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Mit Kokos-Süppchen zur Bronze-Medaille

     
 
 

29.10.08

 

Ein aufgeschäumtes Kokos-Creme-Süppchen oder ein Bananen-Tomaten-Salat gehören nicht gerade zu den täglichen Mahlzeiten, die Otto Willi Vogelmann, Gastronomieleiter in der Klinik Löwenstein, zubereitet. In der Klinik-Kantine geht normalerweise „bodenständigeres“ Essen über die Theke.

Für die internationale Olympiade der Köche in Erfurt kreierte der Chefkoch mit seinen drei Mitstreitern Martin Wolf, Küchenleiter der Hohenloher Krankenhaus GmbH, Diätassistentin Nadine Dorothea Höfer und Service-Mitarbeiterin Joana Joost nach Themenvorgabe ein karibisches Menü. Für diesen Einsatz gab es eine Bronzemedaille für das Küchen-Team.

Insgesamt 1600 Köche aus 40 Nationen lieferten sich einen Wettstreit bei der internationalen Veranstaltung. Das Klinik-Team hatte es in der Disziplin Gemeinschaftsverpflegung mit acht weiteren Mannschaften vom Technischen Hilfswerk, Volkswagen, Bundeswehr, Klinik Herzogenaurach und drei ausländischen Teams aus Schweden, Österreich und Ungarn zu tun.

150 Portionen Die vier Köche hatten fünf Stunden Zeit, 150 Portionen vorzubereiten. Neben Vor- und Nachspeise mussten Fleisch, Fisch, ein vegetarisches Gericht und die passenden Beilagen auf den Tisch kommen. Das Ganze durfte dann auch nicht mehr als 3,50 Euro pro Portion kosten und sollte mit ein bisschen Deko auch gut aussehen. „Wir mussten mit wenig Materialaufwand glänzen“, beschreibt Vogelmann die anspruchsvolle Aufgabenstellung. Nicht nur wie sie kochen, auch wie sie die Reste, etwa beim Ananasstrunk, verwerten, spielte bei der Punktevergabe eine Rolle.

„Vier bis fünf Prüfer standen uns ständig im Nacken“, erzählt Vogelmann. Auch die Besucher der Olympiade konnten in die offene Küche blicken. „Das war sehr aufregend. Ich habe zwei Tage gebraucht, bis ich überhaupt verarbeitet habe, was wir da gemacht haben“, erzählt Joana Joost. Mitstreiterin Nadine Dorothea Höfer war sogar so aufgeregt, dass sich sich prompt am Anfang in den Finger schnitt.

Die Erfahrung möchten die Teilnehmer trotz des Drucks nicht missen. Geballte Fachkompetenz an einem Ort anzutreffen, im Dialog mit anderen Köchen zu stehen, war für Gastronomieleiter Vogelmann wertvoll. „Wir haben uns viel abgeschaut und wollen das hier umsetzen. Schließlich sollen unsere Patienten auch was davon haben“, erklärt er.

„Essen ist eine wichtige Komponente in unserem Krankenhaus-Alltag. Es gehört zum Qualitätsmerkmal“, sagt Klinik-Geschäftsführer Dieter Bopp. Um so stolzer ist er auf die erfolgreiche Küchen-Crew. „Das Team hat sich verdient gemacht“, lobt er seine Mitarbeiter.

Quelle Heilbronner Stimme vom 28. Oktober 2008 von Nelly Nickel www.stimme.de Foto Ulrike Kugler

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