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Große Nachfrage nach Fachkräften

     
 
 

31.7.08

 

Die Arbeitslosenzahlen sind auch im Juli im Stadt- und Landkreis Heilbronn weiter gesunken. Die Quote fiel um 0,1 Prozentpunkt auf 4,1 Prozent. Besonders hoch fiel hier der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den Jüngeren unter 20 Jahren aus. Im Jahresvergleich sank er um fast ein Drittel. Dagegen ist die Zahl der Arbeitslosen im Bereich der Agentur für Arbeit in Tauberbischofsheim leicht auf jetzt 3,9 Prozent gestiegen. Grund dafür sind nach Agenturangaben die Schul- bzw. Berufsschulabgänger, die noch keinen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz haben. Auch in den Landkreisen Schwäbisch Hall und Hohenlohe ist die Quote geringfügig auf 3,1 beziehungsweise 3,0 Prozent gestiegen. Bei allen drei Agenturen besteht weiterhin eine große Nachfrage nach Fachkräften.

Agentur für Arbeit Heilbronn –
Stadt- und Landkreis Heilbronn

Weiterer Rückgang der Arbeitslosigkeit

Quote jetzt bei 4,1 Prozent


„Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im Stadt- und Landkreis Heilbronn ist auch im Juli ungebrochen“, kommentiert Martin Diepgen, Vorsitzender Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Heilbronn das Geschehen in seinem Bezirk.

Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen ging die Arbeitslosenquote von 4,2 auf 4,1 Prozent zurück.

„Die Agentur hat im Juli einen sehr guten Job gemacht. Es ist ihr gelungen, wie im Juni auch mehr Menschen in Arbeit zu bringen und sogar ihren Stellenbestand auf 4.771 zu erhöhen“, so Diepgen. Betriebe und Verwaltungen haben im Juli 1.361 neue Arbeitsplätze angeboten.

Ende des Monats waren in der Agentur für Arbeit Heilbronn 9.771 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, 2.515 weniger als vor einem Jahr.

Alle Personengruppen konnten von der sich positiv entwickelnden Arbeitsmarktlage profitieren. Im Jahresvergleich besonders hoch fällt der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den Jüngeren unter 20 (minus 32,1 Prozent), bei den Frauen (minus 19,8 Prozent), bei den ausländischen Mitbürgern (minus 19,3 Prozent) und bei den von Langzeitarbeitslosigkeit Betroffenen (-19,1 Prozent) aus. „Vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftebedarfs werden Ausbildung und Weiterbildung immer wichtiger. Es kommt darauf an, die Potentiale der Jüngeren und auch die der Älteren voll und ganz aus zu schöpfen“, appelliert Martin Diepgen und empfiehlt den Firmen den Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur Heilbronn einzuschalten und sich über entsprechende Fördermöglichkeiten zu informieren und beraten zu lassen.

Arbeitsmarktbericht im Bezirk der
Agentur für Arbeit Heilbronn .pdf

Agentur für Arbeit Tauberbischofsheim –
Main-Tauber-Kreis

Saisonal leichter Anstieg im Juli

Quote der Agentur Tauberbischofsheim jetzt bei 3,9 Prozent

Wie in den Sommermonaten üblich, hat sich die Zahl der Arbeitslosen im Juli leicht erhöht. „ Diese Entwicklung beobachten wir jährlich. Mit dem Abschluss schulischer und betrieblicher Ausbildungen strömen in den Sommermonaten verstärkt junge Arbeitskräfte auf den Arbeitsmarkt. Dies führt zu einem kurzfristigen Anstieg der Arbeitslosigkeit“, kommentiert Stefan Beil, Leiter der Agentur für Arbeit Tauberbischofsheim, den saisonalen Einfluss auf den Arbeitsmarkt.

Der Agenturleiter nennt die aktuellen Zahlen:

Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, liegt bei 3,9 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 4,6 Prozent gelegen. Damit liegt Tauberbischofsheim noch unter der durchschnittlichen Quote von 4,0 Prozent in Baden-Württemberg.

Die Zahl der Arbeitslosen im gesamten Bezirk ist insgesamt im Juli 2008 um 137 auf 5.758 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind dies 1.055 Arbeitslose weniger.

In den beiden Landkreisen haben sich die saisonalen Einflüsse ähnlich ausgewirkt. Im Main-Tauber-Kreis stieg die Quote um 0,2 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent, d.h., 2.743 Menschen sind insgesamt in der Hauptagentur Tauberbischofsheim und den Geschäftstellen Bad Mergentheim und Wertheim arbeitslos. Die Quote lag im Juli 2007 noch bei 4,6 Prozent.

Im Neckar-Odenwald-Kreis stieg die Quote in den Geschäftstellenbezirken Mosbach und Buchen um 0,1 Prozentpunkte auf jetzt 4,0 Prozent(Quote im Vorjahresmonat 4,7 Prozent), d.h., 3.015 Menschen sind ohne Beschäftigung.

