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Mit dem jetzt eingeweihten dritten Bauabschnitts peilt der Schlachthof Beck eine Kapazität von 20 000 Spanferkeln pro Woche an, die in alle Welt geliefert werden. Für den Neubau wurden rund zwölf Millionen Euro investiert.
Die Historie der Firma Beck ist eine der Hohenloher Erfolgsgeschichten: Aus einer Metzgerei wurde ein Firmenimperium. Vom neuen Schlachthaus bei Neu-Kupfer aus liefert der Familienbetrieb nun Spanferkelspezialitäten in alle Welt.
„Die Firma Beck ist ein klassischer Familienbetrieb, wie er nur in Baden-Württemberg vorstellbar ist“, meinte Peter Hauk, Minister für Ernährung und Ländlicher Raum, bei der Eröffnungsfeier. Und auch wenn man die Liebe des Ministers zu seinem Baden-Württemberg beiseite lässt, fasst der Satz zusammen, was den Betrieb groß gemacht hat: Rose und Horst Beck senior haben gemeinsam mit ihren Kindern und deren Partnern dafür gesorgt, dass die Firma stetig gewachsen ist.
Meilenstein
Mit großem Bahnhof wurde nun der dritte Abschnitt ihres Großschlachthofs und Verarbeitungsbetriebs für Spanferkel im Kupferzeller Gewerbegebiet Greut eingeweiht. Unterstützt von Fördermitteln des Landes und der Europäischen Union entstand ein Zentrum, von dem aus die Hohenloher die ganze Welt beliefern - außer Europa beispielsweise auch die USA und China. Im Bereich Nahrungsmittelproduktion sei Beck ein Meilenstein, gerade im Hinblick auf die schlechten Marktbedingungen der Ferkelerzeuger: „Da arbeiten viele Betriebe am Existenzminimum, “ so Minister Hauk.
Landtagsabgeordneter Jochen K. Kübler lobte das Engagement der Familie Beck: „Erfolg beginnt mit Entschlossenheit.“ Es sei mutig gewesen, in Zeiten, in denen andere Betriebe sich schon zurückhaltender gaben, zu investieren.
„Ich bin schon gespannt, was als nächstes kommt“, meinte Landrat Helmut M. Jahn. Er sah die Expansion der Firma noch nicht am Ende. Er erinnerte daran, was aus einer kleinen Metzgerei in den 60er Jahren nun geworden sei. „Und bei einem Global Player aus Hohenlohe denkt sicher zunächst niemand an eine Metzgerei“, so Jahn.
Mut
Der Landrat hielt es für wichtig, dass Fördermittel für solche Investitionen fließen. „Wir haben da immer noch einen Nachholbedarf gegenüber den Ballungsräumen“, richtete er sich an Minister Hauk. Als „Sternstunde der Firma Beck“ bezeichnete Kupferzells Bürgermeister Joachim Schaaf den Neubau. Mit Mut, Wagnis, Ausdauer, Wille und Geduld habe es die Familie geschafft, sich ein Imperium aufzubauen.
„Wir sind froh, dass dies nun abgeschlossen ist, es war ein Kraftakt“, sagte ein sichtlich froher Seniorchef Horst Beck. Er lobte seine Mitarbeiter, die einen großen Anteil an der Entwicklung hätten. „Aber ohne meine Frau und meine Kinder hätte das alles keinen Sinn“, meinte er. „Wir wollten alles rationeller gestalten“, erklärte Jürgen Beck, warum die Firma erweitert habe. Gerade in die Hygiene und in die Produktveredelung sei investiert worden.
Quelle Heilbronner Stimme vom 1. Dezember 2008 von Oliver Färber www.stimme.de
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