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27.2.09

 

In Heilbronn zeigt sich das größte deutsche Geldinstitut völlig unbeeindruckt von all dem was in der Konzernzentrale geschieht.

Die Konzernzentrale in Frankfurt muss erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg ein milliardenschweres Verlustjahr hinnehmen. Vorstandschef Josef Ackermann ist der große Buhmann der Nation. Draußen tobt die Wirtschaftskrise, die vor allem auch eine Bankenkrise ist. Doch in Heilbronn zeigt sich das größte deutsche Geldinstitut völlig unbeeindruckt von all dem. In der Region ist das Geschäft der Deutschen Bank 2008 stabil geblieben. „Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung“, so Pressesprecher Nico Reinhold.

Das Geschäftsvolumen in der Marktregion Heilbronn - die freilich nicht nur das Unterland einschließt, sondern sich bis in die Schwäbische Alb zieht - liegt wie im Vorjahr bei rund 2,6 Milliarden Euro. Das Kreditvolumen von knapp 990 Millionen Euro konnte ebenso gehalten werden. Um 18 900 Menschen ist die Zahl der Privat- und Geschäftskunden auf insgesamt 142 000 sogar gewachsen. Das ist ein Plus von 15,4 Prozent. Die Kundeneinlagen liegen bei 730 Millionen Euro. In der engeren Region Heilbronn-Franken ist das Kreditvolumen im Firmenkundengeschäft um elf Prozent auf rund 470 Millionen Euro gestiegen.

Während die Konzernzentrale speziell im vierten Quartal deutliche Verluste hat hinnehmen müssen, hat die Deutsche Bank in der Region im gleichen Zeitraum einen großen Zustrom an Kunden erfahren. Von einem Vertrauensverlust infolge der Bankenkrise, sei nichts zu spüren gewesen, sagen die Verantwortlichen. Im Gegenteil: „Eine ausländische Bank nach der anderen verschwindet, wir sind der stabile Anker“, so Axel Hepelmann, Leiter des Firmenkundengeschäfts. Dass man umgehend nach der Lehmann-Pleite reagiert und die Kunden informiert habe, sei honoriert worden, sagt Claudia Pellegrino, regionale Leiterin im Bereich Privat- und Geschäftskunden.

Mehr Beratung

Die Aussichten für das kommende Jahr sehen die Verantwortlichen entsprechend positiv. Im Firmenkundengeschäft will die Deutsche Bank ihren Marktanteil von derzeit 25 Prozent ausbauen. „Da ist noch einiges an Potenzial vorhanden“, sagt Hepelmann. Vor allem die internationale Verflechtung der Bank soll dazu dienen, in der exportorientierten Region zu punkten. Bei den Privat- und Geschäftskunden wiederum soll vor allem bessere Beratung Kundenzuwächse bringen. Geplant ist ein Ausbau des Filialnetzes. Denn: „Wir haben zwar ein gutes Jahr hinter uns gebracht“, so Pellegrino. „Aber unser Ziel muss es sein, weiter zu wachsen.“

Quelle Heilbronner Stimme vom 27. Februar 2009 von Werner Tewes www.stimme.de

Foto Axel Hepelmann

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"Die Standortqualität und damit die Stärke unseres Landes beruht zum großen Teil darauf, dass

es gelungen ist, die ländlichen Regionen zu attraktiven und strukturell starken Lebens- und Arbeitsräumen zu entwickeln. Die dynamische Region Heilbronn-Franken ist das beste Beispiel dafür."
Günther H. Oettinger,
EU-Kommissar und ehem. Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg
Baden-Württemberg
   
"Es tut gut, in eine Region zu kommen, in der es gut läuft. Heilbronn-Franken ist „Lokomotive“
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