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Audi Werkzeugbau Neckarsulm: fit für die Zukunft
     
 
 

31.10.08

 
Investition von knapp € 18 Millionen
Synchrone Fertigung eingeführt
120 Gäste bei der offiziellen Einweihung des Werkzeugbaus

Für die Sparte Werkzeugbau weiht die AUDI AG heute einen neuen Werkzeugbau in Neckarsulm ein. Das Unternehmen investierte knapp € 18 Millionen in Gebäude und neue Techniken und etabliert ein synchrones Produktionssystem. Im internationalen Wettbewerb erfährt der Audi Werkzeugbau damit eine weitere Stärkung.

„Die derzeitigen Rahmenbedingungen unserer Branche führen zu großen Herausforderungen im internationalen Wettbewerb, bieten aber umgekehrt auch hervorragende Zukunftschancen hinsichtlich Ausbildung, Know-how und Qualitätsverständnis. Dabei hat der Audi Werkzeugbau eine Schlüsselfunktion in unserer Wertschöpfungskette und im Ausbau unserer Technologieführerschaft“, betonte Frank Dreves, Vorstand Produktion der AUDI AG, anlässlich der offiziellen Einweihung des neuen Werkzeugbaus. Rund 120 Gäste aus Politik, Wirtschaft und den Medien begleiteten die Einweihung am Standort Neckarsulm. Mit dem € 18 Millionen teuren Investitionsprojekt rückt die Sparte Werkzeugbau ihrem Ziel, weltbester Werkzeugbau zu werden, ein Stück näher. „Der Audi Werkzeugbau ist für viele Unternehmen ein ‚Benchmark’, seine Leistungen finden weithin hohe Anerkennung“, lobte Gastredner Dr. Wolfgang Sengebusch, Geschäftsführer Präzisionswerkzeuge im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau  (VDMA).

Die Audi Sparte Werkzeugbau wurde  im Rahmen des renommierten Wettbewerbs  „Excellence in Production“ auch im Jahr 2008 wieder ausgezeichnet. Sie errang den ersten Platz in der Kategorie „interner Werkzeugbau über 100 Mitarbeiter“.

„Der Audi Werkzeugbau ist ein Bindeglied zwischen Produktentwicklung und Serienproduktion und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung des innovativen und anspruchsvollen Audi Designs“, erklärte der Leiter Audi Sparte Werkzeugbau, Hubert Waltl.  Höchste Qualität, Präzision und kurze Durchlaufzeiten seien die Voraussetzungen der Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb habe man in Neckarsulm den Werkzeugbau erweitert. Mit einer durchgehenden Bekranung der Hallen mit Lasten bis zu 55 Tonnen und mit der Einführung einer synchronen Fertigung werde der Durchsatz erhöht. „Dadurch werden wir auch dem steigenden Bedarf an Großwerkzeugen noch besser gerecht“, unterstrich Standortkoordinator und Segmentleiter des Neckarsulmer Werkzeugbaus, Reiner Gehrig.

Schon heute hat der Werkzeugbau bewiesen, dass er anspruchvollstes Design in höchster Qualität herstellbar machen kann. Die große Kompetenz der 400 Mitarbeiter des Neckarsulmer Werkzeugbaus hob unter anderem der Neckarsulmer Betriebsratsvorsitzende Norbert Rank hervor: „Der neue Werkzeugbau stärkt unseren Standort und seine Kompetenzen“, sagte er und weiter: „Einmal mehr wird heute dem besonderen fachlichen Know-how unserer Belegschaft Rechnung getragen: Diese Investition zeigt deutlich, welche Wertigkeit die große Erfahrung und der hohe Ausbildungsstand unserer Mitarbeiter im Unternehmen genießen.“

Hintergrund:

