|
Beim Heilbronner Autozulieferer Läpple wird es voraussichtlich keine betriebsbedingten Kündigungen geben müssen. Betriebsratsvorsitzender Valentin Luschenz bestätigte den Inhalt eines Aushangs, der seit Freitagabend im Werk Heilbronn zu lesen ist.
Darin heißt es, Geschäftsleitung und Betriebsrat der Läpple AG hätten ein Eckpunkte-Papier erarbeitet, das die zukünftige Struktur des Unternehmens am Standort Heilbronn beschreibt. „Wesentlicher Bestandteil ist, dass jedem Mitarbeiter eine Beschäftigungsperspektive geboten wird.“ Allerdings stellte Luschenz auch klar: „Es ist noch nichts unterschrieben. Wir verhandeln noch weiter.“
Verluste
Das Heilbronner Familienunternehmen hatte im April die Streichung von 350 Stellen sowie die Auslagerung von weiteren 100 Beschäftigten in eine Dienstleistungsgesellschaft angekündigt. Anlass waren die Stillegung der beiden ältesten Pressenstraßen sowie anhaltende Verluste im Werkzeugbau.
Wie eine Lösung ohne Kündigungen im Einzelnen aussehen wird, darüber hüllten sich Geschäftsleitung und Betriebsrat in Schweigen. In den nächsten Tagen sollen dazu die erforderlichen Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen ausgearbeitet werden. Im Zuge der Umstrukturierung sollen auch alle Geschäftsbereiche in Heilbronn neu ausgerichtet werden. In den vergangenen Wochen wurden bereits eigenständige Gesellschaften für die Blechteilfertigung und für den Produktionsanlagenbau gegründet.
Neuer Mann
„Wir sind auf einem guten Weg, unser wichtigstes Ziel zu erreichen, nämlich allen Mitarbeitern von Läpple am Standort Heilbronn eine Zukunftsperspektive zu geben“, sagte der neue Vorstandssprecher Daniel Böhmer. Er ist erst seit Monatsbeginn im Amt. „Jetzt geht es darum, die detaillierten Regelungen gemeinsam auszuarbeiten. Sobald diese vorliegen, werden wir unsere Mitarbeiter umgehend informieren.“
Quelle Heilbronner Stimme vom 7. Dezember 2008 von Heiko Fritze www.stimme.de
Informationen zu Läpple
|