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Er entdeckte die Jeans für den deutschen Markt: Albert Sefranek erzählt, wie ihm der Zufall zu Hilfe kam.Albert Sefranek (88) ist Anfang der 70er-Jahre das erste Mal in Jeans geschlüpft. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass er selbst die amerikanischen Hosen in Deutschland etablierte. Und zwar schon 1948. Zuvor waren sie nur in Amerika erhältlich, galten bei uns als ordinär und nicht gesellschaftsfähig. Zeichnete sich doch das Gesäß unter ihnen deutlich ab. "Jeans waren nur etwas für junge, wilde und rebellische Leute. Ich hätte sie früher nie getragen", erinnert sich Sefranek mit einem Schmunzeln.
Der Unternehmer sitzt in der Mustang-Kantine in Künzelsau, Jeanshosen tragend. Vor ihm haben sich etwa 60 Mitglieder des Clubs der Betriebswirte (CdBW) versammelt. Dem Club gehören IHK-Betriebswirte unterschiedlicher Jahrgänge an. Sie treffen sich regelmäßig zu gemeinsamen "Vor-Ort-Veranstaltungen" in bekannten Unternehmen. Diesmal ist Jeanshersteller Mustang an der Reihe.
Die Teilnehmer stellen Fragen an Albert Sefranek, der ganz locker aus dem Nähkästchen plaudert. Dass er sich aus dem Geschäft inzwischen zurück gezogen hat, wird spätestens deutlich, als ihm ein Club-Mitglied den neuesten Mustang-Prospekt unter die Nase hält. "Was ist denn das? Die neue Kollektion? Jetzt haben Sie mich erwischt", grinst er und erntet Lachsalven. Der Generationenwechsel sei nicht reibungslos verlaufen. "Mein Sohn Heiner kam in die Firma und wollte alles umkrempeln." Heute habe der Senior eingesehen: "Das war richtig so!" Inzwischen hat Heiner Sefranek im Unternehmen die Hosen an. Zusammen mit CEO Theo Birkemeyer trifft er als Firmeninhaber strategische Entscheidungen.
Ein CdBW-Mitglied bittet den 88-Jährigen um Karriere-Ratschläge. "Man muss wissen, was man will und das konsequent verfolgen. Ehrgeiz ist wichtig, sonst bleibt man Masse". Wie er selbst die Produktidee Jeans entdeckt hat, berichtet Albert Sefranek ausführlich: Seine Schwiegermutter Luise Hermann betrieb in Künzelsau eine Kleiderfabrik. Nachdem der junge Albert Sefranek aus dem Krieg zurück gekehrt war, verpflichtete ihn die resolute Firmenchefin als Verkäufer. "Eigentlich wollte ich Vermessungstechnik studieren", verrät Sefranek. Doch daraus wurde nichts. "Wir brauchen keinen Studierten, sondern einen der schafft", hatte die Schwiegermutter knapp bestimmt.
Sefranek reiste nach Frankfurt am Main, um die firmeneigene Berufsbekleidungs-Kollektion vorzustellen. Doch er zog keinen einzigen Auftrag an Land. Die Nächte verbrachte der bald völlig frustrierte junge Mann bei einem Verwandten, den er schließlich um Rat fragte. Er konnte doch nicht mit leeren Händen zur Schwiegermutter zurück kehren. "Wie wärs, wenn Ihr Amihosen macht?", lautete der verwandtschaftliche Vorschlag. Damit meinte er nichts anderes als die Jeanshosen, die viele Amerikaner im besetzten Frankfurt trugen.
Sefranek ergriff den Strohhalm, tauschte mit einem Amerikaner sechs Schnapsflaschen gegen sechs Amihosen. Er hatte das Gefühl, eine tolle Produktidee erbeutet zu haben. Zurück in Künzelsau schlug Schwiegermutter Luise Hermann jedoch die Hände über dem Kopf zusammen: "Kommt nicht in Frage. Diese Karussellfahrerhosen werden in meinem seriösen Unternehmen nicht hergestellt." Die engen, blauen Kleidungsstücke mit bunter Dreifach-Naht waren zur damaligen Zeit absolut exotisch. Lediglich die Jugend fand Gefallen daran.
Dass Albert Sefranek die Hosen selbst entsetzlich fand, hielt ihn nicht davon ab, erneut nach Frankfurt zu fahren. Von der zweiten Reise brachte er 300 Aufträge mit, die Luise Hermann schließlich überzeugten. Die ersten deutschen Jeanshosen wurden genäht.
Diese und weitere Geschichten rund um die Mustang-Jeans erfahren Interessierte auch im Künzelsauer Mustang-Museum. Im ehemaligen Wohnhaus der Familie Hermann-Sefranek sind die ersten Produkte, Trends, Familienfotos, Zeitungsartikel und vieles mehr zu sehen. Museums-Leiter Klaus Megerle und seine Ehefrau liefern zusätzlich jede Menge Hintergrundwissen.