Die Audi Sparte Werkzeugbau
Die im Juni 1993 gegründete eigenständige Sparte Audi Werkzeugbau hat in der Branche einen ausgezeichneten Ruf. Sie gilt als ein führender internationaler Anbieter von hochwertigen Presswerkzeugen und Karosseriebauanlagen. 2004 und 2006 war sie „Excellence in Production – Werkzeugbau des Jahres“, 2006 wurde sie mit dem Reis Robotics Preis  und dann mit dem Bayrischen Qualitätspreis ausgezeichnet. 2008 wurde die Sparte erneut im exklusivsten Wettbewerb der produzierenden Unternehmen „Excellence in Production“ in der Kategorie „interner Werkzeugbau über 100 Mitarbeiter“ ausgezeichnet. Zu den wichtigsten Innovationen der Audi Sparte Werkzeugbau zählen das automatische Polieren, der einteilige Seitenwandrahmen aus Aluminium (Audi A2 und Audi A8) sowie die Mitentwicklung der Umformsimulation. Die Sparte mit Standorten in Ingolstadt, Neckarsulm, Györ und Barcelona beschäftigt 1.700 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von mehr als € 400 Millionen. Zu den Aufgabenfeldern gehören der klassische Werkzeugbau, Anlagen- und Vorrichtungsbau, Maschinentechnik, Qualitäts- und Messtechnik sowie die Konzeption und Umsetzung von Exklusivserien. Kunden des Audi Werkzeugbaus sind neben dem Volkswagen Konzern mit den Marken VW, VW Nutzfahrzeuge, Audi, SEAT, Lamborghini, Skoda, Bentley auch weitere Automobilunternehmen wie zum Beispiel Porsche.

Leistungsspektrum des Audi Werkzeugbaus
Der Audi Werkzeugbau hat sich erfolgreich als strategischer Systemlieferant für Betriebsmittel etabliert und deckt die komplette Kette der Blechteileherstellung, von der frühen Design-Beratung über die Erstellung von Karosseriewerkzeugen bis hin zum Anlagenbau und deren Inbetriebnahme ab. Obwohl der Werkzeugbau auch bei Audi Unikatfertigung bedeutet, sind die Prozesse so gesteuert wie in einer Serienfertigung. Bis 2015 wird sich bei Audi die Zahl der Modelle verdoppeln. Daher setzt man im Audi Werkzeugbau auf seine Kernkompetenz: kürzeste Durchlaufzeiten bei höchster Qualität, Präzision bei den Werkzeugen  und wettbewerbsfähige Kosten. Ein großer Vorteil liegt in der guten Prozesskenntnis der Führungskräfte und Mitarbeiter.

Das hohe Verantwortungsbewusstsein der Mitarbeiter ist Teil der Kultur und Schlüssel zum Erfolg. Der Audi Werkzeugbau investiert gezielt in gut ausgebildete und hoch motivierte Fachkräfte, welche Arbeitsabläufe immer wieder hinterfragen und die Arbeitsweisen damit permanent weiterentwickeln.

Der Audi Werkzeugbau in Neckarsulm
Seit mehr als 100 Jahren werden am Standort Neckarsulm Automobile gebaut, ebenso lange gibt es hier einen Werkzeugbau. Eine fünfzehnjährige Erfolgsgeschichte startete mit der Spartengründung 1993 und dem zeitgleichen Einstieg der AUDI AG in die Serienfertigung von Aluminium-Leichtbaukarosserien beim Audi A8. Mit dem im September 1998 für rund € 10 Millionen eingeweihten „Tryout Center“ gelang dem Standort ein maßgeblicher Schritt um die Wettbewerbsfähigkeit des Neckarsulmer Werkzeugbaus weiter voranzubringen. Vor allem Termin- und Qualitätsziele beim Anlauf neuer Produkte konnten so noch schneller erreicht werden. Durch die Einarbeitung der Werkzeuge direkt im Werkzeugbau wurden für das Presswerk Kapazitäten für die Serienfertigung freigespielt.

