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Finanzkrise? Nicht bei der Volksbank Heilbronn. „Wir haben ein sehr gutes Jahr hinter uns“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Genossenschaftsbank, Thomas Hinderberger. Für das laufende Jahr rechnet er mit „genauso stabilen Zahlen“. Der Bilanzgewinn nach Steuern beträgt wie im Vorjahr 3,8 Millionen Euro, weitere 2,8 Millionen Euro haben die Genossen in die Rücklagen gesteckt. Die knapp 40 000 Miteigentümer des Instituts können sich darauf freuen, dass sie auf ihre Anteile erneut eine Dividende von 5,5 Prozent erhalten werden.
Zum Jahreswechsel hatten die Volksbank-Kunden 1,08 Milliarden Euro auf ihren Konten liegen, das waren 3,25 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Zwischendurch sei das Plus deutlich höher gewesen: Nach hohen Mittelzuflüssen durch die Lehmann-Pleite im Oktober und November hätten sich im Dezember die Angebote der Autobanken bemerkbar gemacht, die mit „nicht marktgerechten Zinsen“ Spargroschen in ihre Bücher gelockt hätten. „Trotzdem ist die Volksbank mit diesem Wachstum mehr als zufrieden“, sagt Hinderberger - und betont die regionale Ausrichtung: „Wir sammeln Gelder in der Region als stabile Refinanzierungsquelle für Kredite für heimische Firmen ein.“
Auch für Kreditnehmer ist das Institut weiterhin eine „sichere Bank“. Eine Kreditklemme, über die im Zusammenhang mit den großen Geschäftsbanken gelegentlich diskutiert wird, habe es bei der Volksbank Heilbronn nicht gegeben, betont der fürs Firmen- und Kreditgeschäft zuständige Vorstand Ralph Blankenberg. „Wir haben davon nichts gespürt.“ Vielmehr sei das Kreditgeschäft mit Firmenkunden 2008 um zehn Prozent gewachsen. „Wir werden die Kreditversorgung des Mittelstands auch in Zukunft sicherstellen“, verspricht er.
Weniger Risikovorsorge Bis dato würden die Firmenkunden ihre bestehenden Kreditlinien aber nicht voll ausnützen, was auf wirtschaftliche Schwierigkeiten schließen lassen könnte. Im Moment, so beobachtet die Bank bei ihren Kunden, seien die Auftragsbestände in den meisten Branchen noch „solide“. Die Auftragseingänge vieler Kunden seien allerdings rückläufig.
Auf der Risikoseite vermeldet der zuständige Vorstand Peter Rosenberger Entwarnung. „Im vergangenen Jahr konnten wir die Risikovorsorge mehr als halbieren.“ Auch seit dem Jahreswechsel sieht er bei den gefährdeten Krediten jedenfalls noch keinen sprunghaften Anstieg. Die ohnehin konservativen eigenen Wertpapierbestände seien auch konservativ bewertet, weshalb - anders als bei vielen Geschäftsbanken - in der eigenen Bilanz keine versteckte Risiken schlummerten.
Quelle Heilbronner Stimme vom 13. Februar 2009 von Manfred Stockburger www.stimme.de
Foto Bernhard J. Lattner
http://www.bj-lattner.de/galerie_neu.php?unt=voba_hn
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