Quelle: http://www.suedwest-aktiv.de/
von Sabine Franz
60 Jahre Jeans - Als die Amihosen laufen lernten
Die Jeans ist aus unseren Kleiderschränken nicht mehr wegzudenken
Albert Sefranek, Mustang-Hemd, Mustang-Jacke, Mustang-Jeans, Mustang-Gürtel, geht heute nicht mit der Fürstin spazieren. Nach zwei Stunden Hochgeschwindigkeitsinterview wächst der Hunger. Er fährt nicht nach Hause zum Essen, die Fürstin muss ihren Hund alleine ausführen, Sefranek geht ins Gasthaus, er hat noch zu erzählen. Von seinen Jeans, dem Leben und der besten Markklößchensuppe im Ort.
Er springt, 88 Jahre alt, aber jung wie eine Jeans, die Treppen des Mustang-Museums hinab, hinein in die Welt. Links die Firma. Geradeaus Künzelsau, im Niemandsland zwischen Heilbronn und Würzburg, 15.000 Einwohner, Heimat der Techniker für Montage (Würth), Werkzeug (Berner), Präzision (P+V), Förderung (Stahl) und Elektro (Ziehl-Abegg). Und Geburtsort der europäischen Jeans. Albert Sefranek hat sie vor genau 60 Jahren gefunden und neu erfunden. Rechts der Weg zum Gasthaus Frankenbach, heimische und schwäbische Spezialitäten.
„Ferdl, der Albert ist vom Krieg zurück!“
Jeans waren nicht sein Beruf, sondern sein Leben: Albert Sefranek
Vielleicht brauchte es für die größte Revolution der Nachkriegsmode den Querkopf eines Oberfranken, der in der Nähe des Levi-Strauss-Geburtsorts Buttenheim geboren wurde und hierher nach Hohenlohe kam. Eigentlich wollte er Vermessungsingenieur werden wie sein Vater in Nürnberg. Aber für den Junior, kaum den Lederhosen entwachsen, war etwas anderes vorgesehen. Drüben in Künzelsau gebe es ein Mädchen für ihn bei der Familie Hermann, sagte der Vater. 1938 machte Albert erst einmal Abitur. Dann Reichsarbeitsdienst, Wehrmacht, Polen, Russland, Frankreich, bis zum Ende. In einem Urlaub von Russland verlobte er sich 1944 mit Erika, der Tochter des Holzhändlers Hermann.
Und der Bekleidungsfabrik Hermann. Denn die Weltwirtschaftskrise hatte dem Holzhandel zugesetzt. Also fertigte Holzhändlergattin Luise Hermann, tatkräftig und unternehmungsfreudig, seit dem 2. Juli 1932 in der oberen Diele des Wohnhauses Berufsbekleidung. Das Geschäft ging immer besser. 1938 wurde ein Nähsaal angebaut. Dutzende Mitarbeiter fertigten Drillichanzüge für Wehrmacht und Reichsarbeitsdienst. Nach dem Krieg fielen da natürlich wichtige Auftraggeber weg.
Und da trat auch schon Albert Sefranek ins Bild. Dem Ruhrkessel entronnen, kam er am 5. Mai nach Künzelsau, ohne Ausweispapiere. Von dort radelte er unerkannt nach Nürnberg. Die Mutter, glücklich, wenigstens einen ihrer beiden Söhne zu sehen, fuhr zum Internierungslager Hersbruck, wo ihr Mann Gefangener war, und rief über den Zaun: „Ferdl, der Albert ist vom Krieg zurück!“ Prompt wurde sie verhaftet. So kam es, dass, als Albert ein paar Wochen später heiratete, sein Vater im Lager war, sein Bruder noch vermisst und die Mutter im Gefängnis.
Mit den Amerikanern zum Standesamt
Warum er so schnell heiraten musste? Bei den Hermanns waren amerikanische Unteroffiziere einquartiert. Die Familie musste in ein kleines Haus ziehen, und er hätte unter einem Dach mit seiner Verlobten gewohnt. Der frommen Schwiegermutter verbat sich das: „Ihr müsst heiraten!“ Na gut. Der Bräutigam nahm sich Zwanzig-Liter-Benzinkanister vom Treibstoffdepot der Amerikaner am Bahnhof, um mit dem Opel P4 das Hochzeitsessen zusammenzukaufen. Am Hochzeitsmorgen, dem 22. Juli 1945, klopften die Amerikaner dennoch an: Razzia.
