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Intersport bleibt zuversichtlich
     
 
 

18.12.08

 

Der Optimismus bei der Intersport Deutschland eG ist ungebrochen. Während die großen Konkurrenten der Handelskonzerne Metro und Arcandor zurzeit in Problemen stecken, peilt die Sporthändler-Genossenschaft mit Sitz in Heilbronn in diesem Jahr einen Umsatzrekord an: An die 2,4 Milliarden Euro werden die mehr als 1000 Mitglieder in ihren gut 1400 Standorten umsetzen, sagten die beiden Vorstände Klaus Jost und Kim Roether.

Im Plus

Von Krisenstimmung ist daher keine Spur, obwohl sie einräumen: „Das Marktumfeld ist seit vier Monaten schwieriger geworden.“ Doch zurzeit profitiere offenbar der Fachhandel davon. „Die Menschen sparen eher bei dem Kauf von Autos oder einer neuen Küche als bei Laufschuhen“, meinte Jost. So seien auch die ersten beiden Wochen des Weihnachtsgeschäfts besser gelaufen als im Vorjahr. „Alles, was jetzt noch kommt, ist Plus.“

Insgesamt war 2008 für den 1956 gegründeten Verbund „ein spannendes und erfolgreiches Jahr“, sagte Roether. Im Vergleich zu 2007 habe es nur einen Monat - den April - gegeben, in dem die Verkaufsumsätze unter dem Vorjahreswert lagen. „Das hat es in der Geschichte von Intersport schon lange nicht mehr gegeben“, hieß es. Die größten Zuwächse gab es in den Sparten Outdoor/Trekking sowie Fußball/Vereinssport, einzig bei den Racket-Sportarten schrumpfte der Umsatz. In der Sparte Running, dem größten Segment, gab es nochmals ein kleines Plus, sagte Klaus Jost.

Investitionen

Beflügelt wurde das Geschäft in diesem Jahr von der Fußball-EM, die immerhin in ihrer Warengruppe Umsätze in Höhe von 95 Prozent des WM-Jahres 2006 brachte, sowie von den Olympischen Spielen in Peking.

Am Genossenschafts-Sitz auf den Böllinger Höfen bei Heilbronn wird nun investiert: 2,6 Millionen Euro gibt Intersport für eine neue Lagerlogistik aus, die ein neues Waren-Fördersystem umfasst, aber keine Vollautomatisierung oder Outsourcing mit sich bringe. Auch die Messehalle Redblue stoße wieder an ihre Grenzen - in den Hallen sollen die Emporen nochmals erweitert werden, um mehr Aussteller aufnehmen zu können, sagte Roether.

Und die Finanzkrise? Ein wenig bekommt sie der Händlerverbund doch zu spüren, berichteten die Vorstände. So seien ihre Mitglieder zwar in mehr als 100 Einkaufszentren vertreten - doch neue kommen gerade nicht mehr hinzu: Bei den meisten Projekten stehe die Finanzierung wieder in Frage. Positiv für Intersport sei ein anderer Effekt, sagte Roether: „Wir bekommen zurzeit viele Last-Minute-Sponsorings - weil sich vor allem Autohersteller aus der Werbung bei Sportveranstaltungen zurückziehen.“

Quelle Heilbronner Stimme vom 18. Dezember 2008 von Heiko Fritze www.stimme.de

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