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Das Regionalentwicklungskonzept Hohenlohe-Odenwald-Tauber mit dem Ziel einer Null Emissions Region hat die Jury in Berlin unter über 200 Bewerbern überzeugt.
Der enge Schulterschluss zwischen Hohenlohe, Odenwald und Tauber (HOT) hat es geschafft: Wie die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner (CSU), jetzt in Berlin bekannt gegeben hat, werden die drei Landkreise zur bundesweiten Bioenergie-Modellregion anerkannt. Damit verbunden sind nicht nur Fördergelder in einer Höhe von bis zu 400.000 Euro, sondern auch ein erheblicher Imagegewinn, da im gesamten Bundesgebiet nur 25 solcher Regionen ausgezeichnet wurden.
Beworben hatten sich ursprünglich einmal weit über 200 um diesen begehrten Titel. Letztlich hat das Regionalentwicklungskonzept Hohenlohe-Odenwald-Tauber, das gemeinsam von einer eigens dafür eingerichteten Arbeitsgruppe der Landkreise unter Federführung der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Neckar-Odenwald-Kreises (AWN) in Buchen erstellt wurde, die unabhängige Fachjury vollständig überzeugt.
Die Bundestagsabgeordneten Kurt Segner (CDU) und Christian von Stetten (CDU), die sich bei der Bundesregierung nachhaltig für den Wettbewerbsbeitrag aus ihrer Heimat eingesetzt hatten, wissen um die Bedeutung der Bioenergie für eine nachhaltige Energieversorgung mit großer regionaler Wertschöpfung. Umso schöner ist es aber, dass wir diesen Ansatz jetzt ganz gezielt noch weiter ausbauen können“, so Segner in einer ersten Stellungnahme. Die Tatsache, dass sich hier drei Landkreise gemeinsam und über Regierungsbezirksgrenzen hinweg auf den Weg gemacht hätten, sei ein schönes Beispiel für die interkommunale Zusammenarbeit, das ruhig auch anderenorts Schule machen könne.
Magnetwirkung
Für die drei Landräte Helmut M. Jahn (Hohenlohekreis), Dr. Achim Brötel (Neckar-Odenwald-Kreis) und Reinhard Frank (Main-Tauber-Kreis) ist der Wettbewerbserfolg zugleich eine riesige Chance. „Als eine stark land- und forstwirtschaftlich geprägte Region haben wir gerade im Bereich der Erneuerbaren Energien noch ganz erhebliche Potentiale, die wir gezielt zur regionalen Wertschöpfung nutzen wollen. Jeder Euro, der auf diese Weise in der Region verdient wird, dient nämlich nicht nur dem Klimaschutz, sondern sichert auch wichtige Arbeitsplätze“, so Jahn, Brötel und Frank übereinstimmend. Die Landräte erhoffen sich deshalb jetzt vor allem auch eine Magnetwirkung für private Kapitalgeber: „Eine Modellregion ist doch der geradezu ideale Platz um zu investieren“.
Genauso sollen aber auch die Bürgerinnen und Bürger in den drei Landkreisen noch mehr für das zentral wichtige Zukunftsthema „Energie“ sensibilisiert werden. Gerade im Bereich der Energieeffizienz und der energetischen Sanierung liegen gewaltige, auch wirtschaftliche Potentiale, von denen letztlich das örtliche Handwerk besonders profitieren kann.
Berlin
Die offizielle Auszeichnung der 25 Siegerregionen erfolgt im Rahmen einer Festveranstaltung am 19. März 2009 in Berlin. Derweil laufen die weiteren Vorbereitungen schon längst auf Hochtouren. „So schön kann Energie sein. Für unsere drei Landkreise wird das jetzt Wirklichkeit. Wir wollen und wir werden beweisen, was der ländliche Raum tatsächlich leisten kann, und unsere schon jetzt bestehende Vorreiterrolle noch weiter ausbauen. Ideen dafür gibt es jedenfalls genug“, sagen die drei strahlenden Landräte und freuen sich gemeinsam auf das, was jetzt kommt.
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