Albert Sefranek, noch immer ohne Papiere, wäre wohl in Gefangenschaft gelandet. Als er ihnen sagte, er heirate an dem Tag, gratulierten sie, tranken einen Schnaps und eskortierten ihn zum Standesamt: Jawort im Kriegsgerichtssaal, der mit amerikanischen Flaggen geschmückt war. Sefranek hatte sich die Smokinghose vom Apotheker, die Smokingjacke vom Lederfabrikanten, die Schuhe von der Schuhfabrik und den Chapeau claque vom Metzger geliehen. „Ich war perfekt gekleidet!“ Die Braut nicht ganz: Die Schleppe des Kleids hatten Amerikaner als Halstuch zweckentfremdet.
Jeans waren nicht sein Beruf, sondern sein Leben
Vom ersten Tag an half er im Betrieb, besorgte Ersatzteile und nach den Konfiszierungen Nähmaschinen und Stoffe. Eigentlich wollte er noch studieren. Aber die Schwiegermutter meinte: „Wir brauchen hier keinen Studierten, sondern einen, der schafft.“ Für eine Ausbildung in der Textilbranche blieb auch keine Zeit. Vielleicht blieb er deshalb so unkonventionell, vielleicht fährt er deshalb noch heute im Mercedes vor und steigt in Jeans aus. Jeans waren nicht sein Beruf, sondern sein Leben. Das ist natürlich auch Marketing: Wenn er fotografiert wird, ist der Mustang, der übers Hemd galoppiert, immer im Bild. Oft fotografiert Sefranek zurück: Er führt seit Jahrzehnten ein Tagebuch mit Bildern, erzählt er auf dem Weg zum Gasthof. Vielleicht schafft er sich so seine fashion moments, die ihm in der Innovationsregion Hohenlohe fehlen: „Die Trends entscheiden sich nicht in Künzelsau!“ Sefranek grüßt freundlich nach recht und links und marschiert zum Gasthof Frankenbach.
Aus den Nöten der Nachkriegszeit musste er als einziger Verkäufer der Firma Tugenden machen. Gehalt bekam er von der Schwiegermutter nicht, nur Provision. Mit Musterkoffer fuhr er durch die Lande: „Hermann? Künzelsau? Nie gehört!“ Er musste eine produktive Marke erschaffen. „Haben Sie nichts Neues?“ Auf die Frage antwortete er mit Berufsmänteln, -schürzen, -kitteln, -jacken. Je nach Stofflage gab es auch Knabenanzüge oder Dirndl. Oft durfte er den Koffer nicht mal öffnen. Er brauchte Neues. Aber was?
„Mach doch diese Amihosen!“
Der Zufall schritt ihm entgegen. Da die Hotels in Frankfurt zerstört waren oder von Amerikanern belegt, schlief er bei seinem Verwandten Karl an der Mainzer Landstraße auf der Armeepritsche. Karl hatte in dem halb zerstörten Haus ein „Steg“-Geschäft aufgemacht - in den Läden der „Staatlichen Erfassungsgesellschaft für öffentliches Gut mbH“ wurden nicht mehr benötigte Versorgungsgüter der deutschen und amerikanischen Armee verkauft. Abends saßen die beiden zusammen. Albert: „Wenn ich wieder nichts verkaufe, macht mich die Liesl fertig!“ Karl: „Mach doch diese Amihosen!“ Albert: „Kannst du mir da keine besorgen?“ Karl: „Nee, du kannst doch besser Englisch.“ Also ging er in eine Bar an der Kaiserstraße und fand einen Amerikaner. Beim nächsten Besuch brachte er aus Künzelsau „Hohenloher Getreidebrand“ mit. So tauschte er - Flasche gegen Hose - Jeans in mehreren Größen ein. Waren es drei, vier, sechs Levi's? „Jeder schreibt sechs - und jetzt sag' ich auch sechs.“
Stolz brachte er die Jeans nach Hause. Die Schwiegermutter war nicht angetan: „Karussellfahrerhosen!“ Er überzeugte sie schließlich mit Aufträgen. Karl tat sich mit anderen Steg-Händlern zusammen und orderte 300 Exemplare. Also trennten sie in Künzelsau die Hosen auf, zeichneten sie nach und hatten den Schnitt. Die ersten wurden 1949 verkauft: Hydron- statt Indigoblau, Schuster- statt Hosennieten, Monteurköper statt Denimstoff. Und eine Revolution der Passformen: Bis dahin hatten Hosen bei 80 Zentimeter Bundmaß 90 Zentimeter Umfang - man musste bequem sitzen, und schließlich gab es Hosenträger. Außerdem bluteten die knallengen Hosen beim Waschen aus und liefen ein. „Jeans“, meint Sefranek, „schienen den Deutschen unlogisch und unverständlich. Und es waren die Hosen der Besatzungsmächte!“
Man muss fit bleiben für Jeans
Er bekam Nähmaschinen, die dreifache Nähte an der Seite nähten, und die Lizenz für den Import von Denimstoff, der - auch wegen Fracht- und Zollkosten - teuer war: Jeans kosteten statt zwölf nun 20 Mark. „Zunächst wurden uns die Hosen nicht aus den Händen gerissen - erst seit Mitte der Sechziger und vor allem in den Siebzigern, als Jeans gesellschaftsfähig wurden in allen Alters- und sozialen Gruppen.“ Lange aber wusste man nicht genau, was man mit den Campinghosen, Röhrleshosen, Amihosen, Cowboyhosen, Cowboy-Pants, Nietenhosen, Twisthosen anfangen sollte. Auch Sefranek suchte nach einem sprechenden Namen: Mustang hält man noch heute oft für eine amerikanische Marke.
