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Vom Hersteller sind sie zum Händler geworden, der sich seine Kollektion von anderen schneidern lässt. Doch den Schritt haben sie nicht bereut. Gesellschafter Heiner Sefranek und der neue Unternehmensleiter Theo Birkemeyer präsentierten gestern in Stuttgart einen zuversichtlichen Ausblick der Künzelsauer Mustang-Gruppe: Zwar ging der Umsatz vergangenes Jahr um 4,5 Prozent auf 102,1 Millionen Euro zurück, doch für das laufende Jahr wird ein nochmals gesteigertes Betriebsergebnis erwartet - obwohl der Umsatz in den ersten drei Quartalen erneut um 1,7 Prozent schrumpfte.
Dennoch erwartet die Geschäftsführung, dass es in den nächsten Jahren steil bergauf geht. Zum einen, weil immer mehr Mustang-Läden hinzukommen sollen: In diesem Jahr wächst ihre Zahl um 27 auf 190, bis Ende 2010 sollen es schon 480 sein. Vor allem Fern- und Nahost, Indien und Russland stehen dabei im Mittelpunkt.
Neue Ära
Zum anderen trage die Vertikalisierung Früchte, erläuterte Birkemeyer: Ähnlich wie andere erfolgreiche Handelsunternehmen, von Ikea über Aldi bis zu HM oder CA, verzichtet Mustang auf die eigene Produktion. Das letzte Werk im ungarischen Marcali wurde gerade stillgelegt. Lediglich eine Schnitt- und Waschabteilung am Unternehmenssitz gibt es noch.
Mit Birkemeyer übernimmt erstmals ein nicht familienangehöriger Manager die Leitung des Unternehmens. „Die Entscheidung jetzt zu fällen, schien mir sehr passend, da für unsere Firma auch eine neue Ära begonnen hat“, sagte Sefranek. Er selbst wolle sich auf die strategische Abstimmung in der Geschäftsleitung und Repräsentation konzentrieren. Mustang bleibe damit ohne Fremdinvestoren in Familienbesitz.
Seit 2006 habe das Unternehmen die Trendwende geschafft, betonte Sefranek. Und trotz der Finanzkrise gehe das Wachstum weiter: Die vergangenen Wochen verzeichneten die besten Sofort-Auftragseingänge seit eineinhalb Jahren. „Mustang spürt bisher keine negativen Auswirkungen“, sagte er.
Quelle Heilbronner Stimme vom 29. Oktober 2008 von Heiko Fritze www.stimme.de
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