Mit der jetzigen Investition von € 18 Millionen baut die Sparte Werkzeugbau ihre Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit weiter aus. Dabei stehen straffe Prozesse, effiziente Methoden und hoch motivierte Mitarbeiter im Mittelpunkt der Strategie. „In allen Dimensionen arbeiten wir an einer permanenten Optimierung, nur so können wir Innovationsführer bei der Entwicklung von Schlüsseltechnologien sein und im Wettbewerb am freien Markt bestehen“, sagte Hubert Waltl, Leiter Sparte Werkzeugbau. Mit dem Neubau wird ein getakteter Materialfluss, ein „synchrones Produktionssystem“, eingeführt. Dabei werden die Materialien – analog der Produktionsbereiche – vorkommissioniert und taktgenau just in time an den Arbeitsplätzen angeliefert.

Zugfahrzeuge lösen zukünftig den Staplerverkehr in den Hallen ab. Der Zugang wird über eine Logistik-Schleuse im neuen Mitteltrakt sichergestellt.

Die durchgehende Bekranung mit 55 bzw. 30 Tonnen auf rund 200 Metern Länge ermöglicht eine optimale Nutzung der darunterliegenden Hallenfläche.

Weitere Tryout-Flächen ermöglichen den Aufbau und die Inbetriebnahme von kompletten Karosseriebauanlagen für Anbauteile wie Klappen und Türen.

Im imposanten Kopfgebäude haben jetzt zuvor ausgegliederte Engineering-Bereiche Platz. Es entstanden neue Messeinrichtungen mit modernster Messtechnik, offen strukturierte Arbeits- und Sozialräume, sowie Räumlichkeiten für eigene Weiterbildungsmaßnahmen.

Bauaktivitäten für den neuen Neckarsulmer Werkzeugbau
Die Realisierung des neuen Werkzeugbaus erfolgte in zwei Bauabschnitten. Die besondere Herausforderung lag darin, dass die Fertigung unter Vollauslastung weiterfahren musste. Im Juli 2007 begannen die Bautätigkeiten für den ersten Teil der Halle auf 65 Metern Länge, 45 Metern Breite und 12 Metern Höhe, sowie einen neuen Kopfbau mit 22 Metern Länge, 50 Metern Breite und einer Höhe von 22,60 Metern. Nach dem Umzug in den neuen Hallenabschnitt Ende März 2008 wurde nahtlos im April mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen. Dabei erhielt der Werkzeugbau auf 35 Metern Länge und 45 Metern Breite einen komplett neuen Mittelteil für die Maschinentechnik, die Werkzeugneubaufertigung und die Logistik. Anfang Juni 2008 wurden nach einem Jahr Bauzeit die gesamten Büroflächen im Kopfgebäude bezogen.

Der gesamte Gebäudekomplex des Werkzeugbaus ist heute 240 Meter lang und 45 Meter breit und umfasst eine Bruttofläche von rund 10.000 m². Für das  komplette Bauvorhaben wurden 115 Bohrpfähle mit einer Gesamtlänge von 1.106 Metern gesetzt, für die Konstruktion 918 Tonnen Stahl verbaut, sowie 4.486 m² Beton und 628 Tonnen Betonstahl verbaut.

Fakten und Zahlen zum Audi Werkzeugbau Neckarsulm

Meilensteine
Gründung der Audi Sparte Werkzeugbau: Oktober 1993
Erweiterung „Tryout Center“: 26. September 1998
Abriss Bauabschnitt 1: Juli/August 2007
Bohrpfahlgründung Bauabschnitt 1: September 2007
Beginn Kopfbau: Oktober 2007
Kranlasterhöhung Bestand Ost: November 2007
Kranlasterhöhung Bestand West: Januar 2008
Betonplatte für Halle Bauabschnitt 1: Februar 2008
Umzug in die neue Halle: März 2008
Baubeginn Bauabschnitt 2: April 2008
Bezug Kopfbau Engineeringbereich: Mai /Juni 2008
Bohrpfahlgründung Bauabschnitt 2: Juni 2008
Erstellung Stahlbaustruktur: Juli 2008
Erstellung Bodenplatte Bauabschnitt 2: August 2008
Bau LKW-/Logistiküberdachung: September 2008
Fertigstellung der Bauaktivitäten: Oktober 2008
Start der synchronen Fertigung: Oktober 2008