Heute - da sitzen wir schon im Gasthof Frankenbach bei der besten Markklößchensuppe mindestens im Kochertal. „Früher gab's zwei Kollektionen im Jahr“, sagt Heiner Sefranek, der die Geschäfte führt, „heute wird alle vier Wochen nachgelegt.“ Früher hat man hier gefertigt, dann ging es nach Portugal, Ungarn, Polen, Russland, Tunesien, Ägypten, heute gibt es keine eigene Produktion mehr. Früher verkaufte man viel über Jeans-Läden, jetzt bewirtschaftet man Mustang-Flächen in Kaufhäusern. Bei Sauren Nierle mit Estragonrahm, Spätzle und Salat (6,40 Euro) überlegt Sefranek junior, der nun auch schon 60 Jahre alt ist, ob man über die in Pakistan geplanten Geschäfte auch an den iranischen Markt kommt. Globalisierung, Diversifizierung, Lizenzierung, Rationalisierung - das sind die Themen beim Kaffee. „Manchmal wär's mir lieber, wir hätten Schrauben gemacht“, seufzt Sefranek senior. Egal. Morgen dann vielleicht wieder zum Spaziergang mit der Fürstin zu Hohenlohe-Langenburg. „Mir tut's gut, wenn man einen gewissen Zwang hat zum Laufen, wenn einen jemand anstößt.“ Man muss fit bleiben für Jeans.
Wie Mustang durch die Zeiten galoppierte
1948: Albert Sefranek besorgt sich im September in Frankfurt Levi's-Jeans.
1949: Sefranek und seine Schwiegermutter produzieren in der „L. Hermann Kleiderfabrik“ die ersten deutschen Jeans.
1953: Die erste europäische Damen-Jeans (“Girl's Campinghose“) kommt heraus, Ende der fünfziger Jahre die erste Cord-Jeans (aus Zimmermannscord), in den sechziger Jahren die im Backofen gepresste Jeans mit „Normstabil“-Bügelfalten.
1958: Im Café Frick in Künzelsau erfindet Sefranek mit Mitarbeitern den Markennamen Mustang: Man sollte an Prärie, Cowboys, Freiheit, Dynamik denken.
1961: Mustang bringt die erste Stretch-Jeans der Welt heraus.
1968: Sefranek und sein Schwager Rolf Hermann übernehmen die Firma von Luise Hermann
1969: Erste Anzeigen erscheinen in „Bravo“: „Haltet euch an Mustang, Freunde!“
1972: Mustang rüstet die deutsche Mannschaft bei den Olympischen Spielen mit Freizeitkleidung aus.
1974: Sefraneks älterer Sohn Heiner steigt ins Unternehmen ein und ist heute geschäftsführender Gesellschafter.
1989: Lizenz für Joop!-Jeans, die zur erfolgreichsten Designerjeans der Neunziger mit mehr als 100 Millionen Mark Umsatz wurde. 1990: Die Sefraneks kaufen die Anteile der Hermanns, Heiner Sefranek wird Mehrheitsgesellschafter. Alberts Schwager Rolf, der jahrzehntelang Technik und Produktion der Jeans verantwortete, stirbt am 23. August 2008. Alberts Neffe Dieter Hermann ist inzwischen als Ehemann von Uschi Glas berühmt geworden.
1993: Heiner Sefranek gründet das Label „W.&L.T.“ (sprich: Walt) mit dem belgischen Designer Walter van Beirendonck, Lifestylekonzept „Jeans and Music“, Produktion eines Formats für den Sender Viva.
2000: Die von Heiner Sefraneks Frau Jacqueline verantwortete Lizenz für Bogner-Jeans kommt hinzu, die Joop!-Lizenz geht verloren.
2007: Die letzte eigene Produktionsstraße in Ungarn wird geschlossen, Dritte produzieren die Hosen nun in Fernost. Vertrieb, Entwicklung und Verwaltung bleiben in Künzelsau, entworfen wird die Kollektion vom Designteam in Berlin.
2008: Der Umsatz von knapp über 100 Millionen wächst um drei Prozent.
Text: F.A.Z. Alfons Kaiser vom 29. August 2008
Bildmaterial: dpa, Frank Röth
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