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Arbeitsmarkt trotzt der Krise

     
 
 

26.2.09

 

Der starke Anstieg der Arbeitslosenzahlen in der Region zum Jahresauftakt hat sich im Februar nicht fortgesetzt. Im Bereich der Agentur für Arbeit in Heilbronn sank die Quote um 0,1 Punkte auf jetzt 5,2 Prozent. Im Kreis Schwäbisch Hall blieb die Quote unverändert bei 4,3 Prozent, im Hohenlohekreis und im Main-Tauber-Kreis gab es einen leichten Anstieg um jeweils 0,1 Punkte auf aktuell 4,2 und 5,1 Prozent. Viele Unternehmen versuchten, auch in den von der Wirtschaftskrise besonders betroffenen Bereichen ihre Belegschaft, vor allem Fachkräfte, zu halten. Dafür sprächen die stark gestiegenen Anzeigen über Kurzarbeit, hieß es übereinstimmend. In Baden-Württemberg stieg die Arbeitslosenquote von 4,7 Prozent im Januar auf 4,8 Prozent.

(Quelle SWR 4, 26. Februar 2009)

Agentur für Arbeit Heilbronn –
Stadt- und Landkreis Heilbronn

Arbeitslosenquote sinkt auf 5,2 Prozent

„Im Stadt- und Landkreis Heilbronn ist die Arbeitslosigkeit im Februar leicht gesunken. Die Arbeitslosenquote – bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen – sank von 5,3 Prozent im Januar auf jetzt 5,2 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 4,9 Prozent gelegen. Die Arbeitslosigkeit insgesamt ist im Februar 2009 um 205 auf 12.398 gesunken. Im Vergleich zum Januar 2008 gab es jedoch 871 Arbeitslose mehr. Die Zahl der Arbeitslosen ist moderat gesunken, weil die Agentur für Arbeit Heilbronn verstärkt Arbeitslose aktivierte und ihnen vielfältige Qualifizierungsangebote machte. Der Abbau von Qualifikationsdefiziten verbessert deren Chancen bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Es lassen sich weiterhin viele Unternehmen in Sachen Kurzarbeitergeld beraten. Sie wollen ihre Belegschaften halten. Die Nachfrage nach Fachkräften hält an, die nach Ungelernten geht zurück“, so Martin Diepgen, Vorsitzender Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Heilbronn, zum Geschehen im Heilbronner Agenturbezirk.

Im Februar meldeten sich 2.889 Personen neu oder erneut arbeitslos, das waren 1.031 weniger als im Januar. Vor einem Jahr waren es 258 oder 10% mehr. Aus einer Erwerbstätigkeit heraus sind im Februar 1.294 Menschen arbeitslos geworden, aus einer Ausbildung oder Qualifizierung 544 Menschen und aus Nichterwerbstätigkeit 858 Menschen.

Gleichzeitig beendeten 3.074 Personen ihre Arbeitslosigkeit, das waren 914 Personen mehr als im Januar. Verglichen mit Februar 2008 waren das 52 oder rund 2% mehr. Davon haben 866 Menschen eine Erwerbstätigkeit aufgenommen und 824 Personen machen eine Ausbildung oder eine Qualifizierung.

Nach Personengruppen entwickelte sich die Arbeitslosigkeit unterschiedlich:

Rückgang bei Langzeitarbeitslosen

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen sank im Februar um 87 Personen. Im Vergleich zum Februar 2008 gab es 815 oder 21,7 Prozent Langzeitarbeitslose weniger.

Mehr neue offene Stellen, das Angebot an offenen Stellen insgesamt gesunken

Im Februar wurden der Agentur für Arbeit Heilbronn 812 neue offene Stellen gemeldet, das sind 300 mehr als im Januar. Im Vergleich zum Februar 2008 waren es aber 672 oder rund 45 Prozent weniger.

Die Zahl der offenen Stellen insgesamt beträgt 3.072, das sind 219 weniger als im Januar und 1.318 oder 30 Prozent weniger als im Februar 2008.