Kennzahlen
Investitionen Bauabschnitt 1 u. 2: knapp 18 € Millionen
Gesamtfläche Hallen: 10.000 m²
Gesamtfläche Kopfbau (Engineering): 4.400 m²
Gesamtlänge und -breite Werkzeugbau: 240 x 45 Meter
Mitarbeiter im Werkzeugbau: 400

Technik

  • Kopfbau: Engineeringbereich mit Methodenplanung und Konstruktion, Projektmanagement, Messcenter, Schulungsräumen, Büro- und Sozialräumen.

  • Nördlicher Hallenteil für Anlagen- und Vorrichtungsbau sowie Aufbau von Werkzeugen

  • Mitteltrakt mit Neubau von Werkzeugen, Logistikfläche und LKW-Schleusen

  • Südliche Halle für Werkzeugfertigung und Großmaschinentechnik

  • Durchgängige Schwerlastbekranung bis zu 55 Tonnen mit sechs Kränen auf zwei Bahnen mit jeweils 200 Metern Länge

  • Tryout Center mit sieben Einarbeitungspressen. Für 2009 ist eine neue Tryout-Presse mit 1.600 Tonnen Presskraft und einem 5 Meter-Tisch in Planung.

Logistik

  • Just in time-Anlieferung des Material an den Verbauort

Kernkompetenz

  • Herstellung von Werkzeugen und Karosseriebauanlagen für schwierigste Blechteile aus Materialien mit unterschiedlichsten Festigkeiten

  • Virtuelle Absicherung von Prozessen

  • Hoher Ausbildungsstand und Erfahrungsschatz: in der Werkstatt sind ausschließlich Facharbeiter tätig.

  • Hochqualifizierte Mitarbeiter mit spezifischem Wissen und Erfahrung in der Nutzung von CAD/CAM-Systemen, in der Materialbearbeitung, im Oberflächenfinish und in der Anlagentechnik.

Die AUDI AG hat im Jahr 2007 insgesamt 964.151 Automobile verkauft und damit das zwölfte Rekordjahr in Folge erzielt.  Mit Umsatzerlösen von € 33.617 Mio. und einem Ergebnis vor Steuern von € 2.915 Mio. erreichte das Unternehmen neue Höchstwerte. Audi produziert an den Standorten Ingolstadt, Neckarsulm, Györ (Ungarn), Changchun (China) und Brüssel (Belgien). Ende 2007 startete die Produktion des Audi A6 in Aurangabad in Indien. Das Unternehmen ist in mehr als 100 Märkten weltweit tätig. 100-prozentige Töchter der AUDI AG sind unter anderem Automobili Lamborghini Holding S.p.A. (Sant’Agata Bolognese/Italien) und die quattro GmbH (Neckarsulm). Audi beschäftigt derzeit weltweit rund 57.000 Mitarbeiter, davon 45.000 in Deutschland. Um den „Vorsprung durch Technik“ nachhaltig zu sichern, investiert die Marke mit den vier Ringen jedes Jahr mehr als € 2 Mrd. Bis 2015 will Audi die Anzahl seiner Modelle auf 40 deutlich erweitern.

Audi AG

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Dorothee Schoettle

"Ich war während meines Studiums über zwei Jahre lang bei der WHF und war
zum Beispiel während des Fußball-Events "it's your kick" zur WM im Bereich
Marketing und habe das Projekt auf Messen in Frankreich und Spanien präsentiert. Ich war für die Planung und Durchführung von Studentenexkursionen aus ganz Deutschland zuständig, habe bei der WHF jede Menge Softskills erworben, viele
Freundschaften geknüpft und Kontakte zu Unternehmen in der Region aufbauen können."

 
Dorothee Schoettle, Mitarbeiterin im Bereich Kultur, Theater, Konzerte bei INTERSPORT Messe- und Eventcenter redblue
 
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