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Der Nahrungshersteller CDS in Crailsheim will an seinem heimischen Standort erweitern. Für 3,5 Millionen Euro soll ein neues Kühlhaus entstehen.
Noch wird verhandelt und CDS-Inhaber Hanspeter Hackner macht keinen Hehl daraus, dass er hofft, dass ihm die Stadt beim Preis für das Grundstück in unmittelbarer Nachbarschaft noch etwas entgegen kommt: "Denn mit der Investition sichern wir den Standort auf Jahre ab."
In dem Gebäudetrakt mit rund 10 000 Quadratmetern sollen dann eine weitere Kühlanlage, zwei Schockfroster und jede Menge Stellplätze untergebracht werden, denn Kühlleistungen für die Kunden aus ganz unterschiedlichen Bereichen der Lebensmittelbranche anzubieten, hat sich für die CDS sukzessive zu einem gewichtigen Standbein entwickelt. Das Hauptgeschäft besteht aber nach wie vor in der Verarbeitung so genannter Schlachtnebenprodukte, wie etwa Rinderpansen, Rinderleber, Schweinezungen, Sehnen Knorpelleisten oder Schweinefüße. Alles Dinge, die rund um den Globus als Spezialitäten, manchmal sogar als Delikatessen auf den Tisch kommen. Fast 60 Prozent des Umsatzes von rund 70 Millionen Euro erwirtschaftet das Unternehmen im Ausland. In ganz Europa, besonders im Osten, in Asien aber auch im arabischen Raum sind die Abnehmer zu Hause. Satte 1000 Tonnen an Schlachtnebenprodukten werden täglich umgeschlagen. Was die wenigsten wissen: Aus einem Teil werden Rohstoffe für die Pharmazie oder Petfood-Industrie gewonnen. In Deutschland hat sich CDS vor allem als Lieferant qualitativ bester Naturdärme einen Namen gemacht. Eine Entwicklung, die vor allem von Michael Hackner angeschoben wurde, der für zahlreiche Innovationen bei der Wurstproduktion unter dem Namen "Silberpfeil" verantwortlich zeichnet und dem Betrieb des Vater einen gewichtigen Schub gab. Die Produktion liegt heute bei 180 Millionen Metern "Saitlingen". Das entspricht rund dem 4,5-fachen des Erdumfangs.
Mit dem geplanten Neubau könnten zudem die eigenen Produktionsabläufe entzerrt werden, denn so erläutert Michael Hackner "Wir haben in der Vergangenheit immer etwas um unsere Ursprünge, die Verarbeitung der Schlachtnebenprodukte herumgebaut. Und das kräftig. 1996 siedelte man am heutigen Standort an der Roßfelder Straße an. 2002 und 2006 wurde erweitert.
In den vergangenen zehn Jahren wurden mehr als 15 Millionen Euro in Gebäude und Maschinen investiert. 186 Mitarbeiter sind in Crailsheim beschäftigt. Rund 400 an fünf weiteren Standorten in Polen, China, Libanon und voraussichtlich bald schon Ägypten. Auch wenn die Kühlleistungen bislang nur knapp zwei Prozent des Umsatzes ausmachen, es ist ein Bereich der viel Potenzial hat. Hanspeter Hackner: "Man braucht Know-how und Menschen. Deshalb wollen wir es hier machen."
Quelle RegioBusiness Hohenloher Tagblatt/ibe vom 6. März 2009 www.suedwest-aktiv.de
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