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Eine halbe Million hat Wolverine Advanced Materials in Öhringen investiert, um Geräusch reduzierende Belagsträger für Bremsklötze zu entwickeln und zu produzieren.
Es ist die Kombination aus Metall, Klebstoff und Beschichtung, auf die es ankommt: Einige Mikrometer Material und die Geometrie eines auf den ersten Blick harmlosen Stücks Blech können entscheidend sein, ob ein Auto beim Bremsen quietscht. Oder eben nicht. Bei den Blechen handelt es sich um das Dämpfungsmaterial, welches bei Wolverine Advanced Materials in Öhringen entwickelt, produziert, und beim Belaghersteller auf den Belagträger der Bremsbeläge aufgebracht wird.
Die Nachfrage nach möglichst leisen Bremsen, die insbesondere auch bei kalten Temperaturen stumm bleiben, ist groß. Deswegen hat der amerikanische Konzern in Öhringen investiert und einen zusätzlichen Prüfstand in Betrieb genommen. Etwa eine halbe Million Euro hat das Unternehmen jetzt in das neue Gebäude investiert, der Prüfstand kostete darüber hinaus eine Million Dollar. Für bis zu zwei weitere Prüfstände ist Platz in dem Anbau. Für Gastgeber Peter Ernst ist die Investition „ein Meilenstein in der Geschichte des Standorts“.
Zur Einweihungsfeier kam mit Scott Koepke sogar der Welt-Chef des Eaglepicher-Teilkonzerns Wolverine Advanced Materials nach Öhringen. „Es sind schwierige Zeiten“, sagte Koepke. „Wir werden unsere Entwicklungsanstrengungen nicht kürzen“, sagte er. „Es wird keine Kürzungen geben.“ Nicht nur in Öhringen hat das Unternehmen investiert, im Stammwerk in Inkster im US-Bundesstaat Michigan wird ebenfalls ein weiterer Prüfstand aufgebaut. „Wir sind eine globale Firma“, betonte Koepke. Im Juni hatte das Unternehmen ein Vertriebsbüro in Indien eröffnet, im Januar eine Produktionsstätte in China.
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Die Öhringer Spezialisten entwickeln praktisch für alle Autohersteller. Für die Tests liegen Dutzende von Vorrichtungen auf Lager, mit deren Hilfe spezielle „Sekundärdämpfungsmaßnahmen zur Reduzierung von Bremsgeräuschen“ ausgetüftelt werden können - so heißen die unscheinbaren Blechteile im Fachjargon. Wie komplex dieses Thema ist und welche Faktoren die Lautstärke beeinflussen, zeigte Jürgen Weick, der Leiter der Materialentwicklung, in seiner Präsentation auf.
Schon seit Anfang der 1980er Jahre ist Eaglepicher in Öhringen präsent. Anfangs, so erzählte Oberbürgermeister Jochen Kübler bei der Einweihungsfeier, seien aber nur 16 Parkplätze geplant gewesen. Heute ist die Firma mit 125 Mitarbeitern „einer der großen Arbeitgeber“ in Öhringen. Grund für die Standortwahl sei damals die Nähe zum Golfplatz in Friedrichsruhe gewesen, so Kübler: „Das zeigt, wie wichtig die weichen Standortfaktoren sind.“
Quelle Heilbronner Stimme vom 13. November 2008 von Manfred Stockburger www.stimme.de
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