Übersicht

 
 
 

 

Zukunftsfonds holt Iolitec in die Region
     
 
 

15.12.08

 

Ionische Flüssigkeiten sind die Spezialität der Iolitec GmbH, die der Zukunftsfonds aus Freiburg nach Heilbronn gelockt hat.

Echte Zungenbrecher sind die Produkte der Firma Iolitec. Anders kann man Namen wie 1-Ethyl-3-methylimidazoliumdicy-anamid kaum beschreiben. Das Unternehmen betreibt aber keine Sprachförderung für Nachwuchschemiker - ionische Flüssigkeiten wie diese bergen ein großes wirtschaftliches Potenzial.

Laienhaft ausgedrückt handelt es sich bei dieser Stoffklasse um Salze, die flüssig sind, ohne dass sie dazu in Wasser aufgelöst werden müssten. Als Gewürz sind ionische Flüssigkeiten nicht geeignet. Weil sie durchsichtig sind, kann man mit ihnen dafür Fenster herstellen, die Strom erzeugen. Im Prototypenstadium gibt es die schon.

Klingt faszinierend? Der Zukunftsfonds Heilbronn (ZF-HN) hat sich jetzt an dem Unternehmen beteiligt. Bis in etwa zwei Jahren wird das Unternehmen seinen Sitz aus Denzlingen bei Freiburg nach Heilbronn verlagern.

Geschäftsführer Gerhard Schubert, er ist promovierter Chemiker, hat die Iolitec 2003 gegründet. Er verweist darauf, dass das Unternehmen schwarze Zahlen schreibt und mit vielen großen Chemieunternehmen in Kontakt sei. 650 Kunden hätten die Spezialchemikalien seit der Gründung von dem Unternehmen bezogen, 15 bis 20 Projekte seien jetzt im „Halbpilotstadium“.

Solarzellen und Akkus

Nicht nur für Solarzellen seien die ionischen Flüssigkeiten interessant, sie kämen auch in Akkus zum Einsatz. „Da entwickelt sich ein Multi-Milliarden-Markt“, sagt Schubert - und hofft, daran teilhaben zu können. „Damit wir wachsen können, brauchen wir mehr Eigenkapital“, begründet er, warum er den ZF-HN mit an Bord genommen habe. „Mit 25 000 Euro kommt man da nicht weit.“ Der von einigen Familien aus der Region mit einem zweistelligen Millionenbetrag ausgestattete Wagniskapitalfonds hat sich mit 30 Prozent an dem Technologieunternehmen beteiligt, das mittelfristig seine Produkte nicht nur entwickeln, sondern auch herstellen möchte. Am ZF-HN hat ihn besonders gereizt, dass die Heilbronner „nicht auf einen schnellen Exit“ schielen, sondern ihre Unternehmen über einen längeren Horizont begleiten wollen.

Mit Iolitec feiert Zukunftsfonds-Geschäftsführer Thomas Villinger ein kleines Jubiläum: Die Beteiligung ist die zehnte der 2005 ins Leben gerufenen Beteiligungsgesellschaft. Weil der Fonds ausschließlich mit Eigenkapital arbeitet, ist er anders als viele andere Risikokapitalgesellschaften nicht von der Finanzmarktkrise betroffen. Kapitalmarktorientierte Wettbewerber seien sogar schon ins Trudeln geraten.

Akzeptierter Standort

Villinger freut sich, dass der von seinem Fords verlangte Umzug nach Heilbronn kein Hindernis mehr ist, mit interessanten Firmen ins Geschäft zu kommen. „Das war bei Iolitec zum Beispiel überhaupt kein Thema“, sagt der Geschäftsführer. Inzwischen spricht er in diesem Zusammenhang sogar von einem richtigen „Silicon-Valley-Effekt“. Firma Nummer zehn soll auch in dem Zukunftspark untergebracht werden, den der Zukunftsfonds zusammen mit der Stadt Heilbronn und der Stadtsiedlung entwickeln wird.

Quelle Heilbronner Stimme vom 15. Dezember 2008 von Manfred Stockburger www.stimme.de

Informationen zu Iolitec
   
Zukunftsfonds Heilbronn
   
Karriereportal von Iolitec
   
Unternehmen der Region
 
         
         
 

Heilbronn-Franken...

„Die Region Heilbronn-Franken steht in Deutschland mit an der Spitze der Bundesliga für kleine

Wirtschaftswunder.“
Dr. Michael Rogowski, ehemaliger BDI-Präsident
Bundesverband der Deutschen Industrie

"Eine Stärke der Menschen in dieser Region ist ihr Wissen und Ihre Kompetenz. Beides versetzt sie in die Lage,

neue Technologien und Prozesse zu beherrschen und damit den Standort Heilbronn-Franken wirtschaftlich attraktiv und bekannt zu machen."
Jürgen Lunemann, ehem.
Werkleiter, AUDI AG, Neckarsulm
AUDI AG