungs- und Baurechtsamt erhältlich sein wird.
Weitere Informationen finden Sie hier
|