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Autokrise hin oder her - Audi schlägt sich in einem schwierigen Marktumfeld bislang noch wacker. Am Ende des Jahres, da sind sich die Experten einig, wird der Autobauer erstmals mehr als eine Million Fahrzeuge verkauft haben. Damit das Absatzwachstum anhält, drückt die Marke mit den vier Ringen bei ihrer Modelloffensive aufs Tempo: Im zweiten Quartal 2009 beginnen die Auslieferungen für das neue A5 Cabrio, das am Audi-Standort Neckarsulm gefertigt wird und das A4 Cabrio ablöst.
„Der offene A5 ist für uns ein weiterer Mosaikstein auf unserem Weg zum erfolgreichsten Premium-Hersteller der Welt“, sagt Audi-Chef Rupert Stadler. Etwa 25 000 bis 30 000 Käufer soll das mindestens 37 300 Euro teure Cabrio pro Jahr finden. „Die Kunden in diesem Segment sind anspruchsvoll und sehr designorientiert, sie gönnen sich gerne etwas Schönes“, sagt Jürgen Klaschka. Der Leiter von Audis Produktmarketing sieht die USA mit rund 30 Prozent als Hauptmarkt für den offenen Viersitzer, dicht gefolgt von Deutschland und Großbritannien.
Dass in Neckarsulm zu konkurrenzfähigen Kosten Autos gebaut werden können, zeigt der Zuschlag für das neue A5 Cabrio. Derzeit laufen noch Vorserienfahrzeuge vom Band, zum Jahreswechsel soll die Produktion hochgefahren werden. „Das Audi A5 Cabrio ist ein weiteres Bekenntnis zum Standort Neckarsulm“, sagt Audis Betriebsratsvorsitzender Norbert Rank.
Während man sich im Unterland über den Modellzuwachs freut, ist die Stimmung beim Autobauer Karmann in Osnabrück auf dem Tiefpunkt angelangt. Das Unternehmen produziert noch bis Ende Februar 2009 als Auftragsarbeit das A4 Cabrio und hatte auf den Zuschlag für das Nachfolgemodell gehofft. „Nun stehen wir vor dem Ende der Cabrio-Produktion“, sagt Unternehmenssprecher Christian Eick. Mitte 2009 läuft der offene Mercedes CLK aus, für den Karmann ebenfalls keinen Folgeauftrag erhalten wird.
Die Folgen sind drastisch: Bis zu 1725 weitere Arbeitsplätze werden im Zuge der Umstrukturierung vom Produktions- zum Zulieferunternehmen am Stammsitz in Osnabrück gestrichen. Karmann hatte im vergangenen Jahr bereits 1770 Jobs abgebaut. Derzeit beschäftigt das Unternehmen in Osnabrück noch etwa 3375 Mitarbeiter.
Größer, stärker und besser ausgestattet - so lässt sich der offene A5 im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem A4 Cabrio, kurz beschreiben. Im Schnitt wird das Nischenmodell um 2000 Euro teurer, die Motorenpalette reicht von 160 bis 265 PS. Als sportliches Topmodell ist das S5 Cabrio mit 333 PS vorgesehen.
Quelle Heilbronner Stimme vom 5. Dezember 2008 von Alexander Schnell www.stimme.de
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