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Für junge Familien mit Kindern wird der Wohnstandort Heilbronn künftig noch interessanter: Der Gemeinderat beschloss jetzt einstimmig, das seit 2004 laufende städtische Wohnbauförderprogramm um eine Kinderkomponente zu ergänzen. Neben der Maximal-Förderung von 25 000 Euro für den Kauf eines städtischen Grundstücks - beim Erwerb einer Eigentumswohnung sind es pauschal 8000 Euro - gibt es künftig für jedes Kind zusätzlich 5000 Euro.
Angepasst hat die Verwaltung die Einkommensgrenzen des städtischen Wohnbauförderprogramms an die aktuelle Lage. Für einen Zwei-Personen-Haushalt liegt die Grenze bei 43 005 Euro. Für jeden weiteren Haushaltsangehörigen erhöht sich dieser Betrag um 8500 Euro. Für junge, kinderlose Paare gilt die Einkommensgrenze für einen Drei-Personen-Haushalt. Damit entsprach die Verwaltung einem CDU-Antrag.
Ohne Mehrheit
Abgelehnt hat der Gemeinderat mit den Stimmen von CDU, FDP, FWV und Rep die Forderung der SPD-Fraktion, das Förderprogramm um eine einkommens- und vermögensabhängige Bezuschussung von gebrauchten Immobilien zu ergänzen. Beifall fand dieser Antrag nur noch bei den Grünen.
Unter dem Aspekt, dass zunehmend ältere Häuser auf den Markt kommen, die für junge Familien interessant sein können, sowie unter dem Gesichtspunkt der Belebung der Binnenkonjunktur warb Stadträtin Anne Allinger für den SPD-Vorstoß. Von einer „guten Idee“ sprach Grünen-Stadtrat Uwe Ahrens und glaubt: „Gebrauchtimmobilien sind für junge Familien leichter zu finanzieren.“ Außerdem werde auf diese Weise die freie Fläche geschont.
„Die Sozialdemokraten machen mit ihrer Forderung ein Fass ohne Boden auf“, begründete Stadträtin Helga Drauz-Oertel das Nein der CDU. „Skeptisch“ steht einer Förderung von Gebrauchtimmobilien auch Ursula Scheuermann von der FDP/FWV-Fraktion gegenüber, und Rep-Stadtrat Alfred Dagenbach sieht das Land Baden-Württemberg und den Bund am Zug, den Erwerb von Gebrauchtimmobilien finanziell zu unterstützen.
Keine Nachfrage
Seit 1997 wurde bei der Stadt Heilbronn kein Arbeitgeberdarlehen mehr abgerufen. Grund genug für den Gemeinderat, jetzt diese Förderrichtlinie aufzuheben. Den Argumenten von Torsten Reinhart, Vorsitzender des städtischen Gesamtpersonalrats, das Darlehen mit neuen Impulsen wiederzubeleben, folgte das Gremium nicht. „Da das Arbeitgeberdarlehen seit mehr als zehn Jahren nicht mehr in Anspruch genommen wird, hat es sich doch erledigt“, befand CDU-Stadträtin Helga Drauz-Oertel. „Das Darlehen kann aufgehoben werden“, fasste Rep-Stadtrat Alfred Dagenbach seine Meinung zu diesem Punkt kurz zusammen.
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