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Heilbronn weist die höchste Geburtenrate aller Stadtkreise in Baden-Württemberg auf, das geht aus einer Untersuchung des Statistischen Landesamtes für das Jahr 2007 hervor.
Mit statistisch 1,48 Kindern je Frau liegt Heilbronn weit vor Pforzheim (1,38) und Mannheim (1,31), am Ende der Vergleichsskala stehen die Studentenstädte Freiburg (1,14) und Heidelberg (0,99).
„Ein schönes Ergebnis“, freut sich Stephan Hegemann, Statistiker in der städtischen Stabsstelle Strategie. Denn auch im Vergleich mit den traditionell geburtenstärkeren Landkreisen kann sich Heilbronn sehen lassen: So überholen lediglich die Kreise Tuttlingen, Biberach, Rottweil und der Hohenlohekreis Heilbronn, während in den restlichen 31 Kreisen Baden-Württembergs die Frauen im Durchschnitt weniger Kinder zur Welt bringen.
Auch weitere Geburtskennziffern sind für Heilbronn erfreulich: So hat im Vorjahr erstmals seit 1998 wieder die Anzahl der Geburten die der Sterbefälle eingeholt, der Geburtenüberschuss beträgt plus 38. Er geht zurück auf eine im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent gestiegene Anzahl der Geburten, während die Anzahl der Sterbefälle leicht sank.
Zwar lassen sich nach Ansicht der Statistiker diese positiven Tendenzen nicht direkt auf familienpolitische Maßnahmen wie beispielsweise die Einführung des Elterngeldes zurückführen. Aber zumindest schaffen die erheblichen Anstrengungen auch der Stadt Heilbronn ein familienfreundliches Klima, so Stabsstellen-Leiter Bernd Berggötz, das sich langfristig idealerweise auch in solchen Geburtenziffern niederschlagen sollte. Von Neuerungen wie dem mit einer Qualitätsoffensive gekoppelten gebührenfreien Kindergarten seit Jahresbeginn 2008 würden weitere Impulse ausgehen.
Gespannt blicken die Heilbronner Statistik-Experten daher auf den nächsten Sommer, wenn das Statistische Landesamt die Zahlen für das Jahr 2008 präsentiert. Dann wird sich herausstellen, ob sich die Entwicklung des Jahres 2007 verstetigt - oder doch nur ein „Ausreißer“ war.
Etwas Wasser in den Wein müssen die Fachleute allerdings schon jetzt gießen: Auch eine Geburtenrate von 1,48 wie 2007 reicht nicht, um die Bevölkerung konstant zu halten – dafür wären mindestens 2,1 Kinder pro Frau nötig.
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