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Gesundheit kostet Geld, sehr viel Geld. Gedeckelte Krankenhausbudgets, gravierende Kostensteigerungen, rasante medizinische und technische Weiterentwicklungen und ein Förderstau im staatlichen System: Mit diesen Rahmenbedingungen aber kämpfen die Chefärzte. Gründe, warum sich in Heilbronn ein Förderverein für medizinische Innovation gegründet hat.
FMI lautet die Abkürzung des eingetragenen Vereins, der sich dem medizinischen und technischen Fortschritt im Heilbronner Klinikum am Gesundbrunnen verschrieben hat. „Wir wollen, wir müssen die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen“, berichtet Professor Dr. Jens Rassweiler, beim Förderverein Stiftungsvorstand. Der Urologie-Chefarzt, international ein gefragter Fachmann, weiß: „In den USA könnte ich so wie in Heilbronn schon gar nicht mehr arbeiten.“ Der Patient verlange in den Operationssälen die Ausrüstung, die nach neuestem Stand der Technik möglich ist.
Wunschzettel
Auf dem Wunschzettel der Mediziner des Heilbronner SLK-Klinikums stehen fünf wichtige Positionen - und nicht ganz zufällig präsentiert der Förderverein die Liste kurz vor Weihnachten und dem Jahreswechsel. FMI kann als gemeinnütziger Verein steuerwirksame Spendenbescheinigungen ausstellen.
Da Vinci heißt das Operationsrobotersystem, das insbesondere bei laparoskopischen (also der mit minimalen chirurgischen äußeren Schnitten auskommenden) Prostataoperationen eingesetzt wird. Mit etwa 1,5 Millionen Euro Beschaffungswert ist es auch das teuerste Gerät auf der Anschaffungsliste des Fördervereins. Der hat sich zum Ziel gesetzt, die Summe zu 50 Prozent über Medizin-Sponsoren zu finanzieren. Frühere Diagnosen und eine bessere endoskopische Technik sollen mit einer HDTV-Technologie ermöglicht werden. Mit einem Mapping-System können Herzrhythmusstörungen erkannt und Störherde ausgeschaltet werden - der dritte Wunsch auf der Liste, für den etwa 125 000 Euro Fördergelder nötig wären. Die onkologische Klinik bräuchte dringend Personal für ihre Studienplattform. Und zu guter Letzt wünscht sich die HNO-Klinik für minimalinvasive Operationen ein Navigationsgerät.
Zufriedene Patienten, Banken, Firmen und Unternehmerfamilien: Sie alle will der Förderverein gezielt ansprechen, um den Zielen näher zu kommen.
Quelle Heilbronner Stimme vom 27. November 2008 von Iris Baars-Werner www.stimme.de
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