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Neuartige Öfen sichern Arbeitsplätze und reduzieren die Emmissionswerte um 75 Prozent.
Die modernen Umweltgesetze haben so ihre Tücken: Holzofenbrot und Abgasnormen vertragen sich nicht. Denn damit Backwaren als Produkte aus der Holzofenbäckerei verkauft werden dürfen, muss die Flamme direkt im Backofen züngeln. Die dabei entstehenden Abgase und Verbrennungsprodukte entsprechen aber nicht mehr den aktuellen Richtlinien. Bei der Bäckerei Mitterer im Heilbronner Stadtteil Sontheim laufen daher seit Anfang des Jahres neuartige Öfen, mit denen die Grenzwerte wieder unterschritten werden.
„Wir haben auf diese Weise die Arbeitsplätze gesichert“, ist Inhaber Rolf Härdtner zufrieden. Im Sontheimer Betrieb arbeiten etwa 70 Beschäftigte. Sie erproben seit einigen Monate eine neue Brenntechnik, die beim Neuenstadter Anlagenbauer Wörle in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg entwickelt worden ist.
Die Ergebnisse der jüngsten Messungen sind dabei vielversprechend, wurde jetzt bei einem Besuch des Wirtschafts-Staatssekretärs Richard Drautz berichtet: Die Emmissionswerte liegen um 75 Prozent unter denen bisheriger Systeme, erläuterte Fritz Barth, der als FH-Student im Rahmen seines Praktikums die Anlagen in der Bäckerei überwacht und optimiert hat.
Marktreife
Bis zur Marktreife ist aber noch ein gewisser Weg zurückzulegen, waren sich Konstrukteur Rolf Wörle und FH-Professor Stefan Pelz einig. Weitere Verfeinerungen müssten noch eingebaut werden, um auch die letzten kleinen Probleme in den Griff zu bekommen, etwa den Funkenflug. „Andere Firmen hätten diese Technik aber schon vor einem Jahr auf den Markt gebracht, ob ausgereift oder nicht“, lobte der FH-Professor. Doch hier wird erst noch weitergetüftelt.
Bereits jetzt genügt die Brenntechnik jedoch hohen Ansprüchen. „Wir haben mit diesem Ofen einem Kollegen die Existenz gerettet“, erzählte Rolf Härdtner: Auf diese Weise könne ein weiterer Holzofenbäcker in der Region weitermachen, dessen Nachbarn sich zuvor über den ständigen Rauchgeruch beschwert hatten. Drei weitere Bäckereien neben Mitterer setzten bereits die Technik ein, sagte Härdtner.
Quelle Heilbronner Stimme vom 2. Dezember 2008 von Heiko Fritze www.stimme.de
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