Arbeitsmarktbericht im Bezirk der
Agentur für Arbeit Heilbronn .pdf

Agentur für Arbeit Tauberbischofsheim –
Main-Tauber-Kreis

Die Arbeitslosenquote im Februar leicht gestiegen

Beratungsbedarf der Unternehmen groß

Von Januar auf Februar 2009 ist die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf jetzt 5,1 Prozent gestiegen. Damit fiel der Anstieg bedeutend geringer aus als noch von Dezember 2008 (4,2 Prozent) auf Januar 2009 (5,0 Prozent).
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Tauberbischofsheim sind somit 7.449 Menschen arbeitslos gemeldet, 163 mehr als im Januar.
Dazu der Jahresvergleich: Im Februar 2008 waren bei einer Quote von 4,5 Prozent 775 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.
Die durchschnittliche Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg ist wie im Agenturbezirk um 0,1 Prozentpunkte gestiegen und liegt bei 4,8 Prozent.

Kreise

Im Main-Tauber-Kreis lag die Quote bei 5,0 Prozent. Im Vergleich zum Januar 2009 bedeutet dies eine Steigerung von 0,1 Prozentpunkten. Die Hauptagentur Tauberbischofsheim kann mit 4,4 Prozent (entspricht 1.304 Arbeitslose) die niedrigste Quote verzeichnen. In der Geschäftsstelle Bad Mergentheim waren 1.210 Menschen (Quote von 5,1 Prozent) und in Wertheim 1.037 (Quote von 5,8 Prozent) ohne Arbeit.

Auch im Neckar-Odenwald-Kreis stieg die Quote um 0,1 Prozentpunkte auf jetzt 5,1 Prozent. Die Quote in der Geschäftsstelle Mosbach blieb unverändert bei 5,0 Prozent (2.057 Arbeitslose). In der Geschäftsstelle Buchen kletterte die Quote um 0,2 Prozentpunkte auf jetzt 5,3 Prozent, d.h. 1.841 Männer und Frauen waren ohne Beschäftigung.

„An dem relativ geringen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Tauberbischofsheim - wie auch bundesweit in Baden- Württemberg - zeigt sich, dass die Unternehmen auch in den von der Wirtschaftskrise besonders betroffenen Bereichen versuchen, ihre Belegschaft, vor allem die Fachkräfte, zu halten.

Dafür sprechen auch die stark gestiegenen Anzeigen über Kurzarbeit. In den vielen Gesprächen, die unsere Mitarbeiter des Arbeitgeberservice mit den Unternehmen führten, zeigte sich deutlich, dass die Unternehmen es vorziehen, die Beschäftigungsverhältnisse über Kurzarbeit zu sichern anstatt ihr qualifiziertes Personal zu entlassen, das ihnen dann nach dem Ende der wirtschaftlichen Krise fehlen wird“, so Stefan Beil, Leiter der Agentur für Arbeit Tauberbischofsheim.

Die Bundesregierung hat in ihren beiden Konjunkturpaketen politische Impulse gesetzt: Beschäftigung hat Vorrang und die Zeit der Kurzarbeit soll für Qualifizierung genutzt werden. Dafür stehen im Rahmen dieser Beschlüsse erweiterte und der Situation angepasste Fördermöglichkeiten zur Verfügung.

„ Der Beratungsbedarf der Betriebe ist derzeit sehr groß“, so Stefan Beil. Dass der Arbeitsmarkt nicht starr ist, zeigt sich an den Zu- und Abgangszahlen sowohl auf Bewerber- als auch auf der Stellenseite:
1.086 Personen aus dem Rechtskreis SGB III (Sozialgesetzbuch) haben sich insgesamt neu arbeitslos gemeldet. 929 Personen beendeten ihre Arbeitslosigkeit.

509 ungeförderte Stellenangebote, das sind Stellen ohne staatliche Förderung, wurden den Mitarbeitern des Arbeitsgeberservice neu gemeldet. 521 Angebote konnten abgeschlossen werden.

Abgesehen von den von der Krise besonders betroffenen Wirtschaftszweigen, werden in anderen Bereichen weiterhin Fachkräfte gesucht. Der Bestand an ungeförderten offenen Stellen lag im Januar bei 1.357, davon entfielen auf den Main-Tauber-Kreis 840 Stellen und auf den Neckar-Odenwald-Kreis 517.

