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EU hilft beim Forschen
     
 
 

9.3.09

 

50 Milliarden Euro stehen bis 2013 für die Forschung und Entwicklung kleinerer Unternehmen in Europa zur Verfügung.

Die Wirtschaftsinitiative Hohenlohe (W.I.H.) und das Steinbeis-Europa-Zentrum (SEZ) informierten gestern zusammen mit dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg in Künzelsau über die mögliche Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Unternehmen, Forschungszentren und Regionen in Europa. Das SEZ hilft Firmen dabei, Anträge zu stellen und somit die verschiedenen Fördertöpfe der EU anzuzapfen. Geld gibt es vor allem für internationale Forschungsprojekte und den grenzüberschreitenden Austausch von Informationen.
 
Margot Klinger, Geschäftsführerin der W.I.H., zeigte sich erfreut über das große Interesse am Thema Forschungsförderung: "Die Unternehmen sollten nicht nur von den Fördergeldern, sondern auch von dem Wissens- und Erfahrungsaustausch profitieren und die Zugriffsmöglichkeiten auf vorhandenes Know-how in Europa kennen lernen."

Das letzte Forschungsrahmenprogramm nutzte beispielsweise Hohenloher Spezial-Maschinenbau (HSM) in Kupferzell. Das Unternehmen, das Forstmaschinen herstellt, entwickelte zusammen mit 14 Partnern (Universitäten, Forschungseinrichtungen, Ingenieurbüros und anderen Firmen) in acht Ländern von 2005 bis 2007 einen Forstschlepper und ein Forstaggregat zur Ernte von Laubholz. "Der Anstoß zu diesem Projekt kam aus dem Markt", erklärt Thomas Wehner, Leiter Forschung und Entwicklung bei HSM. In Kupferzell liefen die Fäden des Projekts auf dem Tisch des Diplom-Forstwirts zusammen, er war auch gegenüber der EU für den Ablauf verantwortlich.
 
Die Technische Universität Dresden übernahm den Forschungsteil, HSM den technischen. Aufgabe der Forscher - "als Dienstleister", betont Wehner - war es, die Technik der beteiligten mittelständischen Unternehmen zu verifizieren. Durch die mehr als eine Million Euro aus Brüssel konnte das Projekt erst umgesetzt werden, da Personal- und ein Teil der Prototypkosten aus dem Fördertopf bezahlt wurden, kleinere Unternehmen seien finanziell nicht so stark gestellt, um Entwicklungen in diesem Maße voranzutreiben. "Das Projekt hat massiven positiven Einfluss auf unsere Innovationskraft gehabt", betont der Forschungsleiter. "Nach dessen Ende verfügten wir über einen Prototyp, den wir weiterentwickeln konnten, die beiden Produkte sind Ende 2008 bzw. Anfang 2009 auf den Markt gekommen". Er könne das Förderprogramm für Mittelständler nur weiterempfehlen, "es war sehr fruchtbar". Die oft gefürchtete Bürokratie empfand Thomas Wehner nicht als belastend, einzig Berichte über den Fortlauf der Forschung und die Verwendung der Gelder waren gefragt.
 
Damit auch weitere Betriebe von diesen Forschungsgeldern profitieren können, bietet die W.I.H. erstmals im Hohenlohekreis Sprechtage für Unternehmen mit dem Steinbeis-Europa-Zentrum an, unterstreicht Margot Klinger. Besonders kleine und mittlere Unternehmen können von diesem kostenlosen Beratungsangebot Gebrauch machen und so vielleicht ihre Innovationsfähigkeit mit Hilfe der EU steigern. ·

Quelle RegioBusiness Hohenloher Tagblatt von Thorsten Hiller vom 6. März 2009 www.suedwest-aktiv.de

Weitere Informationen:

Heilbronn-Franken und Europa
 
Europabüro Wolpertshausen
 
W.I.H. Hohenlohe
 
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