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Bechtle stemmt sich gegen Krise
     
 
 

16.1.09

 

Der IT-Dienstleister Bechtle trotzt mit guten Geschäften in den vergangenen Wochen der Wirtschaftskrise. „Das Jahresendgeschäft lief gut“, sagte der neue Vorstandschef Thomas Olemotz in Neckarsulm. „Wir sind mit dem Dezember zufrieden, sehr zufrieden sogar.“ Für den Januar berichtete Olemotz von „normalen Geschäften“. Eine Prognose für das laufende Jahr wagte der frühere Finanzchef, der Anfang des Jahres den Vorstandsvorsitz von Ralf Klenk übernommen hat, nicht. Er wolle damit bis zur Bilanzvorlage im März warten, sagte Olemotz.

Mitte November hatte Bechtle seine Umsatzerwartung zurückgenommen. Weitere Einschnitte schloss Olemotz aber aus: „Den ehedem anvisierten Umsatz von 1,5 Milliarden Euro werden wir nicht ganz erreichen, aber wir werden nicht weit weg davon liegen.“ Er sei „zuversichtlich“, auch das Ziel eines Vorsteuerergebnisses von rund 60 Millionen Euro in 2008 erreicht zu haben.

Start in Osteuropa

„Es gibt keinen Einbruch bei den Bestellungen“, sagte Olemotz. Das Systemhaus-Geschäft sei von langfristigen Projekten geprägt. „Die können sie nicht mal eben so kippen.“ Zu spüren bekäme Bechtle die Wirtschaftskrise am ehesten im IT-Versandhandel. „Die Taktfrequenz ist hier viel schneller. Der Kunde bestellt morgens und bekommt die Ware abends geliefert.“

Bechtle betreibt in allen wichtigen Märkten Europas einen Versandhandel für Computer und Zubehör. Kunden sind neben Mittelständlern in immer stärkeren Maße auch öffentliche Einrichtungen. Erst kürzlich ist das Unternehmen in den irischen Markt eingestiegen, bis zum März folgt der Gang nach Portugal. „Der Start in einem osteuropäischen Land ist für die zweite Jahreshälfte angedacht“, sagte Olemotz. Für den seit längerem im Gespräch befindlichen Sprung nach Brasilien gebe es keinen Zeithorizont.

Flächendeckende Präsenz

Bei den Systemhäusern, dem zweiten Standbein von Bechtle, ist weiter die flächendeckende Präsenz in allen deutschsprachigen Ländern das Ziel. Hier vergrößert sich Bechtle durch die Übernahme von kleineren Wettbewerbern. In Deutschland sieht Olemotz noch Bedarf in Bayern, Teilen von Baden-Württemberg sowie im Norden der Republik. An Übernahmekandidaten mangele es nicht, sagte Olemotz. „Es laufen immer Gespräche.“

Quelle dpa/Heilbronner Stimme vom 16. Januar 2009 www.stimme.de www.dpa.de

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