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Scheuerle-Transporter für Kohletagebau
     
 
 

5.1.09

 

Der Schwertransporter-Hersteller Scheuerle hat einen Großauftrag an die Griffin Coal Mining Company mit Sitz in Perth im Südwesten Australiens geliefert.

Die Fahrzeuge sind für den Transport von bis zu 700 Tonnen schweren großen Baggern und Muldenkippern vorgesehen, die dort im Kohletagebau eingesetzt werden. Nach rund einjähriger Entwicklungs- und Bauzeit wurde nun das selbstfahrende Transportsystem vor seiner Auslieferung umfangreichen Tests unterzogen.

Für Energieversorgung

Griffin Coal Mine gehört zu den großen Bergbaubetrieben in Australien. Rund 200 Kilometer südöstlich von Perth werden im Tagebau jährlich rund drei Millionen Tonnen Kohle gefördert. Schon zu Beginn der Industrialisierung des fünften Kontinents nahm die Grube mit der Versorgung der staatlichen Eisenbahn eine wichtige Rolle als Kohlelieferant ein. Heute ist das Unternehmen einer der bedeutendsten Zulieferer für die westaustralische Energieindustrie, die mit Kohle aus den so genannten „Colli Basins“ Kraftwerke betreibt.

Werden im Zuge der Abbauarbeiten weitere Kohlefelder erschlossen, müssen auch die schweren Bagger und Muldenkipper zu ihrem neuen Standort verlegt werden. Ein bis zu 700 Tonnen schwerer Tagebaubagger ist jedoch nicht für das Zurücklegen von langen Strecken ausgelegt. Daher benötigte das Bergbauunternehmen spezielle Schwertransporter.

Sechs Module

Hergestellt wurden vier Module mit sechs Achslinien und zwei Module mit jeweils zwei Achslinien, die je nach Last aneinandergekuppelt werden. Von den insgesamt 56 Pendelachsen treiben 20 den Transporter an. Gesteuert wird der Verbund über eine Funkfernbedienung, mit der per Joystick alle wichtigen Funktionen wie Vorwärts- und Rückwärtsfahrt oder die Lenkung ausgeführt werden. Zum Beladen wird der Fahrzeugverbund nach hinten abgesenkt und nach vorne angehoben. So bildet er eine Auffahrschräge, die es dem Bagger ermöglicht, von hinten auf den Transporter aufzufahren. Danach wird der Verbund wieder in waagerecht eingestellt. fr

Quelle Heilbronner Stimme vom 30. Dezember 2008 von Heiko Fritze www.stimme.de

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