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Pilotregion Heilbronn-Franken stellt Projekte in Berlin vor
     
 
 

9.2.09

 

Turkish Round Table Club (TRTC) Heilbronn für Integrationsprojekt durch die Bertelsmann Stiftung ausgezeichnet.

Dank des Engagements von IHK-Vizepräsidentin Kirsten Hirschmann wurde Heilbronn-Franken von der renommierten Bertelsmann Stiftung im vergangenen Jahr neben Berlin und dem Saarland als Pilotregion für die Initiative "Unternehmen für die Region" ausgewählt. Innerhalb dieser Initiative werden in der Region derzeit sechs Projekte unter dem Motto "Demografischer Wandel und Integration" erarbeitet und umgesetzt. Eines der Teilprojekte stammt vom Heilbronner Turkish Round Table Club (TRTC). Ziel seines Programms "Integration durch Bildung" ist es, die Quote der Kinder und Jugendlichen mit türkischem Migrationshintergrund in Realschulen und Gymnasien nachhaltig zu steigern und so deren Arbeits- und Berufschancen zu erhöhen. Für sein herausragendes Engagement wurde der TRTC jetzt durch die Bertelsmann Stiftung ausgezeichnet. Bereits im Januar war das Heilbronner Integrationsprojekt durch den Pakt Zukunft prämiert worden und wird mit 30.000 Euro unterstützt.

Am 4. Februar 2009 wurde der Turkish Round Table Club für sein herausragendes gesellschaftliches Engagement von der Bertelsmann Stiftung ausgezeichnet. Gemeinsam mit acht weiteren Programmen hatte sich der TRTC unter 1 000 Bewerbungen bundesweit durchgesetzt. Integration durch Bildung ist dabei das erklärte Ziel des TRTC in Heilbronn. Hierfür setzt er bereits in der Grundschule an und bietet Förderunterricht für Kinder mit türkischem Migrationshintergrund. Begleitet wird der Unterricht durch die gezielte Aufklärung der Eltern, wie sie zum Bildungserfolg ihrer Kinder beitragen können.

Beim Festakt "Verantwortung. Gemeinsam. Gestalten" in Berlin konnten Caner Sentürk und Dr. Bora Tuncer als Vertreter des TRTC die Auszeichnung von Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende des Vorstands der Bertelsmann Stiftung sowie Peter Müller, Ministerpräsident des Saarlandes und Präsident des Bundesrates, entgegennehmen. "Die gesamte Gesellschaft muss sich anstrengen, allen Kindern und Jugendlichen in Deutschland reale Chancen zu ermöglichen. An dieser Chancengerechtigkeit wollen wir mit aller Kraft weiterarbeiten", so Dr. Tuncer.

Das sieht der Förderkreis des Pakt Zukunft der Region Heilbronn-Franken genauso. Er betont die Nachhaltigkeit und Beispielhaftigkeit des Konzeptes und unterstützt das Heilbronner Integrationsprojekt deshalb mit einem Förderbetrag von 30.000 Euro. Bereits am 23. Januar war der TRTC gemeinsam mit 15 weiteren demografischen Projekten der Region ausgezeichnet worden. Insgesamt stellt die regionale Wirtschaft im Rahmen des Pakt Zukunft 1 Million Euro für innovative demografische Projekte zur Verfügung. Die Projekte sollen die Kinder- und Familienfreundlichkeit in Heilbronn-Franken nachhaltig verbessern und so einen konkreten Beitrag zur Bewältigung der demografischen Herausforderung leisten.

In Berlin präsentierten sich unter dem Motto "Demografischer Wandel und Integration" insgesamt sechs Projekte aus der Region Heilbronn-Franken, die von der renommierten Bertelsmann Stiftung als Pilotregion für die Initiative "Unternehmen für die Region" ausgewählt ist.

Das Kooperationsmodell Kinderbetreuung will eine neue Betreuungseinrichtung für Kinder zwischen 0 und 14 Jahren in Heilbronn etablieren.

Ein Netzwerk verschiedener Initiativen widmet sich dem Fachkräftebedarf in der Region.

Im Projekt "Elternmultiplikatoren" sollen Multiplikatoren ausgebildet werden, die sich speziell den Bildungschancen von Migranten widmen.

Ein Filmprojekt möchte aufzeigen, wie sich Ausbildung positiv auf die Integration auswirkt.

Um Schulpatenschaften für Hauptschulen geht es im Projekt "Stufen zum Erfolg/ZAB", das von Unternehmen gemeinsam mit der IHK und den Wirtschaftsjunioren vorangetrieben wird.

Ein weiteres Projekt beschäftigt sich mit der Gründung einer evangelischen Haupt- und Realschule in Brackenheim.

Ergebnisse der Projekte sollen im Sommer vorgestellt werden.

Hintergrundinformationen:

Die Initiative "Unternehmen für die Region" der Bertelsmann Stiftung wurde von Liz Mohn im März 2007 ins Leben gerufen. Sie zielt darauf ab, das vielfältige Engagement von Unternehmen einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und soll zudem dazu beitragen, ein positiveres Unternehmensbild in Deutschland zu verankern. Auch soll die Kampagne anderen Unternehmen Mut machen, sich verstärkt für das Gemeinwesen zu engagieren. "Herzstück" der Kampagne ist die internetbasierte Informationsplattform www.unternehmen-fuer-die-region.de. Auf der virtuellen "Landkarte des Engagements" können Unternehmen ihre Engagement-Projekte eintragen.

Um das Engagement der Unternehmen vor Ort zu bündeln, unterstützt die Bertelsmann Stiftung regionale Netzwerke, die "Verantwortungspartner". In den drei Pilotregionen Berlin und Brandenburg, Heilbronn-Franken und dem Saarland arbeiten über 150 Unternehmer an mehr als 30 Projekten. Die beiden Regionen Lippe und Schleswig-Holstein sind jetzt als neue Pilotregionen dem Netzwerk der "Verantwortungspartner" beigetreten. Weiterhin ist im Jahr 2009 mit Halle (Saale) und Salzburg eine Zusammenarbeit im Rahmen der Initiative "Unternehmen für die Region" geplant.

Weitere Informationen

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