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Knapp zehn Millionen Euro investiert Würth Elektronik in einen Neubau am Heimatstandort Niedernhall. In der Planung war der Neubau schon seit über einem Jahr, schon vor fast eineinhalb Jahren hatte der Niedernhaller Gemeinderat grünes Licht für die Millioneninvestition gegeben.
Die Planer sind aber nochmals ans Reißbrett gegangen, um das neue Gebäude zu optimieren. „Das Jahr hat sich gelohnt“, sagt Daniel Klein, der das Projekt als Betriebsleiter des Niedernhaller Leiterplattenstandorts verantwortet. Im Juni haben die Bauarbeiten begonnen, im ersten Quartal 2009 soll der Neubau fertig sein.
Qualität
Insgesamt 4200 Quadratmeter zusätzliche Produktionsfläche entsteht auf dem Areal, das früher einmal Lagerplatz der Firma Stumpp war. Dabei geht es weniger darum, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen, als die Produktionsabläufe zu verbessern, um damit effizienter arbeiten und eine bessere Qualität liefern zu können, erklärt Klein. Auf diese Weise soll sich die Investition bezahlt machen. Derzeit sind die Bereiche, die künftig unter einem Dach vereint sein werden, auf verschiedene Gebäude im Umfeld des Würth-Elektronik-Stammsitzes verteilt. Etwa 80 der knapp 300 Beschäftigten in der Leiterplattenfertigung werden künftig in dem neuen Gebäude arbeiten.
Mit verschiedenen Tricks haben die Planer versucht, den Neubau so zu gestalten, dass die benachbarte Wohnbebauung so wenig wie möglich gestört wird: So gibt es zur Straße Egelgraben hin keine Fenster in dem Produktionsgebäude, um die Lärmbelästigung zu verringern. Auch bei der Technik habe das Unternehmen auf Schallschutz geachtet, betont Geschäftsführer Jörg Murawski. Außerdem wird das Unternehmen die Zufahrt zur Fabrik so verlegen, dass die Anwohner durch den Verkehr weniger gestört werden. Außerdem werde, so Daniel Klein, das 18 Meter hohe Gebäude jedenfalls im Sommer hinter den Bäumen entlang der Grundstücksgrenze verschwinden.
Die Fassade soll zudem so gestaltet und gegliedert werden, dass die Halle nicht zu erdrückend groß daherkommt. Auch in Sachen Umwelt wird das Bauwerk auf den neuesten Stand gebracht. Mit Wärmerückgewinnung und ähnlichen Technologien solle die Energiekosten verringert werden. Bei Bedarf kann die Halle in Zukunft nochmals erweitert werden – die Vorbereitungen dafür sind bereits getroffen.
Die Umbauarbeiten am ehemaligen Verwaltungsgebäude der Baufirma Stumpp sind bereits abgeschlossen. Die komplett sanierten Räume hat die Verwaltung der Würth-Elektronik-Gruppe bezogen.
Würth Elektronik
Die Leiterplattensparte (CBT) mit Hauptsitz in Niedernhall ist der Kernbereich von Würth Elektronik. Im vergangenen Jahr hat die CBT-Sparte einen Umsatz von 148 Millionen Euro erwirtschaftet, das sind etwa 40 Prozent des Gesamtumsatzes der Würth-Elektronik-Gruppe. Im Kochertal arbeiten für das Unternehmen insgesamt 470 Mitarbeiter, davon etwa 300 in der Produktion. Das Fokusprodukt des Standortes sind sogenannte Starr-Flex-Leiterplatten. Weitere CBT-Standorte gibt es in Rot am See (130 Mitarbeiter), Schopfheim (300), Pforzheim (190) und in Indien, wo 70 Mitarbeiter Produktionsdaten aufbereiten. Einschließlich der anderen Bereiche Eisos (Waldenburg, passive Bauelemente) und ICS (Öhringen und Pfedelbach sowie Würth Solar in Schwäbisch Hall beschäftigt die Würth-Elektronik-Gruppe 7500 Mitarbeiter, über 4000 davon in China.
Quelle Heilbronner Stimme vom 26. Juli 2008 von Manfred Stockburger www.stimme.de
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