Ein Blick auf die Zu- und Abgangsdaten zeigt die Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. 1.448 Personen haben sich neu arbeitslos gemeldet, das waren 197 oder 12 Prozent weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten 1.310 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Der Bestand aller Stellenangebote ist im Juli um 238 Angebote auf 1.960 gestiegen, 171 mehr als im Jahr zuvor. Die Einstellungsbereitschaft der Betriebe und Verwaltungen zeigt sich weiter darin, dass 1.101 ungeförderte Stellenangebote - also Stellen ohne staatliche Subventionierungen- der Agentur neu gemeldet wurden, während 860 Stellen erfolgreich besetzt wurden.

Insgesamt liegen 1.868 ungeförderte Stellenangebote vor, das sind 251 mehr als noch im Monat davor. Auf den Main-Tauber-Kreis entfallen 1.184 Stellen und auf den Neckar-Odenwald-Kreis 684.

„ An der Zahl der Stellenangebote vor allem im qualifizierten Bereich sieht man, dass die Fachkräftenachfrage unvermindert hoch ist. Qualifizierung und Weiterbildung sind die wichtigen Themen und werden es auch zukünftig bleiben. Die Agentur für Arbeit und die Arbeitsgemeinschaften leisten ihren Beitrag in diesem Qualifizierungsprozess mit geeigneten Förderinstrumenten und –mitteln“, erläutert Agenturleiter Stefan Beil.

Arbeitsmarktbericht im Bezirk der
Agentur für Arbeit Tauberbischofsheim .pdf

Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall –
Hohenlohekreis und Landkreis Schwäbisch Hall

Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit

Quote jetzt bei 3,1 Prozent

Im Juli ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Haller Arbeitsagentur (Landkreis Schwäbisch Hall und Hohenlohekreis) im Vergleich zum Juni leicht angestiegen. Im langfristigen Vergleich geht die Arbeitslosigkeit jedoch weiter zurück – im Juli 2007 waren 803 Menschen, also knapp 15 Prozent, mehr arbeitslos gemeldet. Zum Stichtag im Juli 2008 waren 4888 Arbeitslose registriert.

Die Arbeitslosenquote, also der Anteil der Arbeitslosen an allen zivilen Erwerbspersonen, liegt bei 3,1 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 3,6 Prozent. Landesweit liegt Schwäbisch Hall zusammen mit Rottweil hinter Ravensburg (2,6) auf Platz 2 und deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 4,0.

Ein Blick auf die Zu- und Abgangsdaten zeigt die große Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. 1749 Menschen haben sich neu arbeitslos gemeldet und 1506 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Die Arbeitskräftenachfrage ist nach wie vor hoch. 4376 Stellenangebote sind zum Stichtag im Juli im Bestand und allein in diesem Monat haben Arbeitgeber 974 Stellenangebote aufgegeben.

Bei der Berufsberatung der Haller Arbeitsagentur meldeten sich seit Oktober 2007, dem Beginn des statistischen Ausbildungsjahres, 2666 Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Im gleichen Zeitraum kamen von den Betrieben und Verwaltungen 2859 Angebote für Ausbildungsstellen. Elmar Zeller, Leiter der Haller Arbeitsagentur appelliert an die Betriebe: „ Nutzen Sie den Weg der betrieblichen Ausbildung, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken.“

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

Im Landkreis Schwäbisch Hall wurden im Juli 3114 Arbeitslose gezählt. Das sind 581 weniger als vor einem Jahr. 1212 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 1023 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Die Arbeitslosenquote liegt somit bei 3,1 Prozent.

Arbeitgeber haben 681 Stellen im Juli gemeldet. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 3267.

Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

Im Landkreis Hohenlohe wurden im Juli 1774 Arbeitslose gezählt. Das sind 222 Menschen weniger als vor einem Jahr. 537 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 483 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Die Arbeitslosenquote liegt somit bei 3 Prozent, vor einem Jahr hatte sie noch 3,4 Prozent betragen.

Arbeitgeber haben 357 Stellenangebote im Juli aufgegeben. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 1167.

Die Hartz IV Eckwerte

Seit Einführung des SGB II im Januar 2005 werden nicht mehr alle Arbeitslose von den Arbeitsagenturen betreut. Die Arbeitsagenturen und Landkreise haben so genannte ARGEn gegründet. Die ARGEn betreuen Arbeitslose, die Arbeitslosengeld II beziehen. Arbeitslosengeld II ist die Geldleistung, die die Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe seit Januar 2005 ersetzt.

Bei der ARGE SoziAl im Landkreis Schwäbisch Hall waren zum Stichtag 1741 Arbeits-lose registriert. Die Arbeitsagentur betreute im Haller Landkreis 1373 Arbeitslose.

Von den 1774 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 861 von der ARGE im Hohenlohekreis betreut. Bei der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur im Hohenlohekreis waren zum Stichtag im Juli 913 Arbeitslose registriert.

Arbeitsmarktbericht im Bezirk der
Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall .pdf

Weitere Informationen unter

Arbeitsmarktberichte für die Region Heilbronn-Franken