Arbeitsmarktbericht im Bezirk der
Agentur für Arbeit Tauberbischofsheim .pdf

Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall –
Hohenlohekreis und Landkreis Schwäbisch Hall

m Februar nur leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit

Im Februar ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Haller Arbeitsagentur (Landkreis Schwäbisch Hall und Hohenlohekreis) im Vergleich zum Januar nur leicht angestiegen. Zum Stichtag im Februar 2009 waren 6820 Arbeitslose registriert, im Januar waren dies 6778 Arbeitslose. Im Vergleich mit dem Februar 2008 ist die Arbeitslosigkeit um 1422 Menschen und damit um ein gutes Viertel höher als im aktuellen Monat.

Die Arbeitslosenquote, also der Anteil der Arbeitslosen an allen zivilen Erwerbspersonen, hat sich innerhalb eines Monats nicht verändert. Sie liegt wieder bei 4,3 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 3,4 Prozent. Landesweit liegt Schwäbisch Hall zusammen mit Göppingen, Ludwigsburg, Reutlingen und Waiblingen hinter Ravensburg (3,8) auf Platz 2. Der Landesdurchschnitt liegt bei 4,8 Prozent.

Ein Blick auf die Zu- und Abgangsdaten zeigt die große Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. 1837 Menschen haben sich neu arbeitslos gemeldet und 1784 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit entweder durch Abmeldung bzw. Aufnahme einer Arbeit beenden oder durch Teilnahme an einer Bildungsmaßnahme unterbrechen.

Die Arbeitskräftenachfrage ist im Vergleich zum Vorjahr um ein gutes Fünftel zurückgegangen. 3060 Stellenangebote sind zum Stichtag im Februar im Bestand und in diesem Monat haben Arbeitgeber 808 Stellenangebote aufgegeben.

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

Im Landkreis Schwäbisch Hall wurden im Februar 4321 Arbeitslose gezählt. Das sind 28,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. 1306 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 1318 Menschen konnten aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden. Die Arbeitslosenquote liegt somit wie im Januar bei 4,3 Prozent.

Arbeitgeber haben 580 Stellen im Februar gemeldet. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2387.

Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

Im Landkreis Hohenlohe wurden im Februar 2499 Arbeitslose gezählt. Das sind 470 Menschen mehr als vor einem Jahr. 531 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 466 Menschen konnten aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden. Die Arbeitslosenquote liegt somit bei 4,2 Prozent und ist damit innerhalb eines Monats um 0,1 Prozentpunkte gestiegen.

Arbeitgeber haben 228 Stellenangebote im Februar aufgegeben. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 673.

Die Hartz IV Eckwerte

Bei der ARGE SoziAl im Landkreis Schwäbisch Hall waren zum Stichtag 1962 Arbeits-lose registriert. Die Arbeitsagentur betreute im Haller Landkreis 2359 Arbeitslose.

Von den 2499 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 1108 von der ARGE im Hohenlohekreis betreut. Bei der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur im Hohenlohekreis waren zum Stichtag im Februar 1391 Arbeitslose registriert.

Arbeitsmarktbericht im Bezirk der
Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall .pdf

Weitere Informationen unter

Arbeitsmarktberichte für die Region Heilbronn-Franken

 
         
         
 
Unsere Ehemaligen...
Jasmin Dankel

„Ich habe bei der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken mein Praxissemster während des Studiums BWL und Tourismus an der Hochschule Heilbronn absolviert, dann in Teilzeit dort gearbeitet und schließlich die Diplomarbeit geschrieben über 'Die touristischen Effekte der Fußball-WM in der Region Heilbronn-Franken'. Diese gab es. Hatten wir doch 2006 drei WM-Fandörfer in der Region konzipiert, organisiert und begleitet. Eine lehrreiche, hilfreiche und in jedem Sinne positive Zeit - einfach schön!"

 
Jasmin Dankel, Hoteldirektorin,
Hotel Ludwig Eins
Abstatt
 
Ludwig Eins
Hotel und Restaurant
Abstatt