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Audi kauft in Region für 2,7 Milliarden Euro ein
     
 
 

22.11.08

 

Audi in Neckarsulm ist eng mit der regionalen Wirtschaft verflochten. Die Bedeutung des Automobilherstellers als Arbeitgeber und als Auftraggeber ist hoch.

Für Jürgen Lunemann war es ein Heimspiel. Der Neckarsulmer Audi-Werkleiter referierte am Donnerstag beim Wirtschaftsforum in seinem Wohnort Neuenstadt über die Bedeutung des Automobilherstellers als Arbeitgeber und als Auftraggeber. Er ist nicht der einzige Audianer mit Wohnsitz in Neuenstadt: Stolze 576 Beschäftigte gibt es in der Kochertalgemeinde. Nicht nur sie und ihre 13.000 Kollegen lebten vom Werk: „Wir gehen davon aus, dass diese Zahl bei Zulieferern und Dienstleistern nochmals die doppelte Anzahl Arbeitsplätze bedingt.“ In Summe also knapp 40.000.

Kein Wunder war der Schulungsraum im Inno-Center des Direktvertreibers Förch gut gefüllt: 110 Unternehmer aus Neuenstadt, Hardthausen und Langenbrettach sind der Einladung des Neuenstadter Bürgermeisters Norbert Heuser gefolgt, um sich beim Wirtschaftsforum des Gewerbeparks unteres Kochertal (Gik) über die aktuelle Situation bei Audi zu informieren.

Jürgen Lunemann betonte, dass im laufenden Jahr in Neckarsulm mit rund 330 000 Autos inklusive der Bausätze für China 60 000 Autos mehr als im Vorjahr gefertigt werden. „Wir haben eine Sonderkonjunktur, weil wir sehr viele Produkte neu auf dem Markt haben“, erklärte er - obgleich der aktuelle A8 im Januar in sein letztes Lebensjahr geht.

Lunemann unterstrich die enge Verflechtung des Werks mit der regionalen Wirtschaft. Waren und Dienstleistungen im Wert von 2,7 Milliarden Euro hat das Werk im Jahr 2007 von Lieferanten aus der Region bezogen. Damit sind nicht nur die Zulieferer im Friedrichshaller Zuliefererpark GIF und den anderen Logistikzentren gemeint, sondern auch Serienlieferanten außerhalb der Gewerbeparks (730 Millionen Euro), Baufirmen und Straßenbauer (30 Millionen Euro) sowie sonstige Lieferanten wie Gastronomen (52 Millionen Euro).

In seinem Grußwort hob Landrat Detlef Piepenburg die „hervorragende kommunale Solidarität“ unter den Betreibergemeinden des GIK hervor. Bürgermeister Heuser warnte angesichts der kritischen Wirtschaftslage davor, „alles schlecht zu reden und sich fatalistisch seinem Schicksal zu ergeben“.

Die gastgebende Firma stellte Wolfgang Förch vor. Das Unternehmen mit weltweit 1700 Beschäftigten werde im laufenden Jahr etwa 200 Millionen Euro Umsatz erreichen, sagte er. Nach Hongkong habe die Firma aus Kochertürn jetzt auch in der chinesischen Stadt Shenzhen eine Niederlassung gegründet. Konzerngeschäftsführer Reinhold Kuhn führte die Gäste virtuell durch das neue Logistikzentrum, durch das sich Förch „von der grauen Maus zum Alphatier“ gewandelt habe.

Quelle Heilbronner Stimme vom 21. November 2008 von Manfred Stockburger www.stimme.de

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