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Patentanmeldungen an der Spitze
     
 
 

23.3.09

 

Auch in wirtschaftlich schwieriger Lage gehen den baden-württembergischen Erfindern und Firmen die Ideen nicht aus.

Das belegen die neuesten Anmeldezahlen beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) in München. Wie Präsidentin Cornelia Rudloff-Schäffer am Montag sagte, stieg 2008 die Anmeldezahl bei den Patenten um 2,3 Prozent auf 62.417. Die Zahl der Patentanmeldungen aus dem Inland nahm gegenüber 2007 sogar um 2,9 Prozent zu. Die innovativsten Branchen waren erneut der Fahrzeug- und der Maschinenbau. Die meisten Anmeldungen stammten aus Baden-Württemberg (15.081), Bayern (13.528) und Nordrhein- Westfalen (7.797). Knapp 523.000 Patente sind damit in Deutschland nun in Kraft.

Bei den Marken gab es mit 73.903 Anmeldungen allerdings einen leichten Rückgang um 3 Prozent. 47,8 Prozent der neuen Marken wurden für Dienstleistungen angemeldet, 52,2 Prozent für Waren. Damit sind nach Rudloff-Schäffers Angaben derzeit fast 780.000 Marken im deutschen Markenregister eingetragen. Das anmeldestärkste Bundesland in diesem Bereich ist Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern.

Die Zahl der angemeldeten Geschmacksmuster zum Schutz des Designs von Produkten betrug im jüngsten Berichtsjahr 48 238. Dies bedeutete einen Rückgang von 11,2 Prozent gegenüber 2007. Insgesamt sind den Angaben zufolge damit jetzt im Geschmacksmusterregister rund 297.000 Schutzrechte eingetragen.

Das kostendeckend arbeitende DPMA erzielte 2008 Einnahmen in Höhe von 300,7 Millionen Euro. «Trotz Wirtschaftskrise bleibt Deutschland ein Land der Kreativität und der Innovationen. Gewerbliche Schutzrechte sind weiterhin gefragt», sagte die Präsidentin. Die momentan schwierige Wirtschaftslage sehe sie als Chance und Herausforderung für Unternehmer und Erfinder. «Nur durch Absicherung der Innovationen mit Schutzrechten können neue Technologiefelder erschlossen und Marktpositionen gegen Wettbewerber verteidigt werden.» Das DPMA ist mit 2.500 Mitarbeitern die weltweit fünftgrößte nationale Patentbehörde.

Quelle: dpa/lsw

Weitere Informationen:

Deutsches Patent- und Markenamt
   
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